Unsere Künstlerportraits über Michel de Broin und Shary Boyle wurden am Reel Artists Film Festival Toronto 2012 sowie am Canadian Art Reel Artists Film Festival 2012 in Calgary gezeigt. Für alle, die nicht in Kanada sein können, gibt es die beiden Künstlerportraits auch bei uns zu sehen: Michel de Broin - Matters of Circulation und Shary Boyle - Manufaktur des Fragilen.
Manfred Wakolbinger - Das Vergängliche und das Ewige
16. Mai 2012, 10:27:16 unter Ausstellungen, Deutsch, Krems, Landesgalerie für zeitgenössische Kunst Krems, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichVeränderung, Transformation, Mutation, Metamorphose: Manfred Wakolbinger stellt den uns umgebenden Raum in Frage und unsere Wahrnehmung auf eine neue Ebene, um uns für die Empfängnis des Schönen zu öffnen. Vom 3. Juni 2012 bis zum 14. Oktober 2012 zeigt Zeit Kunst Niederösterreich erstmals in der Dominikanerkirche Krems, Körnermarkt 14 Arbeiten zeitgenössischer Kunst. Wir haben Manfred Wakolbinger im Atelier besucht. Ein Künstlerportrait von CastYourArt.

Einem Vorsokratiker zufolge liegt das Intelligible in der Bewegung, und wenn die Wahrheit ein materialisierbares oder zumindest erkennbares menschliches Bemühen ist, verschlüsselt es seine Möglichkeiten in dem Einfangen und der Wahrnehmung des ewigen Dahinfliessens, des ständigen Wandels und der Fortbewegung. Diese Grund-Ursache drückt der Arbeit von Manfred Wakolbinger seinen Stempel auf, der besessen davon ist, die Ursprünge und Wandlungen des Wirklichen zu identifizieren.
In allen seinen Arbeiten gibt es etwas das sich verbirgt, der umgebende Raum verkleidet sich dadurch - und manchmal erscheint das Objekt als etwas was es nicht ist, kann aber auch das sein, als was es erscheint. Wakolbinger lässt den Betrachter an seinem Werk mitarbeiten, er invadiert den Raum des Einzelnen und spielt damit. Seine Plastiken beginnen einen Kampf zwischen der menschlichen Wahrnehmung und den Gesetzen der Physik. Weiterlesen »
Die Sammlung Hubert Looser - My Private Passion
17. April 2012, 14:23:18 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Deutsch, Kunsträume, Podcast, Portraits, Sammlung Hubert Looser, Sammlungen, Schweiz, Video, Wien, Zürich, Österreich„Jede Leidenschaft grenzt ja ans Chaos, die sammlerische aber an das der Erinnerung.“ (Walter Benjamin). Diese Leidenschaft macht träumen, mehr noch, sie macht träumen, vorstellen und denken; die Erinnerung funktioniert in Bildern, daher der Entschluss sie zu sammeln.
Die Fondation Hubert Looser ist eine der herausragendsten Privatsammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst im Schweizer Raum. Ihre Schwerpunkte liegen auf dem Abstrakten Expressionismus, der Minimal Art sowie der Arte Povera. Wenn vom 26.4.-15.7.2012 ein Großteil der Sammlung im Bank Austria Kunstforum in Wien gezeigt wird, sind dort Arbeiten von de Kooning, Twombly, Penone, Chamberlain und anderen Größen der Kunstwelt zu sehen. Anlässlich der Ausstellung “My Private Passion” im Bank Austria Kunstforum hat CastYourArt den Sammler Huber Looser in Zürich besucht und ein Sammlerportrait produziert.

Der Sammler sucht: Langsam setzt er seinen Mikrokosmos zusammen und erschafft seine eigene Theorie und Empfindsamkeit, die Welt in seinem Sinne.
Sich durch die Ausstellung bewegen, bedeutet die semantische Lektüre von mehreren Autorschaften und letztlich die Entscheidung, wo die Betonung des Blicks liegt - ob in den Geschichten, die die Werke erzählen oder der Summe der Werke im intertextuellen Dialog und der Lektüre, die Looser mit seinen Gegenüberstellungen und Platzierungen generiert, und durch die er jenseits der künstlerischen Idiosynkrasien den Artefakten seinen unabhängigen Blickwinkel auferlegt - oder vielmehr vorschlägt Weiterlesen »
Attilio Zanetti Righi - more geometrico
7. März 2012, 15:44:50 unter Deutsch, Italien, Podcast, Portraits, Rom, Schweiz, Video, ZürichZanettis Werk ist die Essenz eines langen, weitgehend autonomen künstlerischen Prozesses, der von der figurativen, expressiv-metaphorischen Malerei zu einer Art verdichtetem, sehr persönlichen Alphabet der geometrischen Formen führt. Ein Künstlerportrait von Hans-H. Schellenberg.

