Home | Kontakt

CastYourArt
Willkommen auf CastYourArt

Kunst bewegt Menschen. CastYourArt handelt von Menschen, die sich für Kunst begeistern. In wöchentlich erscheinenden Podcastepisoden und Beiträgen schafft CastYourArt Zugang zur Welt der Kunst, zu ihren Gedankenräumen und Ideen, zu Institutionen und Akteuren, zu Wirtschaftlichkeit, Widersprüchlichkeit, Scheitern und Erfolg.

Sie können unseren CastYourArt Podcast gratis abonnieren, so erhalten Sie die neuesten CastYourArt Episoden automatisch zugesandt.



017 Leo Peschta - Maschinoid

23. April 2008, 22:05:29 unter Deutsch, Kunstwerk, Podcast, Video

Ian Fleming, der Erfinder der Romanfigur James Bond, veröffentlicht 1964 ein Buch, das er seinem Sohn Caspar widmet. Die Geschichte handelt vom mittellosen Erfinder Karaktakus Pott. Für seine Zwillinge kauft Karaktakus ein altes Gefährt, das er mit Einfallsreichtum und erfinderischem Geschick in ein wunderbares Ding verwandelt, um damit auf Reisen zu gehen. Das Vehikel der damit beginnenden abenteuerlichen Erfahrung der Familie Pott erhält einen onomatopoetischen, die Gratwanderung des Erfinders zwischen Scheitern und Erfolg widerspiegelnden Namen. Es heißt Chitty Chitty Bang Bang.

Fragt man den jungen Wiener Künstler Leo Peschta nach Anknüpfungspunkten für seine künstlerischen Arbeiten in der Kindheit, dann verweist er auf Karaktakus Pott. Erfindungsreichtum, Faszination für Technik, die funktionsentfremdende Zusammenstellung ursprünglich funktional entworfener Bausteine, die Bereitschaft zu scheitern und die Freude am Unbestimmten verbinden den Künstler mit der Romanfigur Flemings. Die Auseinandersetzung mit Raumwahrnehmung und Raumproduktion, der Entwurf maschineller Schnittstellen zwischen medialen Welten, aber auch die Objekthaftigkeit und besondere Ästhetik von Maschinen und Maschinenteilen bilden künstlerische Anliegen, die seine Arbeiten darüber hinaus verbinden. George Rickey und Theo Jansen, nennt Leo Peschta, geht es um Einflussgrößen aus der Kinetischen Kunst.

Zur Kunst ist Leo Peschta über Umwege gekommen. Zunächst steht eine Karriere als Werbegrafiker im Raum. Mit der Erfahrung monotoner Produktionsbedingungen steigt in ihm die Überzeugung, fortan künstlerisch tätig zu sein. Peschta besucht die Klasse für digitale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien und die Willem de Kooning Academy in Rotterdam. Statt maschinenhaften Funktionierens widmet er sich nun dem Entwurf maschinell anmutender Objekte und er beginnt sich mit Physical Computing auseinanderzusetzen.

Wie Flemings Erfinder greift Leo Peschta für seine Objekte auf industriell gefertigte, funktionale Teile aus der Industrie zurück. In ihrer künstlerischen Zusammenfügung enthebt er diese Gebrauchsobjekte ihres ursprünglichen Funktionszusammenhangs und schafft zugleich Möglichkeitsraum für Erfahrung. Überraschendes, veränderte ästhetische Blicke auf die Dinge des Alltags, spielerische Aufforderung. Seine Arbeiten sind wie Vehikel, die Reise beginnt. (wh)


[5:53 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Noch bis Ende August ist “Der Zermesser” im Lentos, Kunstmuseum Linz zu sehen, anschließend wird er vom 19. - 21. September auf der ArtBots in Dublin zu sehen sein.



014 4shrooms - Analog Synergy in a Digital World

2. April 2008, 20:03:56 unter Englisch, Podcast, Portrait, Video

Unter sich drehenden Kuchentellern mit Sternenmotiven lagern Bildausschnitte vergangener Epochen. Schatten von Händen ordnen Buchstaben über Fotografien und Textilien werfen Falten über 16-Millimeter Filmschleifen, die allmählich in Flammen aufgehen. Umlaufpumpen aus Aquarien treiben bunte Öltropfen auf Wasseroberflächen im Kreis, Instrumentenklänge vermischen sich mit Stimmexperimenten.

Visueller und akustischer Widerhall geworfen an Wände, Fließen, Treppen, Decken und Säulen über Mikrofone, Dia-, Overhead- und ratternde Filmprojektoren. Gelingt die projizierte Zusammenschau, umflutet Vielfalt den Betrachter als ein gemeinsames audiovisuelles Bild, als audiovisuelle Synergie. 4shrooms nennen sich die Akteure so beschriebener audiovisueller Performance. Gemeinsam ist ihnen Erfindungsreichtum, Experiment und analoge Kooperation.


[6:49 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Die Gruppe rund um Doris Steinbichler, Anna Graf, Georg Eisnecker, Jan von Krieg, Andi Punz, Amadeus Kronheim, Ruth Haselmair und Asia Sumyk umhüllen den Zuseher nicht nur mit ungewöhnlichen Projektionen, sondern sie geben immer auch das Geheimnis ihres Entstehens preis. Ihre Visuals sind performativ. Produziert wird vor Ort, oftmals mitten im Raum, im Bild werden Hände und Gerätschaften sichtbar. Man kann hingehen und zusehen, und wenn das Gemeinsame überwiegt auch teilnehmen. Mit der Zahl der visualisierenden Akteure in der Gruppe steigt die Vielschichtigkeit der Projektionsarbeit, aber das gilt nicht nur in Hinblick auf das visuelle Ergebnis, sondern auch in Hinblick auf die soziale Dimension künstlerischer Zusammenarbeit. (wh)

    

Die aktuellen Podcastepisoden

Alle deutschsprachigen Episoden | Alle englischsprachigen Episoden | Alle Videoepisoden | Alle Audioepisoden | +



Podcastverzeichnis



Kategorien

tag cloud



Gratis abonnieren



Sponsoring und Kooperationen

  • Artports.com
  • Galerie Artmosphere

Möchten auch Sie CastYourArt unterstützen? Kontaktieren Sie uns.



Newsletter abonnieren

Wir halten Sie auf dem Laufenden


 



Über CastYourArt


Service und Unterstützung


Fragen und Antworten