A PASSION FOR DRAWING. Die Sammlung Guerlain aus dem Centre Pompidou Paris

Nov 28 • Albertina, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Museen, Podcast, Sammlung Guerlain, Sammlungen, Video, Wien, Österreich • 239 Views • Keine Kommentare

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading ... Loading ...

Florence Guerlain und ihr Gatte Daniel, Erbe der gleichnamigen Parfümdynastie, sammeln seit Mitte der achtziger Jahre gemeinsam zeitgenössische Kunst.

In den 2000er Jahren hat sich der Schwerpunkt ihrer Sammlerleidenschaft auf Zeichnungen verlagert und heute gilt die Kollektion Guerlain als eine der wichtigsten für zeitgenössische Zeichnung. 2007 hat das Ehepaar den mit 25.000 Euro dotierten Prix de Dessin ins Leben gerufen, der jedes Jahr von einer Jury verliehen wird. Einen Großteil ihrer Sammlung, 1200 Zeichnungen, haben die Guerlains im Jahre 2012 dem Centre Pompidou in Paris geschenkt.

Die Albertina ermöglicht nun als erstes Museum im deutschsprachigen Raum Einblick in die Sammlung Guerlain. Aus dem Sammlungsbestand hat die Kuratorin der Albertina, Elsy Lahner, für die Schau “A Passion for Drawing” an die 160 Arbeiten von 20 Künstlern ausgewählt. Unter den präsentierten künstlerischen Positionen – fast alle aus dem 21. Jahrhundert – befinden sich auch Künstler, deren Werk schon in der Albertina vertreten ist, wie Kiki Smith oder Eric van Lieshout.

In welcher Vielfalt sich die Kunstgattung Zeichnung im 21. Jahrhundert weiterentwickelt hat zeigen die Arbeiten, die aus mannigfaltigen Quellen schöpfen: Kunstgeschichte, Mythologie, Gesellschaftskritik oder Identität – aber ebenso vielfältig sind die künstlerischen Ansätze.

Der britische Bildhauer David Nash zeichnet seine eigenen Skulpturen und überträgt sie von der dritten in die zweite Dimension. Zeichnung ist als klassische Kohlezeichnung ebenso wie als Animationsfilm präsent, der prominente amerikanische Fotorealist Robert Longo zeichnet  Fotografie neu, die chilenische Künstlerin Sandra Vasquez de la Horra taucht ihre Zeichnungen in Bienenwachs und der Bulgare Nedko Solakov hat eigens für die Ausstellung seine „Albertinadoodles“ erschaffen: Kleine Zeichnungen mit schwarzen Marker – es sind Textsequenzen oder kleine Figuren, angebracht an ungewöhnlichen Stellen, etwa den Beschreibungstexten der Werke oder Wandecken. Sie stellen seinen ironischen Kommentar zur Institution Museum bzw. der Kunst an sich dar. (Text: Cem Angeli)

Die Ausstellung läuft noch bis 26. Januar 2020.
Mit Werken von: Mark Dion, Marcel Dzama, Marcel van Eeden, Catharina van Eetvelde, Jana Gunstheimer, Erik van Lieshout, Robert Longo, David Nash, Cornelia Parker, Joyce Pensato, Pavel Pepperstein, Javier Pérez, Chloe Piene, Anne-Marie Schneider, Kiki Smith, Nedko Solakov, Renie Spoelstra, Aya Takano, Sandra Vásquez de la Horra, Jorinde Voigt

FacebookTwitterGoogle+tumblrEmail

Related Posts

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

«