In der aktuelle Ausstellung PHANTOMAK präsentiert CastYourArt in Kooperation mit der TU Wien und der Galerie Heike Curtze die neue Skulpturenreihe des Künstlers Tomak. Darüber hinaus gibt es in der Ausstellung auch den neuen Werkkatalog des Künstlers zu sehen. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal (4. Stock), Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.
DHC/ART - Zeitgenössisches Mäzenatentum in Kanada.
20. Mai 2009, 09:04:35 unter Audio, DHC/ART, Deutsch, Englisch, Interviews, Kanada, Montreal, PodcastIn Kanada ist Kunstförderung durch Private wichtiger geworden. Nicht, weil es so viele reiche Menschen mit philanthropischen Ambitionen im Kunstsektor gibt, sondern, weil in Kanada, wie in anderen Ländern auch, die öffentliche Hand ihre Sorgen mit der Sorge um die Kunst hat. Einer zum Teil veralteten und sehr teuren Infrastruktur und staatlichen Einsparungen auf der einen Seite steht ein sich wandelnder Kunstbegriff und eine wachsende Population künstlerisch tätiger Menschen auf der anderen Seite gegenüber. Das sind Umstände, die nur schwer unter einen Hut zu bringen sind und Versorgungslücken hinterlassen. In diesem Kontext spielt die Förderung von Kunst durch Private auch in Kanada eine wichtige, zugleich nur von wenigen wahrgenommene Rolle. Die Zunft der Kunstphilanthropen beschränkt sich auf ca. fünf bis zehn potente Geldgeber.
Die DHC Stiftung für zeitgenössische Kunst residiert im nahe am Hafen gelegenen Stadtviertel Old Montreal und betreibt dort einen eigenen Kunstraum. Gegründet wurde DHC 2007 von Phoebe Greenberg, Penny Mancuso und Tammy Lee. Greenberg gilt als die treibende Kraft und finanzielle Quelle der Stiftung. Als Künstlerin und Unternehmerin hat sie Erfahrung in beiden Bereichen des Stiftungswesens und als Filmproduzentin wohl auch die nötige Durchhaltekraft, die Foundation zu realisieren. Bis sie die erste Ausstellung eröffnen konnte sind fünfzehn Jahre an Überzeugungs-, Planungs- und Umsetzungsarbeiten vergangen.
Audiointerview mit John Zeppetelli
Inzwischen nimmt die Stiftung ihre Rolle der Förderung zeitgenössischer Kunst durch Ausstellungen, Bildungsprogramme, Künstlergespräche, Kunstfilm Präsentationen und spezielle Projekte wahr. Die Tätigkeit der Stiftung beschränkt sich inzwischen nicht mehr nur auf die eigenen Räumlichkeiten, gefördert wird auch die Präsentation von Kunstwerken bei großen internationalen Kunstschauen.
International bekannte Namen nach Montreal zu holen ist eine der Stiftungsaufgaben. Christian Marclay, Sophie Calle oder auch Marc Quinn waren Einzelausstellungen mit umfassender Werkschau gewidmet. Der inhaltliche Ansatz deckt sich mit der Notwendigkeit des privaten Stiftungswesens: Die Möglichkeiten des Kunstbetriebes sollen durch private Gelder ergänzt werden. Gezeigt wird demnach, woran es mangelt, und das sind, so der Kurator John Zeppetelli, eben vor allem die Großen der zeitgenössischen Kunst. Für diese ist das Montrealer Kunstpublikum früher nach New York geflogen, sofern es sich diesen Luxus leisten konnte, jetzt macht es statt dessen bei freiem Eintritt einen Ausflug ins DHC ins alte Viertel der eigenen Stadt. (wh)
Shary Boyle - Manufaktur des Fragilen
25. März 2009, 10:52:22 unter AGO, Englisch, Kanada, Museen, Portraits, Toronto, VideoPorzellan, in Europa lange Zeit asiatische Importware, erzielte am Markt Preise wie Gold. 1708 entdeckte der Alchemist Johann Friedrich Böttger die “europäische” Rezeptur für Hartporzellan. August der Starke, Kurfürst von Sachsen und Dienstherr Böttgers ließ daraufhin in Meissen Europas erste Manufaktur für Porzellan errichten. Der Alchemist und seine in der Manufaktur tätigen Kollegen wurden mit Reiseverbot bedacht, die Verbreitung der Rezeptur sollte verhindert werden. Bereits 1718 brachte ein aus Sachsen flüchtiger Arkanist die Formel jedoch nach Wien, dort entstand mit der Manufaktur Augarten die erste Meissner Konkurrenz.
