art albertina – Die Kunst der Zeichnung

Sep 24 • Albertina, art albertina, Deutsch, Interviews, Messe, Museen, Podcast, UNIQA, Unternehmen, Video, Wien, Österreich • 2946 Views • Keine Kommentare

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Österreichs jüngste internationale Kunstmesse, die „art albertina – Drawings International Art Fair“, präsentiert Meisterzeichnungen aller Epochen.

Österreichs jüngstes Kunstmesseformat, die „art albertina“, widmet sich als internationale Spezialmesse einem Medium, dem bisher auf dem Kunstmarkt eine oftmals untergeordnete Rolle zukam – der Zeichnung. Von 23.9. bis 27.9.2009 präsentieren namhafte Kunsthändler und Galerien in der Basteihalle des Albertina Museums Meisterzeichnungen aus allen Epochen.

Klaus Albrecht Schröder, Museumsdirektor der Albertina, hofft mit der „art albertina“ eine zweite kapitale Messe für die Kunst der Zeichnung neben der renommierten Frühjahrsmesse des Salon du Dessin in Paris etablieren zu können und strebt gleichzeitig eine Neu-Positionierung an. Inhaltlich dominieren Werke der Klassischen Moderne und der nationalen Zeitgenössischen Kunst, gefolgt von Vertretern des 19. Jahrhunderts.

Mit der Spezialisierung der „art albertina“ auf die Zeichnung will man zur höheren Wertschätzung einer im Allgemeinen unterbewerteten Kunstgattung beitragen. Zu dieser Unterbewertung hat, so Schröder, unter anderem Friedrich Hegels Gattungssystematik der Künste zu Beginn des 19. Jahrhunderts seinen Teil beigetragen. Hegels definitorische Vermischung von Zeichnung und Skizze leistete der Vorstellung von Zeichnung als einem lediglich vorbereitenden Medium Vorschub. Dass sich der Begriff der Zeichnung vor allem in jüngster Zeit extrem gewandelt hat, werde nur ungenügend wahrgenommen. So arbeiten viele bedeutende zeitgenössische Künstler ausschließlich oder fokusiert in diesem Medium. Gerade vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll die vielfältigen Ausdrucksformen der Zeichnung in einem Rahmen, wie ihn die „art albertina“ schafft, zu präsentieren und damit verstärkt auf eine Kunstform, die berechtigt Anspruch auf Eigenständigkeit erhebt, aufmerksam zu machen. Die Verbindung von Messe und ihrem Veranstaltungsort, dem Albertina Museum, das die bedeutendste grafische Sammlung der Welt beherbergt – derzeit umfasst sie rund 50.000 Zeichnungen und Aquarelle sowie etwa 900.000 druckgrafische Arbeiten von der Spätgotik bis zur Gegenwart – wird sich dabei, so Schröder, sicherlich als fruchtbar erweisen.

Die “art albertina” hat als geladene Kunstmesse nur Aussteller zugelassen, die sich intensiv mit dem Medium Zeichnung befassen.

Dieser Beitrag konnte mit freundlicher Unterstützung des UNIQA ArtCercles verwirklicht werden. (sh)

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