Unsere Sommerausstellung in Salzburg ist in Planung. Nach Constantin Luser und Götz Valien in den letzten beiden Jahren stellen wir heuer im August in Salzburg Skulpturen des Bildhauers Aron Demetz sowie Bilder von Robert Pan aus.
CastYourArt News
Florian Wagner - Schmuckmacher
6. Mai 2013, 17:54:10 unter Design, Deutsch, Podcast, Portraits, Schmuck, Video, Wien, ÖsterreichDer Schmuckmacher Florian Wagner besitzt ein Schmuckatelier in Wiens angesagtem siebten Bezirk. Dort entstehen im Auftrag seiner Kunden ausgefeilte Schmuckstücke, die sich nicht dem modischen Zeitgeist unterwerfen, sondern mit Individualität und zeitlosem Design punkten. Sein Lieblingsstein, sagt er, ist der Opal. Es gebe nur wenige Steine, die in ihrer Ausprägung derart vielfältig sind. Ob Ringe, Armreifen, Colliers oder Ohrringe, ein Lieblingsschmuckstück habe er nicht. Jedes sei auf seine Weise eigen und Bedürfe in der Entwicklung und Fertigung eines persönlichen Bezugs. Wir haben den Schmuckmacher Florian Wagner in seinem Atelier besucht und ein Porträt gestaltet.
Im Rahmen des Designpfad 2013 „Déjà-vu“ zeigt Florian Wagner VORSCHLÄGE , IDEEN UND GEBAUTES in seiner Galerie MANA 1070, Stuckgasse 4, vom 16. bis zum 18. Mai von 15 bis 22 Uhr gemeinsam mit Werken von Jacqueline I.Lillie, Astrid Gold, Bao Toan Puls und Gerti Machacek.

Les Tardes Goldscheyder - Haiti Nuklear Radar
10. April 2013, 09:53:50 unter Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichSeine Gemälde sind Spannungszustände, Stimmungsbilder, extrem im Ausdruck, konsequent in der Behandlung, die Materialien seiner Objekte Fundstücke, roh und poetisch zugleich. Les Tardes Goldscheyder im Künstlerporträt von CastYourArt.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wie aber verhält es sich mit den Späten, jenen, die in ihrem Wesen dem Final zuneigen. Sie tragen eine Melancholie in sich, die nicht lähmt, im Gegenteil. Das Zu-Ende-Gehen, diese Bewegung ist ihr Feuer, das in ihnen lodert und sie zur Tat entfacht. Bei Les Tardes Goldscheyder ist Kunst stets eine Auseinandersetzung mit dem Final, mit dem Teufelsritt namens Leben, waghalsig, schwarzgallig, eine Suchtbewegung nach Rausch. Die Spannung solchen Daseins initiiert Kunst und spiegelt sich in ihr - “es ist konsequent Kunst von dem zu machen, von dem man etwas versteht.” Seine Objet Trouvé werden bestimmt inszeniert, kein Zuviel das die Spannung brechen würde, er bevorzugt rohe Poesie. Seine Kunst, die auch Gemälde und Dichtung umfasst, kommt vom Rand “Wie gesagt, bisher ist alles bloss hoffnung. Vielleycht ist da oben nichts. Vielleycht ist die grube schon alles. Die grube aus sand. Und ich sollte mich zurückfallen lassen…, aber es ist zu stark. Der drang, nach oben zu kommen, er ist zu stark.”
(Zitate: les tardes goldscheyder, Text: Wolfgang Haas).
Die Gratellis - von Bernd Jeschek
5. April 2013, 13:34:47 unter Deutsch, Podcast, Veranstaltung, Video, Wien, ÖsterreichDie Gratellis, eine skurrile musikalische Komödie, wie sie nur das wirkliche Leben erfinden kann! Gestern erst feierten sie Erfolge in Wien, heute schon touren sie durch die Welt! Die Gratellis von Bernd Jeschek, hier in einer Kostprobe von CastYourArt.

Alles begann damit, dass Franco Gratelli von drei Frauen verlassen wurde, als sie voneinander erfuhren. Jede übergab ihm eine gemeinsame Tochter und machte sich unter grässlichen Verwünschungen für immer aus dem Staub. Dies war der Beginn einer großartigen Karriere! Die Gratellis, drei Töchter und ein Vater, machten sich auf, um mit ihrer Musik die Herzen und auch die Geldtaschen der Menschen zu öffnen. Ein Stück über eine beispiellose Karriere im Showbiz. Es spielen Ingrid Oberkanins, Monica Reyes, Johanna Kugler und Bernd Jeschek.
Aufführungen:
Österreich
stadtTheater Walfischgasse Wien, 11., 12. u 14. Mai 2013
Theatertage Weißenbach bei Haus im Ennstal, Gsöllhof Haus im Ennstal, 23. 24. Juli 2013
La Strada Graz, 29. 30. 31. Juli 2013
Kulturhaus Knittelfeld Knittelfeld, 13. September 2013
Deutschland
Kulturhaus der Bayer AG Leverkusen, 25., 26. Mai 2013
Meret Oppenheim - Die Schamanin der Archetypen.
1. April 2013, 15:00:13 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Channel, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichDie Schamanin der Archetypen – Meret Oppenheims skurriles, humorvolles, erotisches und fragmentarisches Oeuvre ist noch bis zum 14. Juli 2013 im Bank Austria Kunstforum zu besichtigen. Ein Ausstellungsporträt von CastYourArt.