Attilio Zanetti Righi (* 16.3.1926 Schaffhausen, † 21.5.2011 Zürich), studierte von 1948 bis 1950 an der Accademia di Belle Arti di Firenze. 1952 Stipendiat am Istituto Svizzero in Rom. 1953, 1954 und 1959 Eidgenössisches Stipendium. Von 1948 bis 1960 lebte Zanetti Righi in Florenz, dann bis 1980 im südlichen Italien. Seit Mitte der 1990er lebte und arbeitete er in Zürich und Rom. Weiterlesen »
Evan Penny - Re Figured
10. Februar 2012, 18:11:21 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kanada, Museen, Museum der Moderne Salzburg, Podcast, Portraits, Toronto, Video, Wien, ÖsterreichEr bewegt sich in einer unheimlichen, Unbehagen erzeugenden Welt, wo es schwierig zu sagen ist, was real und was unreal ist. Die Ausstellung Re Figured im Museum der Moderne in Salzburg ist die bislang größte Überblicksausstellung des in Toronto lebenden Künstlers Evan Penny und zugleich seine erste Einzelausstellung in Europa. Ein Ausstellungsportrait von CastYourArt.

Er bewegt sich in einer unheimlichen, Unbehagen erzeugenden Welt, wo es schwierig zu sagen ist, was real und was unreal ist. Er löst eine Verbindung mit der Wirklichkeit, und indem er vermeidet einen Blickwinkel zu produzieren, von dem aus sich ein stabiles Bild ergibt, zeigt er sein Verständnis vom in stetiger Veränderung befindlichen Selbst. Es sind seine vergrößerten Versionen des Individuums oder zumindest seiner Morphologie, die die Grundzüge des Daseins zu sehen erlauben – oder auch nicht.
Die Details der Figuren, die ihre Menschlichkeit definieren, sind nicht nur in ihrer Dimension, ihrem Format, zu sehen, sondern vor allem in der Behandlung der Farbe, der Hautoberfläche, Falten, Härchen, Venen, Flecken und anderen Unvollkommenheiten. Diese topographische Reise über die menschliche Körperlandschaft ist ein Studium unserer Existenz und stellt ein Bewusstsein unserer Anatomie her. Weiterlesen »
Herbert Brandl - Bilder aufladen bis sie (fast) platzen.
26. Januar 2012, 13:14:46 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Deutsch, Kunsträume, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichLibidinös aufgeladene Werke aus 3 Jahrzehnten bringt die von Florian Steininger und Ingried Brugger kuratierte Schau über Herbert Brandl im Bank Austria Kunstforum in Wien. CastYourArt hat anlässlich der vom 26.1.-15.4.2012 laufenden Ausstellung ein Künstlerportrait produziert.

Ständig verführen die Bilder unseren Blick, nehmen ihn gefangen und bewegen uns dazu, die bildliche Oberfläche zu transzendieren, hinter sie zu blicken und die Räume zu entdecken, die sich in ihren Inneren auftun. Herbert Brandl geht nicht vom Realen aus, um es zu abstrahieren, sondern entwickelt eine bildliche Grammatik des Erlebens – Empfindungen oder Gedanken - und bedient sich des musikalischen Vokabulars der Farbe und des persönlichen expressiven Gestus als Handschrift. Er kompensiert und kontrolliert diese Zugangsweise aber mit der Struktur der Komposition und einer gewissen Ironie. Systematisch dosiert er den Kontrast zwischen Emotion und Reflexion. Es werden Problemstellungen, die mit der Auslösung von Gefühlen der Räumlichkeit zusammenhängen gezeigt, Tiefe ohne Konkurrenz durch Perspektive oder Illusion, doch innerhalb der Grenzen des Vokabulars der Abstraktion. Er ergänzt den Sinngehalt mit seinen Assoziationen zur Intertextualität anderer Bildsprachen der aktuellen und traditionellen Malerei. Weiterlesen »
Tomak - PHANTOMAK
11. Januar 2012, 17:15:32 unter Ausstellungen, CastYourArt, Deutsch, Galerien, Kunstwerke, Podcast, Portraits, Technische Universität Wien, Universitäten, Video, Wien, ÖsterreichMit der Ausstellung „PHANTOMAK“ präsentiert der Künstler Tomak erstmals eine Skulpturenreihe der Öffentlichkeit. CastYourArt hat den Produktionsprozess begleitet und Tomak zum Skulpturenprojekt interviewt.

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„So vervollständigt sich also mein Werk durch die Skulptur.“ (TOMAK)
Mit der Ausstellung „PHANTOMAK“ werden ab 4. Februar 2012 an der Technischen Universität Wien erstmals Skulpturen des Künstlers TOMAK der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt es sich bei den Skulpturen der Serie PHANTOMAK um elf individuelle, in einem aufwändigen technischen Verfahren produzierte Büsten des Künstlers – Wood Jackson, Rotpeter, Height, Headquarters Weiterlesen »
Aron Demetz - Dialog mit dem Leben
18. November 2011, 12:00:37 unter Deutsch, Italien, Podcast, Portraits, Video, WolkensteinEr hat sich die Tradition zu Eigen gemacht, um sie „wieder zu vergessen“: Holz als Herausforderung und Möglichkeit des Scheiterns. Ein Künstlerportrait des Bildhauers Aron Demetz anlässlich seiner Ausstellung “La Natura Umana” bei CastYourArt in Wien.

