Rudolf Goessl – Verwandlungen

Mrz 12 • Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Landesgalerie für zeitgenössische Kunst St. Pölten, Podcast, Portraits, St. Pölten, Video, Österreich • 2249 Views • Keine Kommentare

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Noch bis 12. Mai 2013 zeigt ZEITKUNST Niederösterreich in der Landesgalerie für Zeitgenössische Kunst St. Pölten in einer mehrere Schaffensjahrzehnte überblickenden Schau Arbeiten des Künstlers Rudolf Goessl. CastYourArt hat Rudolf Goessl in seinem Atelier besucht und ein Künstlerporträt gestaltet.

Als einer der ersten in Österreich hat sich der 1929 geborene Künstler Rudolf Goessl der monochromen Malerei gewidmet. Ein kurzer Aufenthalt in New York Ende der sechziger Jahre, bei dem er auf Arbeiten von Mark Rothko, Barnett Newman und anderen aufmerksam wurde, inspirierte ihn zu neuen Wegen in die abstrakte Farbfeldmalerei. Seine Farbtableaus veränderten sich. Das Spiel mit Farbebenen und damit entstehender Raumtiefe beschäftigte ihn. Der Farbauftrag wurde vielschichtiger. Seine atmosphärischen, zeitweise ins Dunkle gehenden Arbeiten entwickeln metaphysischen Tiefgang. Auf den Betrachter wirken Farbraumtiefe und im Lichteinfall wechselnder Farbklang meditativ. Tatsächlich sind es auch Fragen des Seins, denen sich der Künstler in abstrakt malerischer Weise annähert. Die Farbwirkung wird durch den Maler zusehends prozesshaft gestaltet. Die Wahrnehmung kommt beim Betrachten seiner Arbeiten nicht zur Ruhe, diese Wirkung wird durch Trompe-l’œil hafte Bild im Bild Farbrahmung aber auch durch die Einmischung von Sand und Holzmehl in die Farbe und damit entstehenden Schattenwurf im Bild noch verstärkt. In der jüngsten Phase seines Schaffens spielt sich der Maler mit und aufbauend auf diesen vorausgehenden Entwicklungen und damit erworbenem malerisch technischem Raffinement. Es tritt damit – der Erfahrung und Gelassenheit des Alters geschuldet – in seinen jüngsten Arbeiten eine Freiheit zu Tage, die neuen Raum schafft in seinem eigenen Werk.
(Text: Wolfgang Haas)

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