Ausstellung Aron Demetz - La Natura Umana verlängert!
Unsere Ausstellung "La Natura Umana" mit Arbeiten des Bildhauers und Biennale Venedig (2009) Teilnehmers Aron Demetz geht in die Verlängerung. Zu sehen sind die Arbeiten in unseren Räumlichkeiten in der Gumpendorfer Straße 55, 1060 Wien noch bis 3. Februar 2012. Geöffnet ist die Ausstellung Mo-Fr von 13.00-19.00 Uhr (18. u 19. Januar haben wir geschlossen). Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Hier gehts zum Künstlerportrait von Aron Demetz
PHANTOMAK lebt! Skulpturen des Künstlers Tomak an der TU Wien
Die nächste Ausstellung PHANTOMAK mit Arbeiten des Künstlers Tomak steht bereits in den Startlöchern. Am 1. Februar 2012 um 19.00 Uhr wird im Rahmen einer feierlichen Eröffnung an der Technischen Universität Wien die Skulpturenreihe PHANTOMAK der Öffentlichkeit präsentiert. Darüber hinaus wird auch der neue Werkkatalog des Künstlers Tomak vorgestellt. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.
Francisca Benitez - Flüchtige Stadt
18. März 2009, 11:28:36 unter Englisch, New York, Podcast, Portraits, USA, VideoAls Architektin im Ruhestand bezeichnet sich die 36 jährige Künstlerin Francisca Benitez. Das erste mal als sie von Chile nach New York kam, vor 10 Jahren, war es ihr architektonischer Background, der ihre Vorstellungen vom Leben von dieser Stadt prägte. Was sie sich als kreative, intellektuelle und herausfordernde Berufserfahrung ausgemalt hatte, entpuppte sich als Lektion in städtischer Bürokratie – auslegen von Gebäudecodierungen und Zonenbeschränkungen, seinen Weg finden durch den Behördenkram, Konfrontation mit den Herausforderungen eines komplexen Systems aus Regeln, Regulierungen und Protokollen.

Letztlich dienten ihr die Hindernisse, eine einzigartige Perspektive und Konzeption einer überbordenden, städtischen Landschaft herauszubilden. Sie entdeckte, dass ihre Aufmerksamkeit mehr und mehr von jenen Aspekten und Bereichen in ihrer Umgebung angezogen wurde, die leicht zu übersehen sind, oder einfach für selbstverständlich gehalten werden, und damit dem Blick entgehen. Intellektuell geformt und inspiriert von ihren Vorbildern, dem Architekten Gordon Matta-Clark und dem Maler, Grafiker, Fotografen und Filmemacher Ed Ruscha, verlor sie nie den Blick für das Wichtige – dass das Rechtssystem der Grenzziehungen, -linien und Auseinandersetzungen ein Prozess ist, in dem ständig festgelegt wird, egal ob die Ergebnisse Richtlinien folgten oder nicht.
In einer Stadt von der Dichte New Yorks, ist öffentlicher Raum ständig ein Thema. Die endlose Prozession aus abreißen und neubauen, einziehen und ausziehen, rumpelnden Bahnen im Untergrund und in die Höhe schießenden Geschichten von Hochhäusern ist begleitet von einer ebenso endlosen Serie der Verhandlungen zwischen Menschen, Institutionen und Grundeignern. Es handelt sich um eine fließende, flexible Einheit, und doch werden Linien gezogen und Formen auf Landkarten fixiert. In einer Zeit in der Erforschungen ein hoffnungsloses Unternehmen zu sein scheinen, sucht die Künstlerin dennoch nach neuen, noch unbekannten Landstrichen.
Möglichkeiten für ihre Entdeckungsunternehmungen sieht Francisca Benitez überall. Ihre Arbeit hat weniger mit Konfrontation oder Intervention zu tun als mit beobachten, erfassen, notieren. Ein Ausflug mit dem Fahrrad im Stadtteil Williamsburg wird zur Entdeckungsreise historischer religiöser architektonischer Rituale, die auf subtile Weise Alleen, Hinterhöfe und Balkone verändern. Ein Ausflug aufs Dach ihres Studiogebäudes offenbart faszinierende Formationen von Taubenschwärmen am Himmel. Sie sind Ausdruck eines Machtkampfs früherer Mitglieder von Straßenbanden. Mit einem einfachen Experiment, in dem sie Flächen im öffentlichen Raum mit Papierbögen belegt und abrubbelt stöbert sie ein enormes Netz zuvor unbemerkt gebliebener Eigentumsmarkierungen auf.
Aber ihre Bemühungen drehen sich nicht nur um die Entdeckung verborgener Territorien und abgeschiedener Plätze. Es geht dabei auch um persönliche Treffen, Zufallsbegegnungen, gegenseitiges Einverständnis für Positionen und Neupositionierungen. Am Ende des Tages ist öffentlicher Raum nicht mehr nur eine Sache von freien Parkplätzen, “Betreten verboten” Schildern oder Eigentumsfragen. Er ist eine Sache der Menschlichkeit geworden, die ihm zugrunde liegt. (jn/wh)