Für Meret Oppenheim (1913 – 1985), die im Oktober hundert Jahre alt geworden wäre, gibt es keine Einordnung, mit der man ihrem eigenwilligen und vielseitigen Kunstschaffen gerecht würde. Diese erste museale Retrospektive in Österreich versucht nun einen neuen umfassenden Blick auf Oppenheims Leben und Werk und zeigt Arbeiten aus allen Schaffensperioden. Rund 200 Leihgaben sind zu sehen. Wie oft bei weiblichen Kunstschaffenden widmete die Kritik Meret Oppenheims Biographie, ihrem Liebesleben und ihrer Erscheinung mehr Aufmerksamkeit als ihrem Werk. Das will die Retrospektive im Bank Austria Kunstforum nun ändern. Weiterlesen »
Das Gold des Az W - Die Sammlung
27. März 2013, 14:15:14 unter Architekturzentrum Wien, Ausstellungen, Deutsch, Kunsträume, Podcast, Sammlung Architekturzentrum Wien, Sammlungen, Video, Wien, ÖsterreichAnlässlich des 20ten Geburtstags des Architekturzentrums Wien wird im Zuge der von Sonja Pisarik, Monika Platzer, Katrin Stingl und Ute Waditschatka kuratierten Sonderausstellung “Das Gold des Az W” die bislang unbekannte Architektursammlung des Architekturzentrums ins Rampenlicht gerückt. Zu sehen sind ausgewählte Exponate österreichischer Architekturgeschichte vom 21. März bis zum 22. Juli 2013. Ein Ausstellungsporträt von CastYourArt.

In der Schau wird mit Beispielen aus den Beständen des Lagers mit seinen über 500 Modellen aus Vor- und Nachlässen der heimischen Architekturszene nachvollziehbar gemacht, wie Architektur entwickelt und gedacht wurde. Als Institution in Österreich, die sich als verantwortlich für Architekturgeschichte sieht und Architektur sammelt, wird das AzW zum Ort der Reflexion über den öffentlichen Raum und die Architektur, die ihn konfiguriert. Der öffentliche Raum als Raum der sozialen Interaktion und des Ausdrucks einer Gemeinschaft - viele künstlerische und wissenschaftliche Ansätze haben dies erforscht und die Zonen des Konflikts und der Verhandlung identifiziert. So gesehen fügt sich die Ausstellung aus verschiedenen Forschungshorizonten zusammen: Kunstgeschichte, Architekturgeschichte und auch die künstlerische Praxis die jene Skizzen, Pläne und Modelle hervorgebracht hat. Hinter den ausgestellten Werken kreuzen sich auch besondere Fragen im lokalen Kontext der zeitgenössischen Architektur und Kunst, der kuratorischen Tätigkeit und dem Zusammenbringen von Disziplinen, die die Grenzen des Kuratorischen in Richtung Forschung ausdehnen. Weiterlesen »
Rudolf Goessl - Verwandlungen
12. März 2013, 18:51:07 unter Audio, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Landesgalerie für zeitgenössische Kunst St. Pölten, Podcast, Portraits, St. Pölten, Video, ÖsterreichNoch bis 12. Mai 2013 zeigt ZEITKUNST Niederösterreich in der Landesgalerie für Zeitgenössische Kunst St. Pölten in einer mehrere Schaffensjahrzehnte überblickenden Schau Arbeiten des Künstlers Rudolf Goessl. CastYourArt hat Rudolf Goessl in seinem Atelier besucht und ein Künstlerporträt gestaltet.

Als einer der ersten in Österreich hat sich der 1929 geborene Künstler Rudolf Goessl der monochromen Malerei gewidmet. Ein kurzer Aufenthalt in New York Ende der sechziger Jahre, bei dem er auf Arbeiten von Mark Rothko, Barnett Newman und anderen aufmerksam wurde, inspirierte ihn zu neuen Wegen in die abstrakte Farbfeldmalerei. Weiterlesen »
Helmut Grill - Von Epikur bis Donald Duck
14. Februar 2013, 14:33:00 unter Ausstellungen, Deutsch, Kunsträume, Künstlerhaus Wien, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichAls Künstler reizt Helmut Grill die Komplizenschaft zwischen Bildermacher und Betrachter aus. Ein Künstlerportrait dieses visuellen Komponisten von CastYourArt.

