• Kunsthalle Krems – Architektur und Geschichte

    Feb 20 • Deutsch, Interviews, Krems, Kunsthalle Krems, Kunsträume, Podcast, Video, Österreich • 11 Views

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    Die Kunsthalle Krems ist Teil eines Kulturkomplexes, der Kunstmeile Krems, die jene Kulturgüter zusammenführt, die in dem Gebiet vorhanden sind, wie die Minoritenkirche, das Forum Frohner, das Krenek-Museum oder die neu entstehende Landesgalerie Niederösterreich.

    Gegenüber der Kunsthalle liegt das Karikaturmuseum, das einzige dieser Kunstgattung gewidmete Museum in Österreich, mit regelmäßigen Wechselausstellungen, aber auch der größten Sammlung des Werks von Manfred Deix.

    Die Kunsthalle Krems selbst ist in der 1852 erbauten ehemaligen Tabakfabrik Krems untergebracht. Sie wurde für den Ausstellungsbetrieb von Adolf Krischanitz umgestaltet, der 1992 den Architekturwettbewerb für sich entschied. Die Herausforderung bestand darin, das alte Industriegebäude auf die strengen Standards zu bringen, die ein internationaler Ausstellungsraum der ersten Kategorie erfüllen muss.

    Das architektonische Konzept bietet ein Wechselspiel zwischen der zeitgenössischen Einrichtung, den Zubauten, und dem alten Gebäude, hier erhält das gesamte Ensemble eine neue innere Ordnung. Der Innenraum erlangt eine eigene starke Persönlichkeit mit seinen neuen Elementen, wobei die Säulenhalle das Herz der Umgestaltung bildet.

    Von einem geschlossenen industriellen Raum zum offenen öffentlichen Raum – die Einfachheit und Klarheit des Konzepts überträgt sich auf die Konstruktion, es ergibt sich eine Ausstellungsfläche von ca. 1500 m².

    Die Eröffnung der neuen Kunsthalle Krems am 31. März 1995 erfolgte mit der Ausstellung “Wasser und Wein”. Diesmal wird nach der derzeit andauernden Sanierungsphase am 1. Juli 2017 wieder eröffnet, mit der groß angelegten Ausstellung über abstrakte Malerei „Abstract Painting Now“ und mit Tobias Pils in der zentralen Halle.

    Die künstlerische Leitung der Kunsthalle Krems hat seit Juli 2016 Florian Steininger übernommen, ehemaliger Kurator des Bank Austria Kunstforums in Wien. (Text: Cem Angeli)

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  • White Cube – Black Box

    Jan 27 • Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Bank Austria Kunstsammlung, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Sammlungen, Video, Wien, Österreich • 441 Views

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    Zwei Raumkonzepte – jenes des weißen Würfels und jenes der schwarzen Box – galten lange Zeit als grundlegend für die fachgerechte – d.h. möglichst ablenkungsfreie – Präsentation von Kunst. Mit der Ausstellung “White Cube – Black Box” setzt sich das Bank Austria Kunstforum mit diesen Rahmenbedingungen der Kunstpräsentation auseinander. Dafür greift sie auf Werke aus der Sammlung der Bank Austria zurück, die sich mit der “adäquaten” Wahrnehmung und Schau von Kunst auseinandersetzen. Kuratiert hat die Ausstellung Lisa Ortner-Kreil, die teilnehmenden Künstler sind Carola Dertnig, Stephanie Klaura, Dorit Margreiter, Florian Pumhösl, Markus Schinwald und Nadim Vardag.
    Bank Austria Kunstforum | www.kunstforumwien.at
    Ein Ausstellungsportrait von CastYourArt | www.castyourart.com

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  • Mireille Binoux – Bei C.A. Contemporary in Wien

    Jan 24 • Ankündigung, Ausstellungen, CA Contemporary, Deutschland, Englisch, Französisch, Galerien, Interviews, Podcast, Video, Wien, Österreich • 523 Views

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    C.A. Contemporary in Wien eröffnet die nächste Ausstellung mit einer Retrospektive der wunderbaren Arbeiten der französischen Malerin Mireille Binoux. Wir haben zur Inspiration mit dem Sammler Simon Holpert sowie dem Besitzer der Gallerie, Cem Angeli, einen kurzen Film produziert.

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  • Georgia O’Keeffe – A Retrospective at Bank Austria Kunstforum in Vienna

    Jan 10 • Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, Österreich • 270 Views

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    I hate flowers - I paint them because they’re cheaper than models and they don’t move.

