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CastYourArt Video- und Audiobeiträge


Füsun Onur - Silent Music

24. September 2008, 18:40:08 unter Englisch, Istanbul, Podcast, Portraits, Türkei, Video

Die Offenheit ihrer Eltern, sowohl für Positionen des traditionellen Islam als auch die Wertewelt der jungen laizistisch orientierten Republik, sei an die Kinder weitergegeben worden. Ihr Aufwachsen war Freiraum für eigenständiges Denken und Ansporn zu selbstbestimmtem Auftreten. Studiert hat Füsun Onur an der Akademie der bildenden Künste Istanbul bei Hadi Bara, die in den fünfziger Jahren mit ihrer Arbeit einen Weg abseits der Bildhauerei als offizieller Denkmalkunst einschlug. Im Anschluss folgt ein fünf Jahre dauernder Postgraduate-Studienaufenthalt in den USA und die Rückkehr nach Istanbul, wo sie in Kuzguncuk ihre künstlerischen Arbeiten fortsetzt.

Mit der Kraft, sich ihre eigene Sicht der Dinge jenseits der Realität des Faktischen nicht nur zu ersinnen, sondern für diese auch Raum zu schaffen, hat die Künstlerin Füsun Onur eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der modernen türkischen Kunst gespielt. Dass Anfang der siebziger Jahre avantgardistische Strömungen Einzug in den vornehmlich traditionell orientierten Kunstbetrieb der Türkei nehmen, ist unter anderem dem künstlerischen Einsatz Füsun Onurs zu danken. Ihr unabhängiger Zugang hat nicht nur moderne Künstler dieser Zeit gestärkt, sondern auch die jüngere Generation türkischer Kunst beeinflusst und inspiriert.


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Entdeckt wird die nicht nur im eigenen Land, sondern auch international lange Zeit übersehene moderne türkische Kunst in den Istanbul Biennalen der neunziger Jahre. Mit dem internationalen Interesse rücken auch die Installationen der Künstlerin Füsun Onur ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Seit den neunziger Jahren hat sie in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Japan, Russland und weiteren Ländern ausgestellt.

Ihre Arbeit ist Vergegenwärtigung. Herangehen an die Dinge ohne Rücksichtnahme, ohne Traditionslast, legt frei. Das Jetzt ist wichtig, das gilt auch für ihr eigenes künstlerisches Tun – “I never look back. When it’s done, it’s done.” Ihre Arbeiten entstehen in präziser gedanklicher Konzeption, erst wenn das Kunstwerk fertig ist, und das bedeutet für Füsun Onur fertig gedacht, werden Gedanken an die Umsetzbarkeit verschwendet. Gedankliche Ausgangspunkte ihrer künstlerischen Arbeit finden sich in der Materialität der Dinge, in alltäglichen oder zufällig gefundenen Gegenständen, in räumlichen Vorgaben. Ihr Skulpturbegriff ist weit gesteckt, in jüngster Zeit sucht sie nach Lösungen, ihre Kunst als musikalische Partitur zu gestalten. Ihre Skulpturen, sagt sie, sind so etwas wie stille Musik – Stück um Stück aufgeführt, nie das gleiche.

Im Yapi Kredi Verlag ist jüngst die Publikation “For Careful Eyes” über das Werk der Künstlerin erschienen. Verfasst von Margrit Brehm in der von René Block herausgegebenen Reihe “Contemporary Art in Turkey”.  (wh)



Ulrike Truger - In den Weg gestellt

2. Juli 2008, 09:47:02 unter Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, Österreich

Bildhauerinnen, glaubt man, gibt es nicht viele. Obwohl, es hat sie immer gegeben. Sabina von Steinbach beispielsweise war im dreizehnten Jahrhundert für die Statuen am Südportal der Notres-Dame Kirche in Strasbourg verantwortlich. Meist jedoch sind ihre Namen in der Geschichte verloren gegangen oder sie arbeiteten in den Domwerkstätten anonym.

Die Bildhauerin Ulrike Truger hat sich mit ihrer Kunst immer der Öffentlichkeit gestellt, oft auch in den Weg gestellt. Die Mühe, unter der dem Stein Form abgerungen wird, findet ihr Gegenstück in seiner Beständigkeit. Die steinerne Widerspenstigkeit ist nicht nur Arbeit, sie ist auch ein Geschenk, denn als Bildhauerin schaffe sie eine Kunst, die sich nicht so leicht wegrücken lässt – nicht aus dem Weg und auch nicht aus dem Gedächtnis.

Mit jenen Skulpturen, die sie unter die Kategorie gesellschaftspolitische Projekte reiht, platziert die Künstlerin im öffentlichen Raum Stachel gegen Ungerechtigkeit, Wegsehen und Vergessen. Unser Fortschritt, ein Thema das sie aufgrund seiner Widersprüchlichkeit interessiert, habe vieles gebracht. Doch müsse man auch jene Seiten ins Bewusstsein rufen, wo unser Fortschritt die Menschlichkeit überholt. Ihr am Beginn der Wiener Einkaufsmeile Mariahilfer Straße platzierter Marcus Omofuma Stein ist ein Beispiel dafür. Er gemahnt der Abschiebepraxis eines zur Konsumfestung ausgebauten Schengen-Europa, die den Widerstand und das Leben eines nigerianischen Flüchtlings noch im Flugzeug zum ersticken brachte. Ihre Wächterin, ein tonnenschweres Zeichen kritischer Aufmerksamkeit angesichts der Beteiligung der Haider Partei an der Regierung, hat sie illegal an der Wiener Ringstraße vor dem Burgtheater aufgestellt.


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Wer Form aus Stein meißelt muss Durchhaltevermögen haben, auch in öffentlichen Belangen. Eine weitere Skulptur hat die Stadt Wien aus dem Zentrum verbannt, um die Positionierung wird noch gekämpft. Aber es ist nicht nur ihre Standhaftigkeit, die Ulrike Truger mit ihrer künstlerischen Arbeit verbindet. Die Körperlichkeit ihrer Tätigkeit. Die Rhythmik des Klangs, wenn der Hammer den Meisel trifft. Die Auseinandersetzung mit dem Stein, seinem Charakter, der geachtet werden will, weil er Form und Möglichkeiten kommuniziert. Die Arbeit draußen, im Freien und die Veränderungen des Materials unter den Einflüssen von Wetter, Jahreszeiten und Licht. Das alles berührt die sinnlichen Seiten des Lebens, bildet einen Teil ihrer Kunst, der ihr ebenso wichtig ist, denn das gibt ihr auf einer anderen Ebene Energie zurück, die sie als Bildhauerin zum Einsatz bringt. (wh)

Zu sehen sind ihre Arbeiten vom 19.4 bis 17.8. 2008 im Lisztzentrum in Raiding sowie vom
26.6. bis 17.8. 2008 in der Burgenländischen Landesgalerie in Eisenstadt

    

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