Ausstellung Aron Demetz - La Natura Umana verlängert!
Unsere Ausstellung "La Natura Umana" mit Arbeiten des Bildhauers und Biennale Venedig (2009) Teilnehmers Aron Demetz geht in die Verlängerung. Zu sehen sind die Arbeiten in unseren Räumlichkeiten in der Gumpendorfer Straße 55, 1060 Wien noch bis 3. Februar 2012. Geöffnet ist die Ausstellung Mo-Fr von 13.00-19.00 Uhr (18. u 19. Januar haben wir geschlossen). Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Hier gehts zum Künstlerportrait von Aron Demetz
PHANTOMAK lebt! Skulpturen des Künstlers Tomak an der TU Wien
Die nächste Ausstellung PHANTOMAK mit Arbeiten des Künstlers Tomak steht bereits in den Startlöchern. Am 1. Februar 2012 um 19.00 Uhr wird im Rahmen einer feierlichen Eröffnung an der Technischen Universität Wien die Skulpturenreihe PHANTOMAK der Öffentlichkeit präsentiert. Darüber hinaus wird auch der neue Werkkatalog des Künstlers Tomak vorgestellt. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.
Esra Ersen - Kurzinterview anlässlich der tanzimat Ausstellung
5. Februar 2010, 21:01:10 unter Augarten Contemporary, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Kunstwerke, Podcast, Video, Wien, Österreich
In ihrer Kunst interessiert sich Esra Ersen für Formen der Identität und ihrer Veränderung unter dem Einfluss unterschiedlicher politischer Machtstrukturen. Ihre Arbeit “Karussell”, die sie in der Ausstellung tanzimat im Augarten Contemporary (21.1.-16.5.2010) zeigt hat sie mit Studierenden der Hochschule Köln produziert. Diese wurden von der Künstlerin aufgefordert Modelle türkischer Köpfe aus Ton zu formen.
Gulsun Karamustafa - Kurzinterview anlässlich der tanzimat Ausstellung
4. Februar 2010, 19:30:40 unter Augarten Contemporary, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, Österreich
Gülsün Karamustafa ist eine zeitgenössische Künstlerin und Filmemacherin aus der Türkei. Im Jahr 2009 war sie als artist in residence am Augarten Contemporary in Wien. Für die Ausstellung tanzimat im Augarten Contemporary (21.1.-16.5.2010) hat die Künstlerin eine Arbeit mit dem Titel “modernity unveiled/interweaving histories” produziert. Im Interview mit CastYourArt spricht Karamustafa über ihre neue Arbeit.
Franz Kapfer - Kurzinterview anlässlich der tanzimat Ausstellung
3. Februar 2010, 16:54:41 unter Augarten Contemporary, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Kunstwerke, Podcast, Video, Wien, Österreich
Der österreichische Künstler Franz Kapfer interessiert sich in seinen Arbeiten für die unterschiedlichen Ebenen der Repräsentation.
Mit seiner Arbeit “Trophäen”, in der Ausstellung tanzimat im Augarten Contemporary (21.1.-16.5.2010) erforscht Kapfer Klischees in der Darstellung und Verwendung türkischer Motive in der Architektur.
tanzimat - Gegenwart ist der Ort von Geschichte
27. Januar 2010, 09:06:57 unter Augarten Contemporary, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichWo und wie wird eigentlich Geschichte gemacht und warum bleiben manche Bilder von dem was war so nachhaltig in unseren Köpfen haften? Ein Beitrag zur Ausstellung „tanzimat“ im Augarten Contemporary in Wien.

Der Fez, ein karminroter, kegelförmiger, oben abgeflachter Hut mit goldener Quaste – man kennt ihn beispielsweise vom Meinl Logo – verbinden wir in unserer Vorstellung meist mit einer längst vergangenen, orientalischen Welt. In Wirklichkeit wurde dieser Hut erst spät, im 19. Jahrhundert unter Sultan Mahmud II im Zuge der Modernisierung des türkischen Staatswesens zur charakteristischen Kopfbedeckung der Osmanen. Weiterlesen »
Empfindung - Oder in der Nähe der Fehler liegen die Wirkungen
11. Februar 2009, 11:08:24 unter Akademie der bildenden Künste Wien, Augarten Contemporary, Ausstellungen, Belvedere, Deutsch, Kunsträume, Museen, Podcast, Universitäten, Video, Wien, Österreich“a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Einteilung aufgenommene, i) die sich wie tolle gebärden, j) unzählbare, k) mit feinstem Kamelhaarpinsel gezeichnete, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen.”