    Eine einmalige Retrospektive von Georgia O’Keeffe, Gründerfigur der amerikanischen Moderne, ist bis 26. März im Wiener Kunstforum zu sehen.

    30 Jahre nach ihrem Tod und 100 Jahre nach ihrer Debütausstellung zeigt das Kunstforum Bilder der berühmten Malerin aus sieben Jahrzehnten. Ihre Werke finden sich v.a. in US-Sammlungen verteilt, diese größte Werkschau außerhalb der USA wurde von der Tate Modern in Kooperation mit dem Bank Austria Kunstforum und der Art Gallery of Ontario, Toronto organisiert. In der Tate Modern wurden 340.000 Besucher gezählt.

    85 Werke O’Keeffes – und weitere 60 Fotografien, von Alfred Stieglitz, Paul Strand, Ansel Adams oder Edward Weston – von insgesamt 50 Leihgebern sind zu sehen und erlauben einen umfassenden Einblick in O’Keeffes Gesamtwerk.

    Den Anfang der Schau machen ihre frühen Kohlearbeiten wie Special nº9 und Early nº2, die ihre Sensibilität für die abstrakte Form und Ausdruck belegen. Georgia O’Keeffe studierte am Art Institute of Chicago und an der Art Students League in New York. In den Anfängen ihrer künstlerischen Entwicklung ist auch der Einfluss Kandinskys sichtbar.

     

    Das emblematische Werk Grey Lines with Black, Blue and Yellow (1932) ist auch vertreten, ein anderes Beispiel der Thematik, die von der Kritik als feminine Ikonographie bzw. als psychoanalytische Symbolik aufgefasst wurde, Interpretationen, die O’Keeffe Zeit ihres Lebens ablehnte. Ihre Malerei überschreitet jeden Symbolismus und erweist sich als sehr persönliche Ausdrucksweise, so dass sie keiner Kunstströmung zugeordnet werden kann. Einigkeit herrscht darüber, dass sie in vielerlei Hinsicht genuin amerikanische Stilrichtungen wie Pop Art, Farbfeldmalerei und Minimalismus vorweggenommen hat.

    Auch Ölbilder der New Yorker Wolkenkratzer und Nachtansichten sind zu sehen, wie New York Street with Moon (1925), ebenso ein Raum, der ihrer Beziehung mit Stieglitz gewidmet ist, mit Aktporträts und Studien der Hände O’Keeffes, aufgenommen von ihrem Ehemann, Entdecker und Förderer Alfred Stieglitz.

    Die fotografisch wirkenden Blickwinkel und Ausschnitte ihrer Blumenbilder der 1920er- und 1930er-Jahre vereinen Abstraktion und fotografischen Blick, ihre Fotografenfreunde, wie Paul Strand oder Edward Weston, hatte sich ebenfalls mit Pflanzen beschäftigt, Einflüsse, die Eingang in ihr Werk gefunden haben.

    Diese Einwirkung der zeitgenössischen Fotografie manifestiert sich unter anderem in Calla Lily in Tall Glass -nº2 und dem Close-up der Oriental Poppies, von 1927.

    Unter den ausgestellten Gemälden im Kunstforum befindet sich auch Jimson Weed/White Flower No. 1 (1932), das teuerste jemals von einer Künstlerin versteigerte Bild (44,5 Mio. Dollar).

     

    Ab den 1930er Jahren lebte O’Keeffe, die in Wisconsin geboren wurde, in New Mexico, dessen Wüstenlandschaften und hispanischen und indigenen Einflüsse einen Gutteil ihres Spätwerks prägten, figurativ ebenso wie abstrakt. Nicht mehr Blumen, sondern Knochen, Schädel und Felsen wurden ihre Motive. Aus dieser Zeit stammen die weiten amerikanischen Landschaften und ihre Bilder von Schädeln und Knochen, die zusammen mit den Blumen die markantesten Kennzeichen dieser Malerin werden sollten.

    Auch diese wurden symbolischen Interpretationen unterworfen, in diesem Fall als Metaphern für Verzweiflung und Tod, aber auch in diesem Fall genügt es wohl, die ästhetische Attraktivität der sie Umgebenden Wüste als Motiv heranzuziehen, ebenso wie die ihres Lehmziegelhauses oder der in der Landschaft gefundenen Tierknochen.

    Black Mesa Landscape, New Mexico y Red and Yellow Cliffs (1940), zeichnen ihr zunehmendes Eintauchen in die einmalige Geographie dieses südwestlichen Territoriums der USA nach, und Taos Pueblo 1929/34 zeigt ihre Auseinandersetzung mit der indigenen Kultur.

