EVA & ADELE – über SALZBURG

Jul 25 • Ausstellungen, Museen, Museum der Moderne Salzburg, Podcast, Salzburg, Video, Österreich • 2101 Views • Keine Kommentare

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Rollenbilder – Rollenspiele
Die Maskerade und ihre Inszenierung fordern die Akteure heraus. Doch die Aufführung ist längst nicht mehr auf Bühne und Scheinwerferlicht beschränkt. Sie hat sich aus der Enge der Theater, Schauspielhäuser, Kinos, Fernsehsendungen und Magazine befreit und ist hinausgetreten ins wirkliche Leben. In dieser Befreiung ist das Schauspiel zum Rollenspiel mutiert. Dessen Akteure sind wir.

Je durchlässiger die Grenzen zwischen der Welt der Aufführungsorte und jener des Alltags sind, desto schwieriger ist es, das Rollenspiel zu bändigen. Die Möglichkeiten der Demaskierung des Selbst haben in den letzten Jahrzehnten stark gelitten. Authentizität ist hyperreal geworden und die Unverfälschtheit selbst ein Spiel, das hoch im Kurs steht. Wir tauschen Rollen, ununterbrochen, und suchen starke Rollenvorbilder. Solche die Bestand haben. Solche mit Potential für eine Nachspielzeit.

Die Ausstellung „Rollenbilder – Rollenspiele“ im MdM Salzburg zeigt anhand von Fotografien, Grafiken, Videoarbeiten und Installationen Kunst unter den Vorzeichen des Rollenbildentwurfs und der Rollenspielerprobung. Angefangen bei den Tableaux vivants des 19. Jahrhunderts über die im Kontext der Genderdiskussion aufkommenden Identitätsentwürfe zeitgenössischer Kunst bis hin zu den Selbstaufführungen als Künstler und lebendes Kunstwerk wird die Geschichte der Inszenierung in der Kunst sichtbar gemacht. Zu sehen sind in der von Toni Stooss, Esther Ruelfs und Veit Ziegelmaier kuratierten Ausstellung unter anderem Arbeiten von Marina Abramovic, Candice Breitz, Marcel Duchamp, Cindy Sherman, David LaChapelle sowie Andy Warhol. (Text: Wolfgang Haas)

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