Der rastlose Blick – Eine Ausstellung der UniCredit Group Kunstsammlung im Bank Austria Kunstforum

Okt 27 • Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Channel, Englisch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Sammlungen, UniCredit Group Kunstsammlung, Video, Wien, Österreich • 2291 Views • Keine Kommentare

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“Jedes Kunstwerk hat aus dem Moment, aus dem es entsteht, heraus Aktualität” sagt Walter Guadagnini, der Kurator der Ausstellung “PastPresentFuture” im Bank Austria Kunstforum. Ein Blick auf die Kunstsammlung der UniCredit Group.

Es kann schon herausfordern, wenn für eine Ausstellung 60.000 Kunstwerke zur Verfügung stehen und eine Auswahl getroffen werden muss. Walter Guadagnini, der im Bank Austria Kunstforum Arbeiten aus der Sammlung der UniCredit Group präsentiert, hat sich deshalb für seine Wahl der Arbeiten an grundlegenden Fragen orientiert: Worin besteht der Wert der Kunst? Welche gesellschaftliche Rolle spielt sie? Welchen Bezug hat Kunst zu unserem Leben? Und, nachdem die Künstlergemeinschaft immer globaler und die Einflüsse vielfältiger werden, wie kann man die enorme Verschiedenartigkeit von Kunst eigentlich erfassen?

Die Ausstellung mit dem Titel “PastPresentFuture” führt in die Bestände der UniCredit Group Kunstsammlung ein, die auf Basis von Bankenfusionen zu einer der wertvollsten Kunstdepots angewachsen ist und die bislang getrennten Sammlungen der UniCredit Italien, der HypoVereinsbank Deutschland und der österreichischen Bank Austria in sich vereint.

Das massive Sammlungspotential verführt, Ausstellungen zur kostspieligen Selbstdarstellung zu nutzen oder mit großen Namen zu punkten. Guadagnini geht mit seiner Ausstellung einen anderen Weg. Er versucht einen dynamischen und vielschichtigen Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu richten, und er nutzt dabei den Vorteil der umfangreichen Auswahl, indem er Arbeiten vorstellt, die miteinander kommunizieren, die unerwartete Parallelen hervorheben und uns die Wege vor Augen führen, auf denen Kunst sich aufs alltägliche Leben bezieht.

Statt es chronologisch anzugehen ist die Ausstellung in Abschnitte unterteilt. In diesen sind Arbeiten unterschiedlichster Epochen thematisch verbunden. Es ist verblüffend, wie sehr es angesichts der vielen Perioden, Genres, Medien, Länder und Künstler die Sujets sind, die eine gemeinsame, die Arbeiten verbindende Ebene schaffen. Gesichter, Landschaften, Objekte. Egal ob in einer Barockmalerei des siebzehnten Jahrhunderts oder eine Installation aus gefundenen Gegenständen des zwanzigsten Jahrhunderts dargestellt, sie kommunizieren miteinander und mit uns.

Es mache nichts aus, ob wir aus der Gegenwart auf die Vergangenheit blicken oder von der Gegenwart Richtung Zukunft, denn “Jedes Kunstwerk hat aus dem Moment, aus dem es entsteht, heraus Aktualität ” sagt der Kurator. Indem er aufzeigt, dass in historischen und aktuellen Arbeiten gemeinsame Themen bestehen, wird deutlich wie universell und bleibend Anliegen einer Gesellschaft sein können und dass es Kunst ist, die dieses Dasein reflektiert. (jn/wh)

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