Douglas Henderson – Visible Sound

Jul 22 • Audio, Berlin, Deutschland, Englisch, Portraits • 1977 Views • Keine Kommentare

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Douglas Henderson nähert sich seiner Arbeit eher als abstrakter Maler, denn als Komponist. Ein Portrait des New Yorker Performers und Komponisten.

Teil 1. Visible Sound

Teil 2. Playback

Studiert hat der amerikanische Klangkünstler Douglas Henderson Komposition und Theorie an der Princeton Universität bei Milton Babbitt, dem Synthesizer Pionier und Pulitzer Preisträger, bei Elie Yarden und J.K. Randall, Mitherausgeber des Magazins Perspectives of New Music.

Henderson lebt heute in Brooklyn und seit einer Einladung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst im Jahr 2007 abwechselnd auch in Berlin. Seine künstlerischen Arbeiten wurden von renommierten Stiftungen wie der Rockefeller Foundation, der Foundation of Contemporary Art New York und durch zahlreiche Preise gefördert, die Liste seiner Ausstellungstätigkeiten und Performances ist ebenso beachtenswert wie international. Mit seiner kompositorischen Arbeit ist er an zahlreichen Festivals für Computer- und Neue Musik von Seoul bis New York präsent. Intensiv ist seine Zusammenarbeit mit Choreographen im Bereich des modernen Tanz. So hat unter anderem für Jeremy Nelson, David Zambrano und Meg Stuart komponiert sowie für zahlreiche Tanztheater in Europa und den USA.

Die Arbeiten des Komponisten und Performers sind im Bereich der mehrkanal-elektroakustischen Komposition angesiedelt. Es handelt sich dabei jedoch nicht um rein akustische Arbeiten. Es geht Douglas Henderson immer wieder auch darum, Sound sichtbar zu machen. Er könne, sagt er, mit dem Begriff Musik nicht so viel anfangen und mache sich weniger Sorgen darum wie es klingt als darum wie es ausschaue. Das bedeutet nicht, dass die akustische Intensität vernachlässigbar wäre, sondern gibt Auskunft darüber von welche Zugang aus er sich der kompositorischen Arbeit nähert. Seine Eisbrecher genannte Aufnahme für das Hudson Opera House, weckt im Zuhörer paranoide Gefühle, dass unter den eigenen Füßen eine Eisdecke rissig wird und in immer kleinere Teile zerspringt. Seine mit schwimmbadblauer Farbe ausgemalten und mit Wasser angefüllten Lautsprecher wiederum tendieren mehr in eine visuelle Richtung. Dass Henderson sich seiner Arbeit eher als abstrakter Maler annähert, denn als Komponist, diese auf eine Arbeit aus dem Jahr 2003 bezogene Aussage, hat für einen großen Teil seines Werks Gültigkeit.

In jüngster Zeit konzentriert sich der Künstler auch auf den Bau von Instrumenten. Es handelt sich bei diesen Arbeiten um Rauminstallationen. Saiten die im Raum verspannt sind und ganze Gebäudestrukturen als Klangkörper nutzen. Sie werden angesteuert von Maschinen oder fordern die Aktion der Besucher heraus, die durch ihre Bewegung den Raum in Schwingung versetzen. (wh)

Dieses Künstlerportrait wird unterstützt durch den Kunstverein CastYourArt.

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