    Ein Kernstück der Schau sind die erdfarbenen Ölbilder, die O’Keeffe von dem Ort, den sie Black Place nannte, gemalt hat, in der Nähe von Sante Fe, wo sie 1986 im Alter von 98 Jahren starb. Sie malte weiter, bis ihr Sehvermögen in den frühen 1970er-Jahren nachließ. (Text: Cem Angeli)

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  • Vincent van Gogh – Der Sämann

    Dez 9 • Albertina, Ausstellungen, Channel, Interviews, Kunstwerke, Museen, Podcast, Video, Wien, Österreich • 438 Views

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    Vincent van Goghs Arbeiten, als er noch in den Niederlanden lebte, waren von einer eher dunklen, gedeckten Farbigkeit. Als er jedoch nach Frankreich ging und in den Einfluss der Pointillisten geriet, fand er zu jener kräftigen Farbigkeit, die wir heute an seinen Bildern so schätzen. Letztlich ist es dieser Aspekt, den Van Gogh dem Pointillismus verdankt – mehr als der Farbauftrag in Punkten. Denn in dieser Hinsicht – dem langwierigen versehen der Leinwand mit kleinen Farbpunkten – war sein Wesen wohl zu ungestüm. Im Filmbeitrag stellt uns Klaus Albrecht Schröder, Direktor des Albertina Museums in Wien, den Sämann von Van Gogh als eines seiner pointillistisch beeinflussten Werke vor.

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  • Wege des Pointillismus – Komposition und Farbe

    Nov 29 • Albertina, Ausstellungen, Channel, Deutsch, Interviews, Museen, Podcast, Video, Wien, Österreich • 487 Views

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    Anlässlich der Ausstellung “Wege des Pointillismus” hat es für uns Heinz Widauer, Kurator im Museum Albertina, auf den Punkt gebracht: Wie entstand  ein pointillistisches Bild?

    Gegen Ende des 18. Jahrhunderts dominierten – nach der französischen Revolution – die neuen republikanischen Ideale in der akademischen Malerei, mit historisch narrativen Sujets, konservativen Farbpaletten und genau austarierten Kompositionen.

    Der Impressionismus ließ dann die großen Allegorien beiseite und versuchte, im Freien die Atmosphäre der Natur und der Städte einzufangen, schnelle Pinselstriche und leuchtende Farbfelder bevorzugend, die mehr einen optischen Effekt als eine minutiöse Achtsamkeit aufs Detail privilegierten. In dieser ersten Generation von Künstlern waren Monet, Renoir und Manet die wichtigsten Namen.

    Der Impressionismus stieß bald an seine erkenntnistheoretischen Grenzen, und als verschiedene Autoren begannen, die Natur der Farbe auf grundlegenderer Ebene zu erforschen, wurden manche Künstler zu einem analytischeren Zugang inspiriert. Die Forschungen von Chevreul, Ogden Rood und von Hermann von Helmholtz über Optik und Farbwahrnehmung hatten einen starken Einfluss auf die Kunstwelt. Der Chemiker Michel Eugène Chevreul beschrieb um 1840 den Effekt des simultanen Kontrasts, wobei ein heller Farbpunkt der neben einem dunklen platziert ist, heller erscheint als er in der Realität ist, und umgekehrt.

    Seurat zeigte schon früh ein spezielles Interesse an Landschaften und ihr Farbenspiel, wobei Delacroix einer seiner größten Einflüsse war, von dem er das Faible für lebhafte und erdige Farben hatte. Jedoch war die Herausforderung für Seurat komplex: Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Optik mit dem Gefühl zu vereinen, das ein Bild vermitteln soll. Ohne die Grundfarben auf der Leinwand zu mischen, erzielte Seurat mittels Kompositionen von sorgfältig platzierten Punkten spektakuläre Harmonie und Ruhe in seinen Bildern. Seurat war ein großer Bewunderer von Piero della Francesca, Ingres und Poussin.