Die Porzellanproduktion in Meissen spezialisierte sich früh auf Figurenplastiken. Die Meissener Figurinen waren Statusobjekte der Reichen dieser Zeit. Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts änderten sich Produktionsform und Geschmack. Die Porzellanfigürchen waren bald als industriell gefertigter Massenkitsch verschrien. Goethe schreibt nach einem Besuch in der Meissener Produktion: “Es ist eigen und beynah unglaublich, daß man wenig darin findet, was man in seiner Haushaltung besitzen möchte.“ Zu sehen ist „von allem, was nicht mehr gefällt und nicht mehr gefallen kann, und das nicht etwa eins, sondern in ganzen Massen zu hunderten, ja zu tausenden.“

Shary Boyle, in Toronto lebende Künstlerin, beginnt Ende der 1990er Jahre mit skulpturaler Arbeit. Zunächst verwendet sie im Backofen härtende Modelliermasse für ihre Figuren. Angelehnt an Mythologien und verwoben mit aktuellen Themen sind diese phantastische Interpretationen der Welt. Das Phantastische nutze sie als eine Form zu entfliehen, dem Banalen und den deprimierenden Elementen unserer täglichen Existenz. So, sagt sie, habe das Ganze angefangen. Knapp zehn Jahre später hat sich die Künstlerin zum Material Porzellan weitergearbeitet, beherrscht die Technik der Produktion und ihre Geschichte. Im Gegensatz zur Modelliermasse ihrer frühen Arbeiten ist das Material Porzellan historisch besetzt. Ihre Figuren bringt sie deshalb nicht mehr nur aus dem Material hervor. Sie sind Teil einer Tradition, die in Europa in Meissen begann und deren symbolisches Referenzkraft die Künstlerin nutzt.
Zur Weiterentwicklung ihrer Technik hat Shary Boyle die Porzellanmanufaktur in Meissen besucht. Die ihre Figurinen zierenden Spitzen aus Porzellan sind ursprünglich eine Meissener Erfindung. Das Zierliche nutzt sie zur Darstellung von Widersprüchlichkeit und Hybridität. Inhaltlich geht es ihr in ihren Arbeiten darum, Platz zu schaffen für das, was weniger akzeptiert, aus der Ordnung geraten, unkontrollierbar ist. Die Spitzen wuchern und überwuchern die Figuren, deren Gliedmaßen oftmals verkehrt angebracht oder abgeschnitten sind. Biedermeierisch anmutende, in demütiger Haltung verharrende Figürchen, stehen enthauptet da oder mit abgetrennten Gliedmaßen, sie weisen Wunden und Schnitte auf und ihre Gesichter zeigen Lust, aber auch erlittenes Unrecht und Schmerz. Die Schönheit des Trägermediums und seine eher konservative Tradition werden zum Kontrastprogramm, wie ein Schleier legt sich die zierliche Spitzenhülle über alles und scheint verdecken zu wollen, was aus dem Inneren hervorbricht. (wh)
Karine Giboulo - 3D Comic
4. März 2009, 10:11:29 unter Englisch, Französisch, Kanada, Montreal, Podcast, PortraitsMit ihren Arbeiten, sagt die kanadische Künstlerin Karine Giboulo, möchte sie einen Eindruck hinterlassen, von der Welt. Ihren Eindruck. Was diesen Eindruck über die verschiedenen Arbeiten der Künstlerin hinweg kennzeichnet, ist ihr Blick. Giboulo hat einen Blick für die Nähe, selbst dann, wen das, worauf sie schaut, sich nicht unmittelbar vor ihren Augen befindet. Ihr Blick berührt, auch über Distanz, und stößt sich an Machtstrategien, die darauf abzielen, die Welt im Überblick zu behalten indem man im Einzelnen nicht so genau hin-, sondern eher darüber hinweg blickt, bereit sich emotional nicht berühren zu lassen. Der Soziologe Zymunt Bauman hat solchen Überblick, die soziale Erzeugung moralischer Unsichtbarkeit, als eine gezielte Strategie des Wegschauens unserer modernen, globalen Welt gebrandmarkt. Der Blick Giboulos weist in eine umgekehrte Richtung. Er konzentriert sich aufs Detail, er interessiert sich für die Dinge im Einzelnen und macht darin Wirkungen des Überblickens und Wegsehens aus.
Woraus bestehen die Arbeiten Giboulos? Es handelt sich bei ihren Arbeiten um Miniaturwelten. 3D Blicke auf den Parkplatz eines Fastfoodrestaurants, in Wohnzimmer, in Werbesujets, in Fabrikshallen, … zusammengestellt aus bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Knetmasse Figuren. Ihre kinderweltenartige Darstellung der Erwachsenenwelt, manchmal noch verstärkt durch den Einsatz des stilistischen Elements fabelhafter Personifikation, ist entwaffnend. Kunst, so niedlich und brutal deutlich, wie man es von Kindern kennt, wenn sie einem mitten ins Gesicht sagen, worüber man lieber hinwegsieht.

