Günther Brodàr – “[no] frames please”

Feb 27 • Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, Österreich • 3599 Views • Keine Kommentare

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Mit “[no] frames please” haben wir einen Schritt über das Kunstwerk hinaus gemacht. Dort, am künstlerischen Rand, leistet der Rahmen seinen Dienst. Er muss beschützen, vor den Gefahren des Alltags, vor unbedachten Zugriffen, vor Schäden, die nimmt, was ständig im Scheinwerferlicht steht. Kurz gesagt, was der Bodyguard dem Star ist der Rahmen dem Bild.

Dass der professionelle Rahmen seine Arbeit mit Understatement verrichtet und nur am Rande ins Bild gerät, ist eine Frage der Mode, vielleicht auch ein Abbild unserer Zeit. Der Begleitschutz trat schon üppiger auf, bis ins achtzehnte Jahrhundert mit Vorliebe golden und pompös, der Hofstaat des Königs Kunst und repräsentatives Sinnbild seiner Macht. Mit der modernen Zeit hat die funktionale Professionalität der Aufgabe der Repräsentation den Rang abgelaufen, der Rahmen wechselte die Kleider.

Niemals bin ich ein Künstler, rückt Günther Brodàr vom Atelier Brodàr das Selbstverständnis seiner Zunft zurecht. In seiner Werkstatt fertigt der Rahmenmacher handwerklich maßgeschneiderten Begleitschutz für die Glanzlichter der Museen und Galerien rund um die Welt. Wir haben ihn getroffen und gefragt wie er auf den Rahmen gekommen ist, was ihn mit Stolz erfüllt und ob es Grenzen gibt am Rande der Kunst, wo das Bild endet und der schlechte Geschmack beginnt. (wh)

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