    Wie sich in der Albertina zeigt, war der Pointillismus eine Pionierzeit, die das Fundament der Moderne legte – Pissarro, Van Gogh, Picasso und Delaunay sind Künstler, die, zumindest in bestimmten Phasen ihrer Karriere, von dieser Kunstrichtung geprägt waren. (Text: Cem Angeli)

    Albertina Museum | albertina.at

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  • KOMET – Dichter, Maler, Performer

    Nov 23 • Ankündigung, Ausstellungen, CA Contemporary, Deutsch, Galerien, Interviews, Podcast, Video, Wien, Österreich • 546 Views

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    KOMET, einer der bekanntesten türkischen Künstler seiner Generation hat ein vielschichtiges Werk hervorgebracht. Er widmet sich den Möglichkeiten der Sprache, er taucht ein in die Geschichte als Fundus kollektiver Bildwelten, er geht aus sich heraus, und seine Aufführungen provozieren und reflektieren Macht.
    Der Künstler lebt in Istanbul und Paris und seine Arbeiten waren lange Jahre in Wien nicht mehr zu sehen. Nun stellt er wieder aus, bei C.A. Contemporary (30. November 2016 bis 30. Jänner 2017). Für uns ein Grund, ihn und den Galeristen Cem Angeli zu besuchen und vorab ein kleines Portrait zu produzieren.

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  • Film-Stills – Fotografien zwischen Werbung, Kunst und Kino

    Nov 21 • Albertina, Ausstellungen, Channel, Deutsch, Interviews, Museen, Podcast, Video, Wien, Österreich • 521 Views

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    Von Marylin Monroe’s Rock bis James Stewart in „Das Fenster zum Hof“: Ikonische Filmfotografien aus sieben Jahrzehnten Filmgeschichte zeigen den künstlerischen Eigenwert eines als Werbung gedachten Genres im Museum Albertina in Wien.

    Der bisher unterschätzten Disziplin der Set-Fotografie ist die von Walter Moser in Kooperation mit dem Filmmuseum kuratierte Ausstellung „Film Stills. Fotografien zwischen Werbung, Kunst & Kino“ im Museum Albertina gewidmet. Der künstlerische Wert der Standfotos als eigenständiges Genre wird in der Schau und dem ausführlich recherchierten Katalog gewürdigt.
    Die über 130 Fotografien aus sieben Jahrzehnten Kinogeschichte, gezeigt in zehn Kapiteln, von 1902 bis zu den 1970er Jahren, stammen hauptsächlich aus der Fotosammlung der Albertina und des Filmmuseums.
    Die oft nicht als eigenständige Werke wahrgenommenen Fotos erweckten beim Publikum den – beabsichtigten – Eindruck, nicht eigens inszeniert, sondern einer Filmszene entnommen worden zu sein. Was für die Werbung, als Starporträts und für die Presseberichterstattung diente, schien filmische Schlüsselszenen festzuhalten, war aber großteils Re-Inszenierung. Stills waren Zwischenbilder, die das bewegte Medium Film statisch fixierten – jedoch meist sind die Szenen im Film selbst gar nicht mehr zu finden.

    Obwohl Film und Fotografie Medien sind, in denen das Bild im Mittelpunkt steht, sind sie doch verschiedene Kunstformen. Während es die Funktion der Fotografie zu sein scheint, die Zeit anzuhalten, lebt das Medium Kino von ihrem Fortschreiten.
    Die eigens am Set eines Films mit Plattenkameras hergestellten Standfotos, mit ihrem Status zwischen künstlerischem Anspruch und Kommerz, sollten zu Werbezwecken Szenen aus einem Film reinszenieren, oder Schauspieler am Drehort nach eigenen Ideen ablichten. (Text: Cem Angeli)

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  • KOMET – Answers to Questions Never Asked

    Nov 7 • Ankündigung, Ausstellungen, Englisch, Istanbul, Kunstwerke, Podcast, Türkei, Video, Wien, Österreich • 703 Views

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    Ein KOMET erscheint!

    Gürkan Co?kun aka KOMET’s Werke scheinen geschwollen von Bedeutung und doch undurchdringlich und scheinbar viel zu persönlich, um eine Möglichkeit der Interpretation zu eröffnen, seine Figuren zu komplex, die Allegorien geheimnisvoll. In unserem Kurzbeitrag zeigen wir KOMET als Performer, der sein innerstes Wesen – gelagert in der Kälte des Kühlschranks – für uns öffnet und in einem expressiven Akt proklamiert, was er niemals zuvor gefragt wurde. Dass er auch als sein eigener Chor erscheint, singend was das Schicksal unerbittlich für sein Leben bereithält – “Tag und Nacht gehe ich eine lange enge Strasse hinunter” – vervollkommnet die Tragödie/Komödie seines künstlerischen Seins.

    Der vielfältige Maler, Dichter und Performer wird nun zum ersten mal seit seiner Ausstellung in der Galerie Hilger Anfang der 80er Jahre wieder mit neuen Arbeiten in Wien bei  C.A. Contemporary zu sehen sein.

    Unser Film, ein kleiner Sternenschweif, bevor der KOMET erscheint …

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  • Val Wecerka – Was ist zu Hause?