Ein Konzept, das auf die Faszination des Geheimen aufbaut. Die Abwesenheit von Personen ist Teil der Geschichte. Jeder Zusammenhang mit dem Menschen, der Gesellschaft, entsteht nur aus dem Spiel mit Gegenständen, Botschaften welche im Lauf der Zeit “vergessen” wurden und hier Assoziationen entstehen lassen.
So entstehen oft Szenen, die an Träume erinnern. Nicht furchterregende, eher die tiefgründigen, aber humorvollen Träume, die wir alle kennen.
Miquel Barceló - Stoff und Form. Vom Physischen zum Metaphysischen.
18. Dezember 2012, 18:04:24 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Channel, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichDer Preis für Stierkampfbilder des Mallorquinischen Künstlers Miquel Berceló ist hoch. Noch bis zum 10.03.2013 widmet das Bank Austria Kunstforum in Wien dem 55 jährigen Dokumenta- und Biennaleteilnehmer eine eigene Ausstellung. Ein Porträt von CastYourArt.

Kuratiert von Florian Steininger, vereint die Werkschau Arbeiten aus allen wichtigen Stationen seiner Laufbahn. Barcelós Werk erfuhr erste Anerkennung im Jahr 1981, als er an der Biennale von Sao Paulo teilnahm. 1982 stellte er auf der Documenta in Kassel aus; 2009 vertrat er Spanien auf der Venedig-Biennale. In den sieben Sälen der Ausstellung sieht man sein Meer vor Mallorca, in fast dreidimensionalen Bildern, auch Keramiken, Bronzeplastiken, Wüstenbilder die in Mali entstanden, Bilder erotisch anmutender Früchte. In einem Raum sind Stierkämpfe und Kreuzigungen von Tieren zu sehen, in einem anderen Porträts, die an Negative erinnern. Die Arbeiten geben Zeugnis von seinen mediterranen Wurzeln und legen sie umso mehr frei, mit seiner sehr persönlichen Handschrift und seiner Art, unaufhörlich mit dem Material zu experimentieren. Weiterlesen »
Johannes Deutsch - Medienperspektiven
6. Dezember 2012, 14:56:09 unter Admont, Deutsch, Museen, Podcast, Portraits, Stift Admont, Video, Wien, ÖsterreichJohannes Deutsch hat für die Aufführung der Oper Manfred von Robert Schumann mit den Düsseldorfer Symphonikern die Regie und künstlerische Visualisierung übernommen. Ein Künstlerporträt von CastYourArt.

Tomak - PHANTOMAK
11. Januar 2012, 17:15:32 unter Ausstellungen, CastYourArt, Deutsch, Galerien, Kunstwerke, Podcast, Portraits, Technische Universität Wien, Universitäten, Video, Wien, ÖsterreichMit der Ausstellung „PHANTOMAK“ präsentiert der Künstler Tomak erstmals eine Skulpturenreihe der Öffentlichkeit. CastYourArt hat den Produktionsprozess begleitet und Tomak zum Skulpturenprojekt interviewt.

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„So vervollständigt sich also mein Werk durch die Skulptur.“ (TOMAK)
Mit der Ausstellung „PHANTOMAK“ werden ab 4. Februar 2012 an der Technischen Universität Wien erstmals Skulpturen des Künstlers TOMAK der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt es sich bei den Skulpturen der Serie PHANTOMAK um elf individuelle, in einem aufwändigen technischen Verfahren produzierte Büsten des Künstlers – Wood Jackson, Rotpeter, Height, Headquarters Weiterlesen »
Herbert Brandl - Bilder aufladen bis sie (fast) platzen.
26. Januar 2012, 13:14:46 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Deutsch, Kunsträume, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichLibidinös aufgeladene Werke aus 3 Jahrzehnten bringt die von Florian Steininger und Ingried Brugger kuratierte Schau über Herbert Brandl im Bank Austria Kunstforum in Wien. CastYourArt hat anlässlich der vom 26.1.-15.4.2012 laufenden Ausstellung ein Künstlerportrait produziert.

Ständig verführen die Bilder unseren Blick, nehmen ihn gefangen und bewegen uns dazu, die bildliche Oberfläche zu transzendieren, hinter sie zu blicken und die Räume zu entdecken, die sich in ihren Inneren auftun. Herbert Brandl geht nicht vom Realen aus, um es zu abstrahieren, sondern entwickelt eine bildliche Grammatik des Erlebens – Empfindungen oder Gedanken - und bedient sich des musikalischen Vokabulars der Farbe und des persönlichen expressiven Gestus als Handschrift. Er kompensiert und kontrolliert diese Zugangsweise aber mit der Struktur der Komposition und einer gewissen Ironie. Systematisch dosiert er den Kontrast zwischen Emotion und Reflexion. Es werden Problemstellungen, die mit der Auslösung von Gefühlen der Räumlichkeit zusammenhängen gezeigt, Tiefe ohne Konkurrenz durch Perspektive oder Illusion, doch innerhalb der Grenzen des Vokabulars der Abstraktion. Er ergänzt den Sinngehalt mit seinen Assoziationen zur Intertextualität anderer Bildsprachen der aktuellen und traditionellen Malerei. Weiterlesen »
Evan Penny - Re Figured
10. Februar 2012, 18:11:21 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kanada, Museen, Museum der Moderne Salzburg, Podcast, Portraits, Toronto, Video, Wien, ÖsterreichEr bewegt sich in einer unheimlichen, Unbehagen erzeugenden Welt, wo es schwierig zu sagen ist, was real und was unreal ist. Die Ausstellung Re Figured im Museum der Moderne in Salzburg ist die bislang größte Überblicksausstellung des in Toronto lebenden Künstlers Evan Penny und zugleich seine erste Einzelausstellung in Europa. Ein Ausstellungsportrait von CastYourArt.