Aron Demetz hebt die klassische Einteilung „Original versus Abbild“ auf und thematisiert stattdessen eine Interaktion: der Mensch hat einen Standort in dem natürlichen Raum, der ihn umgibt, wird von diesem geprägt und wirkt seinerseits wieder auf ihn zurück; diese Wechselwirkung ist nicht statisch, sondern ein fortwährender, lebendiger Prozeß. Der Mensch und sein Körper werden zum Akteur und sie werden selbst Schauplatz des Geschehens. Die Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Raum zeigt, dass die Figuren mit dem Betrachter in einen Dialog eintreten über die Möglichkeiten des Standorts. Weiterlesen »
Thomas Wagensommerer - Vom hören machen.
1. September 2011, 10:28:37 unter Audio, Deutsch, Podcast, Portraits, Wien, ÖsterreichDer Medienkünstler und Komponist Thomas Wagensommerer studierte digitale Medientechnologie, Philosophie sowie transdisziplinäre Kunst. Seine kompositorischen Arbeiten sind an den Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine angesiedelt. Ein Betätigungsfeld, das sich aufgrund des permanenten technologischen Wandels und immer tiefer gehender Mensch-Technik Nutzungsverhältnisse rasant verändert. Ein Künstlerportrait.
Vom hören machen
Als Medienkünstler erforscht Thomas Wagensommerer die Klangfähigkeit - das Geräusche produzierende Eigenleben - elektronischer Geräte ebenso, wie Möglichkeiten der Soundgestaltung in Zeiten des Web 2.0. Weiterlesen »
Arnulf Rainer - Das Verhüllen
9. August 2011, 12:58:46 unter Arnulf Rainer Museum, Channel, Deutsch, Museen, Podcast, Portraits, UNIQA, Video, Wien, ÖsterreichZusammen mit Maria Lassnig gilt er als Begründer des österreichischen Informel. Seine Arbeiten werden in den wichtigsten Museen auf der ganzen Welt gezeigt. Ein Künstlerportrait von Arnulf Rainer. Dieser Beitrag konnte mit freundlicher Unterstützung des UNIQA ArtCercles verwirklicht werden.

André Breton, den Schriftsteller und theoretischen Kopf des Surrealismus hat er in Paris besucht – das war zugleich seine Abkehr vom Surrealismus. Zusammen mit Maria Lassnig gilt er als Begründer der informellen Malerei in Österreich, seine Arbeiten werden in den wichtigsten Museen auf der ganzen Welt gezeigt. Der Weg zum Erfolg war manchmal auch steinig, erzählt Arnulf Rainer, dessen erste Einzelausstellung 1955 in der Galerie St. Stephan unter Monsignore Otto Mauer stattfand. So liege der Beginn seiner Übermalungen nicht in irgendeinem philosophischen Konzept begründet, sondern finde seinen Ursprung in der einfachen Tatsache, dass ihm Anfangs das Geld gefehlt habe, um neue Leinwände zu kaufen. Statt dessen hat der Künstler auf bereits bemalte Leinwände – Bilder vom Flohmarkt – zurückgegriffen. Diese waren billiger zu haben. Weiterlesen »
Alexander Brodsky - Noch immer erstaunt es mich, dass ich Architekt geworden bin.
5. Juli 2011, 15:37:08 unter Architekturzentrum Wien, Ausstellungen, Englisch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Portraits, Video, Wien, Österreich“Ich empfand eine zarte Liebe zu aller klassischen Architektur, träumte gleichzeitig aber davon, die zeitgenössische Architektur auch zu lieben”. Alexander Brodsky im Portrait.
In der bis Anfang Oktober 2011 laufenden Ausstellung zeigt das Architekturzentrum Wien Arbeiten und eine raumfüllende Installation des russischen Künstlers und Architekten Alexander Brodsky.

Am Anfang seiner Karriere ist Alexander Brodsky Teil der ‚Paper-Architecture’ Bewegung. Wobei zu diesem Zeitpunkt, zu Beginn der achtziger Jahre, kann noch nicht von einer Bewegung im eigentlichen Sinn die Rede sein. Vielmehr bringt der Begriff ‚Paper-Architecture’ eine für die Sowjetunion dieser Zeit charakteristische Einschränkung architektonischen Schaffens zum Ausdruck: Junge Architekten, die sich nicht ins etablierte Architektursystem fügen wollen, haben keine Möglichkeit ihre Entwürfe umzusetzen und entwerfen damit ausschließlich für die Präsentation oder eben für das Papier. Weiterlesen »




