Home | Kontakt

CastYourArt
Willkommen auf CastYourArt

Kunst bewegt Menschen. CastYourArt handelt von Menschen, die sich für Kunst begeistern. In wöchentlich erscheinenden Podcastepisoden und Beiträgen schafft CastYourArt Zugang zur Welt der Kunst, zu ihren Gedankenräumen und Ideen, zu Institutionen und Akteuren, zu Wirtschaftlichkeit, Widersprüchlichkeit, Scheitern und Erfolg.

Sie können unseren CastYourArt Podcast gratis abonnieren, so erhalten Sie die neuesten CastYourArt Episoden automatisch zugesandt.



016 Hans Knoll - Kunst im Zeichen der Vermittlung

16. April 2008, 10:56:13 unter Audio, Deutsch, Galerie, Podcast, Portrait

Türen öffnen zu Kunst und sich dabei selbst entwickeln - damit hat Hans Knoll begonnen und von diesem Anspruch ist seine Galerietätigkeit auch heute noch getragen. Anfang der achtziger Jahre startete er mit einem Raum, einem wöchentlichen Abendessen für Freunde, Künstler und Gäste und der Möglichkeit in dieser Runde seine Kunst in Form von Ausstellungen, Performances oder Musik anderen vorzustellen. Die Treffen waren mehr eine freundschaftliche Sache. Nach und nach entwickelte sich daraus jedoch eine ernsthafte Galerietätigkeit und auch der Eindruck, dass es notwendig ist aus Wien hinauszugehen, um sich künstlerisch weiter zu entwickeln.

Noch in der ersten Hälfte der achtziger Jahre engagiert sich der junge Galerist in Ungarn. Er gründet in Budapest eine Künstlerkooperative als kommunistisches Pendant zur Galerie und setzt sich intensiv mit Kunst aus den umliegenden Oststaaten Europas auseinander. Dass sich an der Schwelle zwischen Ost und West die Tür in beide Richtungen öffnen lässt und innen und außen relativ sind zur Seite auf der man steht, ist ihm dabei sehr bald klar geworden. Knoll kuratiert Ausstellungen, die Kunst in beide Richtungen vermitteln wollen und er lernt Anfang der neunziger Jahre, dass die Öffnung und das plötzlich massive Interesse des Westens für Kunst aus bislang unentdeckten Ländern den Entdeckten zumindest vorübergehend auch schaden kann.

Hans Knoll - Kunst im Zeichen der Vermittlung, Interview Teil 1


[14:31 min] herunterladen auf: Handy, Computer und iPod | Feedback senden

Hans Knoll - Kunst im Zeichen der Vermittlung, Interview Teil 2


[11:24 min] herunterladen auf: Handy, Computer und iPod | Feedback senden

Hans Knoll - Kunst im Zeichen der Vermittlung, Interview Teil 3


[12:07 min] herunterladen auf: Handy, Computer und iPod | Feedback senden

Hans Knoll - Kunst im Zeichen der Vermittlung, Interview Teil 4


[09:22 min] herunterladen auf: Handy, Computer und iPod | Feedback senden

Neben Begeisterungsfähigkeit brauchte es in dieser Umbruchszeit vor allem Durchhaltevermögen, reflektiert er. Er habe damals öfter daran gedacht seine Galerie in Ungarn zu schließen, letztlich aber habe ihn die Herausforderung gereizt und er habe begonnen sich auch in Moskau zu engagieren. Heute, sagt er, finde er auch St. Petersburg extrem spannend.

Knolls Lust, sich zu entwickeln, zu vermitteln, seine Standfestigkeit und seine Transparenz hinsichtlich der eigenen Möglichkeiten haben ihm Türen zu Künstlern geöffnet. Knoll arbeitet intensiv mit Blue Noses und AES+F aus Russland zusammen, Ákos Birkás und Csaba Nemes sind ungarische Künstler, die die Galerie vertritt, aus Österreich sind beispielsweise Mara Mattuschka und Wilhelm Scherübl bei der Galerie Hans Knoll im Programm. (wh)



010 Eva Jiricka - If I Couldn’t Do This, I Wouldn’t Know What to Do.

5. März 2008, 11:42:34 unter Englisch, Podcast, Portrait, Video

“Wenn jemand käme und mein Auto waschen würde hätte ich Freude. Ich hätte Freude, dass es passiert, aber ich würde nicht dafür zahlen wollen. Manchmal denke ich, mit der Kunst ist es für viele dasselbe.”

Eva Jiricka, Video- und Performancekünstlerin aus Prag, überträgt in ihren Arbeiten kollektive gedankliche Vorstellungen ins Alltägliche. Dabei handelt es sich um Vorstellungen vom Anderen, von Sexualität, von der Gefahr des Fremden, von Städten, aber auch vom Dasein als Künstler. Meist sind es Gemeinplätze, deren bewusste oder unbewusste Träger wir sind und deren Spuren wir hinterlassen - in der Form von Handlungen, von Gegenständen, von Zuschreibungen, von visuellen Schablonen, derer wir uns bedienen und mit denen wir medial gefüttert werden. In ihren Videoarbeiten stellt Eva Jiricka diesen kollektiven Bildern nach. Sie stellt sie dar. Sie legt sie bloß. Sie realisiert sie für uns. Das ist erstaunlich Augen öffnend.