Er bewegt sich in einer unheimlichen, Unbehagen erzeugenden Welt, wo es schwierig zu sagen ist, was real und was unreal ist. Er löst eine Verbindung mit der Wirklichkeit, und indem er vermeidet einen Blickwinkel zu produzieren, von dem aus sich ein stabiles Bild ergibt, zeigt er sein Verständnis vom in stetiger Veränderung befindlichen Selbst. Es sind seine vergrößerten Versionen des Individuums oder zumindest seiner Morphologie, die die Grundzüge des Daseins zu sehen erlauben – oder auch nicht.
Die Details der Figuren, die ihre Menschlichkeit definieren, sind nicht nur in ihrer Dimension, ihrem Format, zu sehen, sondern vor allem in der Behandlung der Farbe, der Hautoberfläche, Falten, Härchen, Venen, Flecken und anderen Unvollkommenheiten. Diese topographische Reise über die menschliche Körperlandschaft ist ein Studium unserer Existenz und stellt ein Bewusstsein unserer Anatomie her. Weiterlesen »
BODY.ACTION - Werke der Bank Austria Kunstsammlung
28. Februar 2012, 15:51:02 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Bank Austria Kunstsammlung, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Sammlungen, Video, Wien, ÖsterreichDie Ausstellung BODY.ACTION im tresor im Bank Austria Kunstforum zeigt Werke aus der Bank Austria Kunstsammlung von Bruno Gironcoli, Birgit Jürgenssen, Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Friederike Petzold, Arnulf Rainer, Rudolf Schwarzkogler und Valie Export. Ein Ausstellungsportrait von CastYourArt.

Die Bank Austria Kunstsammlung beherbergt einen umfangreichen Fundus an wichtigen Beiträgen aktionistischer, performativer sowie körperbetonter Kunst aus Österreich. In der Ausstellung BODY.ACTION: Collected #2 werden vom 3. Februar bis 18. März 2012 im tresor des Bank Austria Kunstforums ausgewählte Werke der Sammlung präsentiert.
MUSA - Beauty Contest
1. März 2012, 12:40:59 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Museen, Museum auf Abruf, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichSchönheit und ihre Konstruktion und Dekonstruktion sind in den mitunter divergierenden Sichtweisen verschiedener KünstlerInnen im MUSA zu sehen. Ein CastYourArt Ausstellungsporträt anlässlich der Ausstellung Beauty Contest vom 17. Februar bis 26. Mai 2012 im Wiener MUSA - Museum Startgalerie Artothek.

Vor einiger Zeit sagte die Schauspielerin Zsa Zsa Gabor: “Es gibt keine hässliche Frauen, nur faule Frauen” - ihr Satz spiegelt nur einen Zustand der Dinge wieder: Kino, Fernsehen, die Zeitschriften und Werbung bilden den Raum, in dem ohne Ende praktische Anweisungen zur Selbstperfektionierung über Mode, Frisur, Stil gegeben werden. Ein Ort, an dem sich die Illusion unbegrenzter Schönheit weitergibt, von einem Zugang ohne Restriktionen, vom Vermögen, alle Schranken und Unterschiede zu überwinden: egal wie du bist, wichtig ist, wie du sein kannst.
Das Streben nach Schönheit und die bestimmenden gesellschaftlichen Kategorien werden in der von Berthold Ecker, Roland Fink, Claude Grunitzky und Andreas Stadler kuratierten Schau Beauty Contest in Arbeiten österreichischer und internationaler Künstlerinnen und Künstler verschiedener Generationen in kritischer Weise unter die Lupe genommen. Geleitet wurde das Projekt des MUSA -in Zusammenarbeit mit dem Austrian Cultural Forum New York- von Natascha Boojar aus New York und Roland Fink aus Wien. Die Ausstellung dauert vom 17. Februar bis 26. Mai 2012. Am 2. März gibt es um 17:00 Uhr eine Führung in Gebärdensprache, der Eintritt ist frei. Weiterlesen »
Attilio Zanetti Righi - more geometrico
7. März 2012, 15:44:50 unter Deutsch, Italien, Podcast, Portraits, Rom, Schweiz, Video, ZürichZanettis Werk ist die Essenz eines langen, weitgehend autonomen künstlerischen Prozesses, der von der figurativen, expressiv-metaphorischen Malerei zu einer Art verdichtetem, sehr persönlichen Alphabet der geometrischen Formen führt. Ein Künstlerportrait von Hans-H. Schellenberg.

