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CastYourArt Video- und Audiobeiträge


DHC/ART - Zeitgenössisches Mäzenatentum in Kanada.

20. Mai 2009, 09:04:35 unter Audio, DHC/ART, Deutsch, Englisch, Interviews, Kanada, Montreal, Podcast

In Kanada ist Kunstförderung durch Private wichtiger geworden. Nicht, weil es so viele reiche Menschen mit philanthropischen Ambitionen im Kunstsektor gibt, sondern, weil in Kanada, wie in anderen Ländern auch, die öffentliche Hand ihre Sorgen mit der Sorge um die Kunst hat. Einer zum Teil veralteten und sehr teuren Infrastruktur und staatlichen Einsparungen auf der einen Seite steht ein sich wandelnder Kunstbegriff und eine wachsende Population künstlerisch tätiger Menschen auf der anderen Seite gegenüber. Das sind Umstände, die nur schwer unter einen Hut zu bringen sind und Versorgungslücken hinterlassen. In diesem Kontext spielt die Förderung von Kunst durch Private auch in Kanada eine wichtige, zugleich nur von wenigen wahrgenommene Rolle. Die Zunft der Kunstphilanthropen beschränkt sich auf ca. fünf bis zehn potente Geldgeber.

Die DHC Stiftung für zeitgenössische Kunst residiert im nahe am Hafen gelegenen Stadtviertel Old Montreal und betreibt dort einen eigenen Kunstraum. Gegründet wurde DHC 2007 von Phoebe Greenberg, Penny Mancuso und Tammy Lee. Greenberg gilt als die treibende Kraft und finanzielle Quelle der Stiftung. Als Künstlerin und Unternehmerin hat sie Erfahrung in beiden Bereichen des Stiftungswesens und als Filmproduzentin wohl auch die nötige Durchhaltekraft, die Foundation zu realisieren. Bis sie die erste Ausstellung eröffnen konnte sind fünfzehn Jahre an Überzeugungs-, Planungs- und Umsetzungsarbeiten vergangen.

Audiointerview mit John Zeppetelli


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Inzwischen nimmt die Stiftung ihre Rolle der Förderung zeitgenössischer Kunst durch Ausstellungen, Bildungsprogramme, Künstlergespräche, Kunstfilm Präsentationen und spezielle Projekte wahr. Die Tätigkeit der Stiftung beschränkt sich inzwischen nicht mehr nur auf die eigenen Räumlichkeiten, gefördert wird auch die Präsentation von Kunstwerken bei großen internationalen Kunstschauen.

International bekannte Namen nach Montreal zu holen ist eine der Stiftungsaufgaben. Christian Marclay, Sophie Calle oder auch Marc Quinn waren Einzelausstellungen mit umfassender Werkschau gewidmet. Der inhaltliche Ansatz deckt sich mit der Notwendigkeit des privaten Stiftungswesens: Die Möglichkeiten des Kunstbetriebes sollen durch private Gelder ergänzt werden. Gezeigt wird demnach, woran es mangelt, und das sind, so der Kurator John Zeppetelli, eben vor allem die Großen der zeitgenössischen Kunst. Für diese ist das Montrealer Kunstpublikum früher nach New York geflogen, sofern es sich diesen Luxus leisten konnte, jetzt macht es statt dessen bei freiem Eintritt einen Ausflug ins DHC ins alte Viertel der eigenen Stadt. (wh)



Karine Giboulo - 3D Comic

4. März 2009, 10:11:29 unter Englisch, Französisch, Kanada, Montreal, Podcast, Portraits

Mit ihren Arbeiten, sagt die kanadische Künstlerin Karine Giboulo, möchte sie einen Eindruck hinterlassen, von der Welt. Ihren Eindruck. Was diesen Eindruck über die verschiedenen Arbeiten der Künstlerin hinweg kennzeichnet, ist ihr Blick. Giboulo hat einen Blick für die Nähe, selbst dann, wen das, worauf sie schaut, sich nicht unmittelbar vor ihren Augen befindet. Ihr Blick berührt, auch über Distanz, und stößt sich an Machtstrategien, die darauf abzielen, die Welt im Überblick zu behalten indem man im Einzelnen nicht so genau hin-, sondern eher darüber hinweg blickt, bereit sich emotional nicht berühren zu lassen. Der Soziologe Zymunt Bauman hat solchen Überblick, die soziale Erzeugung moralischer Unsichtbarkeit, als eine gezielte Strategie des Wegschauens unserer modernen, globalen Welt gebrandmarkt. Der Blick Giboulos weist in eine umgekehrte Richtung. Er konzentriert sich aufs Detail, er interessiert sich für die Dinge im Einzelnen und macht darin Wirkungen des Überblickens und Wegsehens aus.

