Viennafair – 2010 mit Filmschwerpunkt

Apr 26 • Audio, Englisch, Interviews, Messe, Podcast, Video, ViennaFair, Wien, Österreich • 1246 Views • Keine Kommentare

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Zum sechsten Mal findet vom 6. Mai bis zum 9 Mai 2010 die Kunstmesse Viennafair mit Schwerpunkt Zentral- und Osteuropäischer Kunst statt. Wir haben vorab mit Edek Bartz, dem Künstlerischen Leiter der Messe gesprochen.

Schwerpunkt CEE Länder, Teil 1

Schwerpunkt Kunst und Film, Teil 2

Wie überall trennt die Finanzkrise auch auf dem Kunstmarkt die Spreu vom Weizen. Mittlerweile ist der Sturm vorbei. Der Kunstmarkt hat sich erholt. Aus London, New York und Paris werden wieder Verkaufsrekorde gemeldet.
In Wien geht die Viennafair in die sechste Runde. Optimismus ist im Moment en vogue. „Kooperation ist der Schlüssel zum Erfolg“ heißt es in der Pressemitteilung der wichtigsten Kunstmesse Österreichs. Not macht erfinderisch. So erlebt man, dass sich die Galerien und Kunstinstitutionen zusammenschließen, um sich in einer „AG“ – Ausstellergemeinschaft – zu präsentieren. Solche Symbiosen haben zweifelsohne finanziellen Ursprung. Das Ergebnis, ein künstlerischer Dialog, ist am Ende für den Besucher das was zählt. Man darf gespannt bleiben, der Finanzkrise sei Dank!

Eine Messe lebt vom Verkauf, eine Kunstmesse vom Verkauf der Kunst. Mit 33 Galerien aus Osteuropa schärft die Viennafair ihr Profil. Am Anfang von manchen belächelt und im Ruf der Unsexyness stehend, gilt Kunst aus den östlichen Ländern Europas heute als spannend und anziehend, ebenso ihre Repräsentanten: junge Galerien und Off Spaces, denen die Messe in Kooperation mit ihrem Hauptsponsor Erste Group durch spezielle Konditionen einen Auftritt in der westlichen Kunstwelt ermöglicht.
Die Viennafair hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen „Umschlagplatz“ für die Kunst aus Zentral- und Osteuropa entwickelt. Eine Programmierung, von der nicht nur der osteuropäische Kunstmarkt profitiert. Auf der einen Seite habe sich natürlich der Auftritt der östlichen Anbieter in den letzten Jahren professionalisiert, sagt Edek Bart, der künstlerische Direktor der Messe, umgekehrt habe aber auch die Direktheit und der geringe Kommerzialisierungsgrad der östlichen Kunst positiven Einfluss auf die zentraleuropäische und westeuropäische Kunstwelt.

Im heurigen Jahr 2010 bildet neben den Arbeiten junger Künstler und einem der künstlerischen Performance gewidmeten Messeabend, Film- und Videokunst einen besonderen Schwerpunkt. Sammler der Videokunst gelten nach wie vor als Exoten der Szene und es stelle sich die Frage, weshalb dieser Kunst und ihren Entwicklungen geringere Aufmerksamkeit zuteil wird? Liegt es an der Präsentation oder an der physischen Nichtexistenz der Laufbilder? Letztlich verschindet das Bild ja, sobald das Licht des Projektors ausgeht. Die von Edek Bartz kuratierte Sonderschau „Borrowed Time“ rückt Positionen der Film- und Videokunst ins Zentrum. Ziel ist es, dieser Kunst mehr Aufmerksamkeit zu geben und sie nicht einfach nur nebenbei, sondern unter möglichst optimalen Bedingungen zu präsentieren. Ausstellungsbesucher würden Videos oft nur im Vorbeigehen wahrnehmen und die Viennafair versuche heuer erstmals diese Kunst auf eine Art und Weise zu präsentieren, dass man ihr die Zeit borgt, die sie braucht. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Dorit Magreiter, Florian Pumhösl, Ana Jarmolaewa und Günter Brus. Eine weitere Präsentationsschiene zeigt Videoarbeiten aus der Sammlung „Kontakt. The Art Collection of Erste Group“. Statt kleiner Screens und harter Hocker laden große Bildschirme und bequeme Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein.

Das Organisationstalent Bartz hat es verstanden, die Viennafair als einen Kunstevent zu positionieren, der auch über die Messe hinaus pulsiert. Internationale Sammler und Kunstinteressierte bevölkern während der Messezeit die Stadt. Die Luft ist mit Kunst elektrisiert, Performances und Diskussionen hier, Sonderführungen, Atelierbesuche, zahlreiche Eröffnungen, Ausstellungen und Late Nights dort. Mainächte sind warm und Spaß macht es sowieso. (oh/wh)

CastYourArt ist mit einem eigenen Stand vor Ort und freut sich auf Ihren Besuch.

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