Attilio Zanetti Righi (* 16.3.1926 Schaffhausen, † 21.5.2011 Zürich), studierte von 1948 bis 1950 an der Accademia di Belle Arti di Firenze. 1952 Stipendiat am Istituto Svizzero in Rom. 1953, 1954 und 1959 Eidgenössisches Stipendium. Von 1948 bis 1960 lebte Zanetti Righi in Florenz, dann bis 1980 im südlichen Italien. Seit Mitte der 1990er lebte und arbeitete er in Zürich und Rom. Weiterlesen »
Architekturzentrum Wien - Hands On Urbanism.
22. März 2012, 14:44:22 unter Architekturzentrum Wien, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichOb in brasilianischen Favelas, türkischen Gecekondus oder auf der Schmelz: für Strategien der Selbstermächtigung benötigen die Bürger keinen ideologischen Überbau. Das Architekturzentrum Wien geht von 15. März bis 25. Juni 2012 in der Ausstellung “Hands-On Urbanism” den historischen und aktuellen Strategien der Stadtentwicklung von unten nach. Wir haben dazu das Ausstellungsporträt gestaltet.

Das offizielle Bild der Stadt pflegt sich auf die Konsequenzen der Stadtplanung, die repräsentativen, fassbaren Teile der Architektur und der „harten“ Infrastruktur zu konzentrieren. Generell fokussieren die Stadtplaner ihr Werk darauf, Interventionen in großem Maßstab zu planen, um qualitative Veränderungen im urbanen Umfeld zu erreichen. Auf diese Weise bleibt die informelle Stadt meistens unsichtbar. In den letzten Jahren, begleitet von einem starken Rückgang öffentlicher Investitionen und einem ungünstigen finanziellen Umfeld für diese Art Projekte, beobachtet man diverse Bürgerinitiativen in kleinerem Maßstab.
Die Herangehensweise informeller Stadtplanung beruht über weite Strecken auf Bürgerbeteiligung als wichtigem Punkt der „Konstruktion“ der Stadt. Die Bewohner als Produzenten einer bottom-up Stadtplanung stehen im Gegensatz zur bottom-down Vision der traditionellen Stadtplanung.
Gartenarbeit als Motor einer Stadtentwicklung von unten - dieses Phänomen hat die Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin Elke Krasny in den letzten drei Jahren erforscht und dazu weltweit improvisiert entstandene urbane Grünräume besucht. Für das Architekturzentrum Wien hat Elke Krasny ihre Forschungsarbeit zu einer Ausstellung zusammengefasst: “Hands-On Urbanism – 1850 bis 2012. Vom Recht auf Grün”. Weiterlesen »
Die Sammlung Hubert Looser - My Private Passion
17. April 2012, 14:23:18 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Deutsch, Kunsträume, Podcast, Portraits, Sammlung Hubert Looser, Sammlungen, Schweiz, Video, Wien, Zürich, Österreich„Jede Leidenschaft grenzt ja ans Chaos, die sammlerische aber an das der Erinnerung.“ (Walter Benjamin). Diese Leidenschaft macht träumen, mehr noch, sie macht träumen, vorstellen und denken; die Erinnerung funktioniert in Bildern, daher der Entschluss sie zu sammeln.
Die Fondation Hubert Looser ist eine der herausragendsten Privatsammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst im Schweizer Raum. Ihre Schwerpunkte liegen auf dem Abstrakten Expressionismus, der Minimal Art sowie der Arte Povera. Wenn vom 26.4.-15.7.2012 ein Großteil der Sammlung im Bank Austria Kunstforum in Wien gezeigt wird, sind dort Arbeiten von de Kooning, Twombly, Penone, Chamberlain und anderen Größen der Kunstwelt zu sehen. Anlässlich der Ausstellung “My Private Passion” im Bank Austria Kunstforum hat CastYourArt den Sammler Huber Looser in Zürich besucht und ein Sammlerportrait produziert.

Der Sammler sucht: Langsam setzt er seinen Mikrokosmos zusammen und erschafft seine eigene Theorie und Empfindsamkeit, die Welt in seinem Sinne.
Sich durch die Ausstellung bewegen, bedeutet die semantische Lektüre von mehreren Autorschaften und letztlich die Entscheidung, wo die Betonung des Blicks liegt - ob in den Geschichten, die die Werke erzählen oder der Summe der Werke im intertextuellen Dialog und der Lektüre, die Looser mit seinen Gegenüberstellungen und Platzierungen generiert, und durch die er jenseits der künstlerischen Idiosynkrasien den Artefakten seinen unabhängigen Blickwinkel auferlegt - oder vielmehr vorschlägt Weiterlesen »
Rainer Ganahl - I wanna be Alfred Jarry
10. Mai 2012, 16:57:56 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Bank Austria Kunstsammlung, Channel, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Sammlungen, Video, Wien, ÖsterreichDem in Vorarlberg geborenen Künstler Rainer Ganahl widmet das Bank Austria Kunstforum vom 9. Mai bis zum 15. Juli eine Ausstellung im Tresor. Im Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung steht das Fahrrad. Ein Ausstellungsportrait von CastYourArt.