Woraus bestehen die Arbeiten Giboulos? Es handelt sich bei ihren Arbeiten um Miniaturwelten. 3D Blicke auf den Parkplatz eines Fastfoodrestaurants, in Wohnzimmer, in Werbesujets, in Fabrikshallen, … zusammengestellt aus bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Knetmasse Figuren. Ihre kinderweltenartige Darstellung der Erwachsenenwelt, manchmal noch verstärkt durch den Einsatz des stilistischen Elements fabelhafter Personifikation, ist entwaffnend. Kunst, so niedlich und brutal deutlich, wie man es von Kindern kennt, wenn sie einem mitten ins Gesicht sagen, worüber man lieber hinwegsieht.


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Ein Beispiel. Die Bereitschaft in unserer globalen Welt über Dinge hinweg zu sehen und Unberührtheit durch konsequenten Überblick zu bewahren, ist vor allem dort ausgeprägt, wo ausgiebig zu Bestpreisen konsumiert wird, was anderswo zu noch billiger produziert wird. In ihrer Arbeit “All you can eat” folgt Giboulo ihrem Bedürfnis, sich das anonymisierende “Made in China”, das als Prägung auf Sneakern, Bildschirmen, Plastikblumen, Handys, Elektrozahnbürsten und anderen Dingen den Konsum-Sinn unseres westlichen Lebens schildert, im Einzelnen zu veranschaulichen. Wer sind die Menschen, die diese Dinge für uns produzieren? Wundern sie sich manchmal über die Menschen, die all die Dinge kaufen, die sie fertigen? Giboulo besuchte Fabriken in der Sonderwirtschaftszone Shenzens und fertigte nach ihrer Rückkehr eine Miniaturwelt dreidimensionaler Nahaufnahmen dieser Menschen an. Ihre Einblicke hinterlassen einen Eindruck von Entindividualisierung und Masse, indem sie jenseits der Ästhetik der Wiederholung gerade die individuelle Seite solchen Daseins besonders hervorheben. Konsequent auch, dass das Einnehmen eines solcherart nahen Blicks die konsumierende Welt näher zu rücken zwingt und die Wohnzimmerwand der Konsumenten in Giboulos Arbeit an die der Schlafsäle chinesischer Wanderarbeiter grenzt. (wh)

Karine Giboulo hat auf der Pulse Contemporary Art Faire in New York 2009 den zweiten Preis für junge Künstler gewonnen! CastYourArt gratuliert!



The Sanchez Brothers - Das Dunkle belichten

4. Februar 2009, 09:06:36 unter Englisch, Kanada, Montreal, Podcast, Portraits, Video

Carlos, geboren 1976, Jason, geboren 1981, Nachname Sanchez, gemeinsam “The Sanchez Brothers”, ein viel versprechendes, junges Fotografenkollektiv. Gezeigt wurden die Arbeiten der beiden jungen Künstler aus Kanada bereits in zahlreichen Soloausstellungen in Kanada, den USA und Europa.

Ihre Fotografien, produziert in einem Atelier in den Fabrikhallen ihres Onkels in Montreal, haben Erfolg, obwohl sie oder vielleicht auch gerade weil sie die dunklen Seiten des Lebens und des menschlichen Tuns beleuchten. Schmerz, Wahnsinn, Tod, Selektion, Ungerechtigkeit, Missbrauch, Katastrophe, Trauer, Erniedrigung, Einsamkeit, Ausbeutung. Man kann es sich aussuchen, wovor man im Leben die Augen verschließt.


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Was Carlos und Jason Sanchez verbildlichen sind Inszenierungen des Stattgefundenen, basierend auf Medienberichten und Geschichten, die man hört. Ihre Fotografien komprimieren die Handlung. Sie sind gefrorene Schlüsselszenen, in die man auch ob der Größe eintaucht und es ist in ihnen die Herausforderung der Fotografen erlebbar, mit Mitteln der Fotografie einen komplexen Zusammenhang weitergeben zu wollen, in einem einzigen filmischen Bild.

Solche Komprimierung ist teuer und wäre den beiden jungen Künstlern ohne staatliche Förderung und die Unterstützung durch die Provinz Quebec nicht möglich. Recherche, das Suchen und Aufsuchen von Orten, die die Aura der Szenerie tragen, die Verbildlichung des Vorgestellten in einem Studio-Set … Zum Teil wird das Interieur, in Einrichtungshäusern und Shops gekauft, nach dem Shooting wieder fein säuberlich verpackt und vom Recht auf Rückgabe Gebrauch gemacht. Das spart Geld, denn unter zeitlichen Gesichtspunkten ist die fotografische Arbeit der beiden verschwenderisch. Zwei Monate vergehen im Durchschnitt mit Vorbereitungszeit.

Entwicklung sehen die Brüder in der Erweiterung ihrer Arbeit in Richtung Installation, ein Weg, den sie in den letzten Jahren mit Installationen wie “Between Life and Death”, “Natural Selection” und “Buried Alive” bereits gegangen sind. Künstlerische Zukunft hat für Carlos und Jason Sanchez auf längere Sicht auch der Film. (wh)

Die nächste Soloausstellung mit den Arbeiten der beiden zeigt im Februar die Galerie DNJ in Los Angeles.

    

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