[6:05m] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Während ihres durch die Visegrad Foundation ermöglichten Aufenthalts als Artist in Residence der Galerie Space in Bratislava, ergab sich für uns die Gelegenheit mit Eva Jiricka über ihre Arbeiten und ihr künstlerisches Selbstverständnis zu sprechen. Die im Podcast gezeigten Videosequenzen wurden uns von der Künstlerin zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um Ausschnitte aus ihren Arbeiten “New Home”, “Morning Cleaning”, “Drive”, “Merkmale” und “Shit in the Garden” aus den Jahren 2004-2008. (wh)



006 Journey to the West

5. Februar 2008, 21:06:00 unter Ausstellung, Deutsch, Podcast, Video

Will man umschreiben, was die chinesische Gesellschaft aktuell an ihrer Zeit durchlebt, erscheint ein entsprechendes Repertoir an Beschleunigungsmetaphern hilfreich. Die Kraft, mit der der ökonomische Motor das Land von einem ehemaligen Bauernstaat zur Wirtschaftsmacht umpflügt, versetzt in Staunen, Sorge, Ehrfurcht und Furcht, nicht nur im Westen. Vielen Chinesen fordern die Begleiterscheinungen des Modernisierungsschubs im täglichen Leben immense Anstrengungen ab. Eine davon lautet, die Integrität des Alltags – seine Normalität – zu wahren.

Journey to the West, die Ausstellungsreise dreizehn junger chinesische Künstler in den Westen, setzt an dieser Selbstbestimmung im Alltäglichen an. Die Wiederbelebung kultureller Tradition, das selbstreflexive Spiel mit Symbolen vorangegangener Modernisierungsphasen, die künstlerische Zusammenschau von Gegenständen des täglichen Gebrauchs versuchen zwischen verblassendem Gestern und verändertem Morgen ein Heute zu erfassen oder doch wenigstens zu greifen. Als chinesische Innerlichkeit bringen die Kunstwerke den Verlust des Erzählerischen zum Vorschein, Zusammenhang erscheint zitiert, Selbstwahrnehmung ist Selbstexperiment.


[6:10 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Wir haben die Ausstellung Journey to the West im Kunstraum NOE für eine Nabelschau zur aktuellen Befindlichkeit junger chinesischer Kunst genutzt. Unsere Gesprächspartner waren Christiane Krejs, Direktorin des Kunstraum NOE, Chen Yuan, Executive Director der RCM Gallery in Nanjing sowie der Videokünstler Cao Kai. Die ausgestellten Arbeiten stammen von Han Dong, Xu Hong, Sun Jianchun, Jiang Jihui, Lin Jingjing, Li Jikai, Cao Kai, Liu Liyun, Luo Quanmu, Dong Wensheng, Wang Yabin, Yan Zhilin und Bao Zhong. (wh)



005 nomadSPACE - Art en route

30. Januar 2008, 17:40:32 unter Englisch, Galerie, Interview, Podcast, Video

Kunst ist für Menschen da und meistens kommen die Menschen zur Kunst. Manchmal kommt Kunst aber auch zu den Menschen - vorausgesetzt jemand hat genug Begeisterung und Engagement sie hinauszutragen. Wir haben eine Galerienomadin im Zeichen der Kunst interviewt.


[3:54 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Ivana Madariová, Kuratorin der Galerie Space, verlässt von Zeit zu Zeit die Räumlichkeiten ihrer Galerie in der Stefánikova Straße in Bratislava und geht mit ihrer Kunst auf Reisen. Aus Space wird dann Nomadspace, um Menschen näher zu kommen, um Kunst in die Straßen und den öffentlichen Raum zu tragen und Vorbeigehende für die jungen Künstler der Galerie zu interessieren. Damit Kunst beweglich wird, wurde 2007 ein Kleintransporter umgebaut, die ersten Ziele waren Multimedia- und Filmfestivals in der Slowakei aber auch Re:Sonance in Wien, Artissima in Turin, Zürich oder das 9th International Festival of Contemporary Art of Women in der slowenischen Hauptstadt Laibach. Nomadspace zeigt vor allem Videokunst. Sie muss binnen Sekunden Aufmerksamkeit auf sich ziehen und mit Passanten auf der Straße kommunizieren. Dabei sind die Zugänge durchaus unterschiedlich. Sind es im Fall der Künstlergruppe Azzoro aus Polen Ironie und Performativität, die ansprechen, schafft Zbynek Baladran, einer der bekanntesten tschechischen Videokünstler, mit seiner Videoserie den Spagat zwischen sozialpolitisch-philosophischem Tiefgang und ansprechender visueller Form. Lenka Cisarova, nennt die Kuratorin Madariová als ein Beispiel für junge Kunst aus Bratislava. Die Studentin an der bildenden Kunst in Bratislava passe mit ihrem Projekt einer tanzenden Ballerina in der Box hervorragend in die “Cargobox” des Kleintransporters, dem Ausstellungsraum von Nomadspace, einer Galerie auf Reisen. (wh)

    

Die aktuellen Podcastepisoden

Alle deutschsprachigen Episoden | Alle englischsprachigen Episoden | Alle Videoepisoden | Alle Audioepisoden | +



Podcastverzeichnis



Kategorien

tag cloud



Gratis abonnieren



Sponsoring und Kooperationen

  • Artports.com
  • Galerie Artmosphere

Möchten auch Sie CastYourArt unterstützen? Kontaktieren Sie uns.



Newsletter abonnieren

Wir halten Sie auf dem Laufenden


 



Über CastYourArt


Service und Unterstützung


Fragen und Antworten