Das Fahrrad - ab dem Ende des 19. Jahrhundert allgemeines Mittel der Mobilität und den Avantgarden Symbol der mechanisierten Moderne - stellt Rainer Ganahl als utopisches Fortbewegungsmittel als Wahrnehmungsinstrument, Körperprothese und Objekt der Begierde ins Zentrum seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Der französische Literat Alfred Jarry, den Rainer Ganahl im Titel der Ausstellung ins Zentrum rückt, wählte das Fahrrad als sein Markenzeichen. Im Jahr 1896 erstand dieser das Fahrrad Clément luxe 96. Es war das erste industriell produzierte Fahrrad und damit Ausdruck der modernen Zeit. (Text: Wolfgang Haas)
Manfred Wakolbinger - Das Vergängliche und das Ewige
16. Mai 2012, 10:27:16 unter Ausstellungen, Deutsch, Krems, Landesgalerie für zeitgenössische Kunst Krems, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichVeränderung, Transformation, Mutation, Metamorphose: Manfred Wakolbinger stellt den uns umgebenden Raum in Frage und unsere Wahrnehmung auf eine neue Ebene, um uns für die Empfängnis des Schönen zu öffnen. Vom 3. Juni 2012 bis zum 14. Oktober 2012 zeigt Zeit Kunst Niederösterreich erstmals in der Dominikanerkirche Krems, Körnermarkt 14 Arbeiten zeitgenössischer Kunst. Wir haben Manfred Wakolbinger im Atelier besucht. Ein Künstlerportrait von CastYourArt.

Einem Vorsokratiker zufolge liegt das Intelligible in der Bewegung, und wenn die Wahrheit ein materialisierbares oder zumindest erkennbares menschliches Bemühen ist, verschlüsselt es seine Möglichkeiten in dem Einfangen und der Wahrnehmung des ewigen Dahinfliessens, des ständigen Wandels und der Fortbewegung. Diese Grund-Ursache drückt der Arbeit von Manfred Wakolbinger seinen Stempel auf, der besessen davon ist, die Ursprünge und Wandlungen des Wirklichen zu identifizieren.
In allen seinen Arbeiten gibt es etwas das sich verbirgt, der umgebende Raum verkleidet sich dadurch - und manchmal erscheint das Objekt als etwas was es nicht ist, kann aber auch das sein, als was es erscheint. Wakolbinger lässt den Betrachter an seinem Werk mitarbeiten, er invadiert den Raum des Einzelnen und spielt damit. Seine Plastiken beginnen einen Kampf zwischen der menschlichen Wahrnehmung und den Gesetzen der Physik. Weiterlesen »
Isabelle Mühlbacher - Unsichtbare Themen aus der Vergangenheit
29. Mai 2012, 19:15:08 unter Deutsch, Galerie Edition Stalzer, Galerien, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichIsabelle Mühlbacher erzählt uns, von was sie besessen ist und zeigt dabei, dass diesen Obsessionen treu zu bleiben bedeutet, Künstler zu sein. Mit verschiedensten Medien nimmt Isabelle Mühlbacher die Position des Humanen ein, wo es bereits Relikt, Spur, Überrest ist. Ein Künstlerportrait von CastYourArt.

Gegen die Entmaterialisierung der Kunst und die Abwesenheit der Körpers erhebt Isabelle Mühlbacher die Forderung, den Raum und den Körper als zu markierende Orte zu beanspruchen. Ihre Arbeiten sind innere Einstellungen, die zu Formen gerinnen, im Hintergrund die gesamte Problematik der Malerei und Objektkonfiguration der Kunstgeschichte. Sie überraschen und umreißen das Profil einer Kunst, die herausfordernd in ihren ästhetischen Positionen ist und um essenzielle Themen kreist.
Isabelle Mühlbachers Arbeit weist über die repräsentative Fläche des Bildes hinaus - auch wenn sie sich dessen mitunter bedient - um den kompletten Raum der Umgebung mitzubedenken und einzubeziehen; die Möglichkeiten eines Bildes oder Objekts das nicht abbildet, sondern suggeriert, sind vielfältig und fordern auf, sich auf das persönliche Universum der Künstlerin einzulassen. Weiterlesen »
Eduard Angeli - Hüzün, Melancholie
19. Juni 2012, 16:55:04 unter Deutsch, Italien, Podcast, Portraits, Venedig, VideoEinsame Häuser, Ruinen, Wracks, Mauern. Die Hinterhöfe des Trubels, die Zeiten, wenn das Fest längst weitergezogen ist, ziehen Angeli an. Die Stille seiner Bilder rührt an unsere Existenz. Ein CastYourArt Porträt des in Venedig lebenden Malers Eduard Angeli anlässlich seines kommenden siebzigsten Geburtstags.

