In der aktuelle Ausstellung PHANTOMAK präsentiert CastYourArt in Kooperation mit der TU Wien und der Galerie Heike Curtze die neue Skulpturenreihe des Künstlers Tomak. Darüber hinaus gibt es in der Ausstellung auch den neuen Werkkatalog des Künstlers zu sehen. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal (4. Stock), Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.
MUSA - Die Stadt als Kunstfreund
20. Mai 2010, 11:41:09 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Museen, Museum auf Abruf, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichDie Sammlung der Kulturabteilung der Stadt Wien zeigt eine enorme Bandbreite an Zugängen figuralen Schaffens zur menschlichen Figur. Mit anderen Worten: Die Skulptur steigt vom Sockel – oder auch nicht

Das Museum auf Abruf MUSA beherbergt viele der von der Kulturabteilung der Stadt Wien im Laufe der Jahre getätigten Ankäufe und zeigt sie nun in der Ausstellung “Raum_Körper Einsatz”. Die auch durch Initiativen wie „Kunst am Bau“ oder “Galerie im Grünen” entstandene Sammlung bietet einen Eindruck von Positionen der Skulptur und ihres Wandels im letzten halben Jahrhundert und liest sich wie ein who’s who der österreichischen Nachkriegskunst. Weiterlesen »
Wilhelm Scherübl - Transformieren
19. August 2009, 11:11:13 unter Admont, Ausstellungen, Deutsch, Museen, Podcast, Portraits, Radstadt, Stift Admont, Video, ÖsterreichSeine Arbeiten durchmessen die Koexistenz von Natürlichem und Künstlichem und schaffen gleichzeitig ein Ordnungssystem persönlicher Zeit- und Naturerfahrung.

Es haben sich gewichtige Gründe dafür gezeigt, so der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk, dass es für Menschen weit weniger wichtig sei, zu wissen, wer sie sind, als wo sie sind. Die hartnäckige Ignoranz gegen den Ort des Existierens sei eine der Ursachen für das, was die neuere Philosophie die Seinsvergessenheit genannt hat. Weiterlesen »
Michael Kienzer - Zwischen Dingen und Materialien
12. August 2009, 10:13:39 unter Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichDer Blick ist ein pragmatisch-ironischer, das Kunstwerk bar jeder Narrativität. Ein Portrait des Künstlers Michael Kienzer.

Ein rasterartiges Strebewerk aus mehreren vertikalen und horizontalen Aluminiumstangen steht im Raum, wird zusammen- und aufrechtgehalten mittels eines chaotischen Geflechts schwarzer Gummibänder ohne sichtbarem Anfang und Ende. Die Skulptur vermittelt eine prekäre Stabilität, die auf dem Wirken von Schwerkraft, Zug, Druck, Reibung beruht. Das Spürbarmachen von Kräften, die ein Werk konstituieren, ist ein zentrales Anliegen des Künstler Michael Kienzer. Weiterlesen »
Thomas Baumann - Die Sprache der Bewegung
15. Oktober 2008, 10:24:03 unter Englisch, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichSkulpturen und Installationen des Künstlers Thomas Baumann, haben etwas von lebendigen Geschöpfen. Meist sind sie bewegt. Sie verformen sich, sie machen Geräusche, sie bewegen den Betrachter – emotional, auf der Ebene seiner Überzeugungen, durch Herausforderung zur Teilnahme auch körperlich. Bewegung, sagt der Künstler, ist eine Sprache unserer Zeit. Wir verstehen sie und fühlen uns von ihr auf unterschiedlichen Ebenen angesprochen.

Thomas Baumann fertigt Arbeiten aus mechanischem, technologischem und elektronischem Material. Die Bauteile haben eine eigene Ästhetik, nichts wird hinter Designfassaden versteckt. So erhalten die Skulpturen etwas von Maschinenbaukunstwerken, die den Anschein machen, sie seien Geschwister jener Maschinen, die in den Fertigungsstraßen industrieller Fabrikation ihren Dienst leisten. Angesichts ihrer Nähe zu den auf Produktionsoptimierung und Vermeidung jeglicher Nebeneffekte rationalisierten Verwandtschaft, zeigen die aus dem Fertigungskontext herausgerissenen Maschinenbaukunstwerke Baumanns, für die Menschen, die sie umgeben, eine überraschend beseelte Dimension. Sie haben lyrische Seiten, Humor, sie ziehen an, sie verlangen Zeit, sie fordern gesellschaftskritisch heraus, sie machen nachdenklich, sie erfreuen, sie zeigen eine Seele, die der produktionsoptimierten Maschinerie und ihren Bedienern ausgetrieben wird und unter der Hand des Künstlers wieder zum Vorschein gelangt. Technik, sagt Thomas Baumann, hatte ihre ursprüngliche Funktion darin, den Menschen zu erfreuen und sein Dasein zu erweitern. Eine Bestimmung, an die er mit seinen künstlerischen Arbeiten anschließt. (wh)
Markus Wilfling – A Sculpture Is Something That Is Here
30. Juli 2008, 17:16:25 unter Englisch, Graz, Podcast, Portraits, Video, ÖsterreichFlaches ins Räumliche rücken. Dreidimensionalität entwerfen, die unter unserem Blick verflacht. Die Übertragung von Räumlichem ins Bildliche und umgekehrt eröffnet Möglichkeiten des Skulpturalen, die den Künstler Markus Wilfling faszinieren.
Für ihn sind es die tagtäglichen Dinge und der Blick mit seinen Gewohnheiten, die ihn künstlerisch herausfordern. Mit seinen Arbeiten gib er einer auf Normalisierung abzielenden Wahrnehmung Aufregendes gerade da zur Hand, wo wir uns routinehaft nichts erwarten: In Handlungsabläufen, wie dem allmorgendlichen Blick in den Spiegel. Auf Wegen, die wir tagtäglich gehen. Im Umgang mit Objekten unseres täglichen Gebrauchs.

Markus Wilfling lebt in Graz, Österreichs zweitgrößter Stadt. 2003 hat er den Grazer Uhrturm, das Wahrzeichen der Stadt, mit einem Schatten seiner selbst – gebaut im Verhältnis 1:1 – dupliziert. Die Stadt wurde plötzlich comic-haft, wie eine riesige Fassade vor einer noch größeren gemalten Wand stehend, denn Schattenwurf, sagt uns die Wahrnehmung, wird erst sichtbar, wenn er auf eine greifbare Oberfläche trifft.
Eine Vielzahl Projekte sind auf dieses Kulturhauptstadt Projekt gefolgt: Spiegelräume, die sich unter unserer Wahrnehmung zu Flächen verbiegen, Raumspiegelungen, die sich bei genauer Betrachtung nicht als Spiegelungen, sondern als exakte Nachbauten erweisen, Badewannen, Sitzreihen, Tische und Parkbänke, die allmählich in einem Boden versinken, von dem wir wissen, das er dafür nicht weich genug ist, auch wenn uns unsere Wahrnehmung das Gegenteil nahe legt.
Die Irritation der Täuschung bereitet Freude, mehr noch, sie fasziniert. Aber das ist ein Nebeneffekt, betont der Künstler, wie es ihm mit seiner Kunst auch nicht um die Schattenseiten des Lebens oder andere psychologische Deutbarkeiten geht. Wohl aber betont er die politische Seite seiner Interventionen. Im öffentlichen Raum stoßen seine Skulpturen ans Gängige und reiben am Gewohnten – beides aber ist von Konsum und Macht, von Mehrheitsmeinung und Fraglosigkeit durchsetzt. (wh)