    Okt 20 • Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, Österreich • 606 Views

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    Proportionen, Ebenen, Materialien, Farbe, Formen, Hintergründe, Material – die phänomenologischen Merkmale der Arbeiten von Val Wecerka verweisen auf die Bedingungen unserer Wahrnehmung der Wirklichkeit. Es gibt hier keinen statischen Blick – es sind dynamische Felder, die die Mitwirkung des Betrachters verlangen.

    Die Einzelelemente mit ihren skulpturalen Bezügen fordern ihren Anteil an der Dreidimensionalität ein, das Bild als symbolischer Raum wird jedoch durch die physische Dimension begrenzt, die die Künstlerin versucht, eins ums andere Mal zu transzendieren.

    Wenn man die ausgefüllten Bildebenen ansieht, kommt man nicht umhin, an Weberei und Stickerei zu denken, Tätigkeiten, in deren Sorgfalt und Strenge ein Teil ihrer Schönheit liegt.

    Die gestischen Wiederholungen sind teils mit einem sehr femininen traditionellen Aspekt verbunden, der Handarbeit, weitergegeben von Generation zu Generation.

    Sie entfremdet Funktionen der verwendeten Materialien, aber behält deren Assoziationen – sie fängt immer mit der Wahrnehmung an, die sie psychologisch interessiert, ganz intuitiv. Sie bringt Dinge zusammen, die nicht unbedingt zusammengehören und baut einen Raum, ihren Raum damit auf, mit Materialien, die sie an etwas erinnern.

    Für Wecerka gibt es nichts Fixes. Ihre Kunst pendelt zwischen Konstruktivität und Irrationalität, Appropriation und Kreation, dem Kollektiven und dem Subjektiven, zwischen Realität und Fiktion.

    Ihre Werke zeigen Wiederholungen, entweder fügen sich einzelne Elemente zu Schriftbildern oder geometrischen Anordnungen zusammen oder zwei figurative oder abstrakte Malereien bilden ein doppeltes Bild.

    Die erste Reaktion des Betrachters ist eine Mischung aus Verwirrung und Irritation. Unwillkürlich sucht man die „Message“ und beginnt die Bildelemente miteinander zu vergleichen und in den nichtfigurativen Kompositionen nach Differenzen zu suchen.

    Die Variationen, die bei näherer Betrachtung zu Tage treten, zeigen die handwerkliche Prozesshaftigkeit, Val Wecerka geht dabei gegen jede Form banaler Gewissheit vor. Sie zeigt Röntgenbilder ihres Inneren.

    Die Praxis der verschiedenen Techniken, der erweiterten oder verdoppelten Zeichnung mit seinen Anteilen von Ritual und Erfahrung, Universalität und Individualität, dieser ständige Dialog produziert, obwohl in Objekten manifestiert, nichts Konkretes, sondern ein permanentes Gleichgewicht, eine Art notwendiger Handlung, die zur Ausgeglichenheit strebt.

     

    Die Elemente, die auf gewisse Weise gruppiert sind, geometrisch oder als Schrift, zeigen die Möglichkeit einer Neulektüre der Realität, wobei die Arbeiten sich auch sogar manchmal -in sich oder gegenseitig- widersprechen: Man könnte sie sowohl als konservativ und als revolutionär, als zurückhaltend und als impulsiv bezeichnen.

     

    Das Ordnungsprinzip liegt in der Abfolge von Farben, Formen und Zeichen, doch anstatt dass die Struktur Schritt für Schritt zu analysieren ist, sind es Bilder, die synthetisch erfasst werden müssen. In diesen zu dechiffrierenden Strukturen liegen widersprüchliche Informationen, die dennoch eine suggestive Ordnung besitzen.

     

    Die plastische Einheit bildet das Fundament ihrer Ästhetik, wobei das wandelbare Alphabet, das aus Elementen besteht, die sich zu einer anderen Figur zusammenfügen können, unbegrenzte Möglichkeiten erlaubt.

    Der Eintritt in diese neue räumliche Dimension vollzieht sich jedoch allmählich. Die anfänglichen Versuche scheinen in erster Instanz die plastischen Komponenten dieser neuen Bildsprache nur aufzuzählen, zu benennen.

    Val Wecerka eröffnet so einen Reflexionsraum, um über Fragen nachzudenken. Um ihre ureigenen Themen – Identität, Verlust, Aneignung- herum hat sie, indem sie neue Möglichkeiten der Abstraktion zulässt, ihren eigenen linguistischen Kode neu bestimmt. (Text: Cem Angeli)

     

     

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