Walter Navratil, Franz Ringel, Peter Pongratz, Wolfgang Hertzig, Robert Zeppel-Sperl nennt Eduard Angeli als Künstlerkollegen aus Akademiezeiten in Wien. Der beherrschende Malereistil jener Zeit in den späten sechziger Jahren war das vom Paris der vierziger und fünfziger Jahre seinen Ausgang nehmende Informel. Abstraktion und innerer Antrieb, die Merkmale dieser Kunstrichtung, sind auch für die damalige Malerei Eduard Angelis charakteristisch. Er malt „heftig“. Einflussreich ist auch die Outsider Art der Art Brut Künstler aus Gugging. Zu dieser, damals hieß es zustandsgebundenen Kunst, findet Eduard Angeli Zugang über seinen Malerfreund Walter Navratil, der als Sohn des Psychiater-Ehepaars Erna und Leo Navratils in Gugging aufwächst. Als Angeli 1965 nach Istanbul zieht, unterstützt er dort nicht nur im Bakirköy-Krankenhaus die künstlerische Arbeit psychisch erkrankter Menschen, sondern löst sich, mit seinen im Stil des Informel gehaltenen Arbeiten zur osmanischen und türkischen Gechichte, von der Gegenständlichkeit der auf der Wiener Akademie gelehrten Malerei. Weiterlesen »
Kris Martin - Festum II
20. Juli 2012, 11:03:50 unter Ausstellungen, Englisch, Interviews, Kunsthistorisches Museum Wien, Museen, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichDas Wiener Kunsthistorische Museum zeigt in ihrer zweiten Ausstellung im wiedereröffneten Theseus Tempel eine Arbeit des belgischen Künstlers Kris Martin. CastYourArt hat Kris Martin anlässlich der Ausstellungseröffnung interviewt.

Seine Arbeit ist eine unkonventionelle Bodeninstallation. Tausende winzige Bronzescheiben, von deren glatten Oberflächen das Tageslicht reflektiert, hat der Künstler am Boden des Tempels verstreut. Sie erinnern an Papierkonfetti, wie es traditionell bei Hochzeiten, Umzügen und anderen gemeinschaftlichen Festlichkeiten geworfen wird – in kurzen, ekstatischen Augenblicken, nach denen es am Boden liegenbleibt, zertrampelt wird und am Ende des Festes weggewischt wird. Die Arbeit trägt dem lateinischen Wort für Festlichkeit folgend den Titel „Festum“. Ihre Präsentation in einem klassischen Tempel, einem Bauwerk, das für religiöse und geistige Tätigkeiten, für Gebet, Opfer und Weihegaben an die Götter steht, eröffnet eine zusätzliche Interpretationsebene.
Ugo Rondinone - wisdom? peace? blank? all of this?
17. Juli 2012, 15:53:29 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsthistorisches Museum Wien, Museen, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichDas Wiener Kunsthistorische Museum eröffnete seinen Ausstellungsreigen im Theseus Tempel mit dem Künstler Ugo Rondinone. Ein Künstlerinterview von CastYourArt.

Mit der Ausstellung “wisdom? peace? blank? all of this?” von Ugo Rondinone eröffnete das Wiener Kunsthistorische Museum den Ausstellungsreigen im frisch renovierten Theseustempel im Wiener Volksgarten. Präsentiert wird in den von Jasper Starb kuratierten Ausstellungen jeweils ein Kunstwerk eines zeitgenössischen Künstlers. Ugo Rondinone zeigt einen gegossenen Olivenbaum, dessen Original 2000 Jahre alt ist. Der weiß angemalte Abguss scheint vor dem Hintergrund der Wände des Tempels zu verschwinden. Ein ätherisch wirkendes Objekt, das sich vor dem Auge jeden Moment aufzulösen scheint, und das gleichzeitig als Motiv in Zeiten des schnellen Wandels an die Dauerhaftigkeit der Zeit erinnert. (Text: Wolfgang Haas)
Die Acht - Ungarns Highway in die Moderne
19. September 2012, 10:27:55 unter Allgemein, Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Ungarn, Video, Wien, ÖsterreichNeuigkeiten, auch wenn sie 100 Jahre alt sind: Im Bank Austria Kunstforum sind vom 12. September bis zum 2. Dezember 2012 die Pioniere der ungarischen Moderne in einer einmaligen Werkschau gemeinsam zu besichtigen.