Diese ungewöhnliche Taxonomie der Lebewesen aus dem Tierreich, vom argentinischen Schriftsteller Jorge Luis Borges einer chinesischen Enzyklopädie zugeschrieben, war dem französischen Philosophen Michel Foucault Anstoß, ein Buch über den Zusammenhang zwischen unserer Welt der Worte und jener der Dinge zu verfassen.
Woran hatte Foucault Anstoß genommen? Was hat ihn bewegt? Im Vorwort seines Buches erwähnt er, beim Lesen der Aufzählung gelacht zu haben. Sein Buch verdanke sich dem Lachen, das bei der Lektüre des Borges Textes “alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt, des Denkens unserer Zeit und unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und alle Pläne erschüttert … und unsere tausendjährige Handhabung … schwanken lässt und in Unruhe versetzt.” Es dürfte dem Philosophen das Lachen zur inneren Aufruhr geworden sein. Eine sich ausbreitende, tiefe, unbehagliche Empfindung, dass die Begriffe, mit denen wir die Welt erfassen und im Zaum halten, unsere Welt ordnende Taxonomie, nur eine von vielen möglichen ist, vielleicht aber eine ebenso unmögliche, ja befremdliche, wie diejenige in Borges Text.

Wirkungen liegen in der Nähe des als fehlerhaft Empfundenen, des Slapstick, des Lächerlichen, des Nicht-Zusammenpassenden, Provozierenden, des scheinbar Abbildenden, Wahrnehmung-Umstoßenden, Anstoßenden und eben damit in der Nähe von Kunst. Es ist eine Sache von Kunst, dass sie uns am Unerwarteten anstoßen lässt, dass sie uns die sichere Verbindung mit dem, was wir uns erwartet haben, was uns normal vorkommt und worauf wir eingestellt sind, aufbricht.
Die Ausstellung “Empfindung oder in der Nähe der Fehler liegen die Wirkungen” erforscht das Vermögen von Kunst, solche Empfindungen auszulösen, die den Betrachter ins Offene, bislang Unerdenkliche stoßen. Was ist Empfindung? Wie kann ich sie herstellen? Wo findet sie statt? Für die Kuratorinnen Sabeth Buchmann, Eva Maria Stadler und Kathi Hofer sind dies Fragen, die sich im Kontext der Empfindung auf Seiten der Künstler stellen. Aber auch aus kuratorischer Sicht bringt die Auseinandersetzung mit dem Phänomen Empfindung Überlegungen ans Licht: Wie nehme ich etwas wahr? Wie trete ich einem Bild gegenüber? Was passiert da mit mir? Was wirkt auf mich ein?
Ausstellungsort der Empfindung in der Kunst ist der Augarten Contemporary, eine Dependance des Belvedere inmitten des englischen Gartens im Augarten Park des zweiten Bezirks in Wien. Mit dieser Spielstätte, so Eva Maria Stadler, Kuratorin des Belvedere für zeitgenössische Kunst, baut das Belvedere gezielt ein Angebot junger und jüngster Positionen im Kunstbetrieb auf. Was dies bedeutet, zeigt die Ausstellung beispielhaft: “Empfindung” ist eine Kooperation des Belvedere mit der Akademie der bildenden Künste Wien. Im Laufe eines Semesters wurden Positionen der Empfindung nicht nur erforscht und künstlerisch erarbeitet, sondern auch für die Ausstellung ausgewählt. Zu sehen sind Arbeiten von Studierenden, ihnen wurden Werke namhafter zeitgenössischer Künstler wie beispielsweise Constanze Ruhm, Julian Göthe, Heimo Zobernig oder Tony Conrad als Bezugspunkte zur Seite gestellt. (wh)