Ihre Namen sind hierzulande weitgehend unbekannt und doch sind sie Teil der Entwicklungsgeschichte der europäischen Moderne: Róbert Berény, Dezsö Czigány, Béla Czóbel, Károly Kernstok, Ödön Márffy, Dezsö Orbán, Bertalan Pór, Lajos Tihanyi. Sie alle wurden in dem relativ kurzen Zeitraum zwischen 1873 und 1887 geboren, wobei Dezs? Orbán (*1884) sogar bis 1986 lebte. In der ungarischen Hauptstadt wurde die Moderne in der Malerei durch die acht ungarischen Künstler abseits von Wien entdeckt, wo die Malerei zu jener Zeit von Gustav Klimt dominiert war. In Paris, wo sich die Acht auch kennenlernten, haben sie die großen Erneuerer jener Zeit studiert und sich an ihnen orientiert - diese Einflüsse sind in der thematisch angeordneten Ausstellung des Kunstforums durchaus offensichtlich. Die Werke der Künstler, vor allem die von Robert Berény, sind jedoch keineswegs als epigonale Kopien der Pariser Vorbilder anzusehen. Weiterlesen »
Hans Kupelwieser - Reflections
28. September 2012, 09:26:38 unter Ausstellungen, Deutsch, Kunsträume, Landesgalerie für zeitgenössische Kunst St. Pölten, Podcast, Portraits, St. Pölten, Video, ÖsterreichIn der von Hans Hollein geplanten Shedhalle zeigt ZEITKUNST Niederösterreich in der Landesgalerie für Zeitgenössische Kunst St. Pölten von 29. September 2012 bis 27. Jänner 2013 die große Einzelausstellung REFLECTIONS über den vielseitigen Künstler Hans Kupelwieser. Wir haben Hans Kupelwieser im Atelier besucht. Ein Künstlerportrait von CastYourArt.

Geboren 1948, besuchte der in Wien und Niederösterreich lebende und arbeitende Künstler die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Anschließend folgte ein Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Herbert Tasquil, Bazon Brock und Peter Weibel. Seit 1995 ist Hans Kupelwieser Universitätsprofessor und Vorstand am Institut für Zeitgenössische Kunst an der Technischen Universität Graz, Fakultät für Architektur. In der Werkschau in St. Pölten zeigt Hans Kupelwieser anhand einer großen Auswahl von Frühwerken und neuen Objekten, Fotogrammen, Fotografien und Collagen, wie stark sich die unterschiedlichen Medien bei ihm verschränken und gegenseitig bedingen. Weiterlesen »
Özlem Sulak - Fictive Presence
19. September 2012, 15:19:58 unter Allgemein, Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Channel, Englisch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Türkei, Video, Wien, ÖsterreichDer Künstlerin Özlem Sulak, geboren 1979 in Kayseri in der Türkei, widmet das Bank Austria Kunstforum vom 19. September bis zum 18. November eine Ausstellung im Tresor. Özlem Sulak vergegenwärtigt mit ihren Arbeiten Aspekte kultureller Zuschreibungen und Formen der Erinnerung und setzt Dialoge in Gang über zeitliche und sprachliche Barrieren hinweg. Ein Ausstellungsportrait von CastYourArt.

Dass man ein Kind seiner Zeit sei, sagt aus, dass unsere Dasein beeinflusst ist von dem, was unsere Umwelt - die soziale Situation, die politische Kultur mit ihren Möglichkeiten und Einschränkungen, die Geschichte - für uns bereit hält. Özlem Sulak trägt dieser Tatsache mit ihrem Namen Rechnung - die Eltern nannten das nach dem Militärputsch geborene Kind Özgür Özlem, was soviel bedeutet wie Sehnsucht nach Freiheit - und mit ihrer Kunst. Ihre Arbeiten haben biografisch-politischen Charakter. Sie nehmen ihren Ausgang im Erleben von Zuschreibung, Unterscheidung, Abgrenzung und Ausgrenzung, jenem kulturellen Handlungsregister also, das das Private politisch macht und Politik ins Private übergreifen lässt. Im Tresor des Bank Austria Kunstforums ist die Künstlerin mit fünf Arbeiten (Videos und Installationen) vertreten, in denen sie sich sehr poetisch den Fragen des Daseins nähert. Im Titel der Ausstellung “Fictive Presence” nimmt sie Bezug auf einen Zustand des Doch-nicht-ganz-Daseins. Wer als Einwanderer in Deutschland im Zwischenraum zwischen Abschiebung und Aufenthaltsbewilligung steht, erhält als Dokument seines Fast-Daseins eine Fiktionsbescheinigung - Fictive Presence. (Text: Wolfgang Haas)
Sowjetmoderne 1955 bis 1991 - Unbekannte Geschichten
15. November 2012, 13:47:13 unter Architekturzentrum Wien, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichFaszinierende Meisterwerke der Sowjetarchitektur - trotz ökonomischer und ideologischer Beschränkungen der Jahre 1955 bis 1991: Hierzulande bisher Unbekanntes wird in der aktuellen Schau des Architekturzentrum Wien gezeigt.

Ein klarer Bruch mit der Geschichte ist das Hauptkennzeichen der Moderne. Aber in keinem Teil der Welt waren der Bruch mit der Tradition und der Übergang zur Moderne so abrupt und weitgehend wie in der Sowjetunion. Dort spielte sich die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts in einer abenteuerlicher Abfolge von ästhetischem und politischem Hin und Her, vom Konstruktivismus der Jahre 1919-1932 zum stalinistischen sozialistischen Realismus 1932 bis 1954 ab, bis zur späteren Hinwendung zur Moderne ab 1955 und bis hin zum Zerfall der UDSSR. Während Konstruktivismus und stalinistische Architektur hierzulande bekannt sind, gibt es in der westlichen Architekturgeschichte wenig Wissen über die sowjetische Moderne der Nachkriegszeit. Weiterlesen »