Ein Beispiel. Die Bereitschaft in unserer globalen Welt über Dinge hinweg zu sehen und Unberührtheit durch konsequenten Überblick zu bewahren, ist vor allem dort ausgeprägt, wo ausgiebig zu Bestpreisen konsumiert wird, was anderswo zu noch billiger produziert wird. In ihrer Arbeit “All you can eat” folgt Giboulo ihrem Bedürfnis, sich das anonymisierende “Made in China”, das als Prägung auf Sneakern, Bildschirmen, Plastikblumen, Handys, Elektrozahnbürsten und anderen Dingen den Konsum-Sinn unseres westlichen Lebens schildert, im Einzelnen zu veranschaulichen. Wer sind die Menschen, die diese Dinge für uns produzieren? Wundern sie sich manchmal über die Menschen, die all die Dinge kaufen, die sie fertigen? Giboulo besuchte Fabriken in der Sonderwirtschaftszone Shenzens und fertigte nach ihrer Rückkehr eine Miniaturwelt dreidimensionaler Nahaufnahmen dieser Menschen an. Ihre Einblicke hinterlassen einen Eindruck von Entindividualisierung und Masse, indem sie jenseits der Ästhetik der Wiederholung gerade die individuelle Seite solchen Daseins besonders hervorheben. Konsequent auch, dass das Einnehmen eines solcherart nahen Blicks die konsumierende Welt näher zu rücken zwingt und die Wohnzimmerwand der Konsumenten in Giboulos Arbeit an die der Schlafsäle chinesischer Wanderarbeiter grenzt. (wh)
Karine Giboulo hat auf der Pulse Contemporary Art Faire in New York 2009 den zweiten Preis für junge Künstler gewonnen! CastYourArt gratuliert!
The Sanchez Brothers - Das Dunkle belichten
4. Februar 2009, 09:06:36 unter Englisch, Kanada, Montreal, Podcast, Portraits, VideoCarlos, geboren 1976, Jason, geboren 1981, Nachname Sanchez, gemeinsam “The Sanchez Brothers”, ein viel versprechendes, junges Fotografenkollektiv. Gezeigt wurden die Arbeiten der beiden jungen Künstler aus Kanada bereits in zahlreichen Soloausstellungen in Kanada, den USA und Europa.
Ihre Fotografien, produziert in einem Atelier in den Fabrikhallen ihres Onkels in Montreal, haben Erfolg, obwohl sie oder vielleicht auch gerade weil sie die dunklen Seiten des Lebens und des menschlichen Tuns beleuchten. Schmerz, Wahnsinn, Tod, Selektion, Ungerechtigkeit, Missbrauch, Katastrophe, Trauer, Erniedrigung, Einsamkeit, Ausbeutung. Man kann es sich aussuchen, wovor man im Leben die Augen verschließt.

Was Carlos und Jason Sanchez verbildlichen sind Inszenierungen des Stattgefundenen, basierend auf Medienberichten und Geschichten, die man hört. Ihre Fotografien komprimieren die Handlung. Sie sind gefrorene Schlüsselszenen, in die man auch ob der Größe eintaucht und es ist in ihnen die Herausforderung der Fotografen erlebbar, mit Mitteln der Fotografie einen komplexen Zusammenhang weitergeben zu wollen, in einem einzigen filmischen Bild.
Solche Komprimierung ist teuer und wäre den beiden jungen Künstlern ohne staatliche Förderung und die Unterstützung durch die Provinz Quebec nicht möglich. Recherche, das Suchen und Aufsuchen von Orten, die die Aura der Szenerie tragen, die Verbildlichung des Vorgestellten in einem Studio-Set … Zum Teil wird das Interieur, in Einrichtungshäusern und Shops gekauft, nach dem Shooting wieder fein säuberlich verpackt und vom Recht auf Rückgabe Gebrauch gemacht. Das spart Geld, denn unter zeitlichen Gesichtspunkten ist die fotografische Arbeit der beiden verschwenderisch. Zwei Monate vergehen im Durchschnitt mit Vorbereitungszeit.
Entwicklung sehen die Brüder in der Erweiterung ihrer Arbeit in Richtung Installation, ein Weg, den sie in den letzten Jahren mit Installationen wie “Between Life and Death”, “Natural Selection” und “Buried Alive” bereits gegangen sind. Künstlerische Zukunft hat für Carlos und Jason Sanchez auf längere Sicht auch der Film. (wh)
Die nächste Soloausstellung mit den Arbeiten der beiden zeigt im Februar die Galerie DNJ in Los Angeles.
Michel de Broin - Matters of Circulation
26. November 2008, 11:02:11 unter Berlin, Deutschland, Englisch, Podcast, Portraits, VideoIm Jahr 1771 veröffentlicht Louis Sébastien Mercier den Roman “Das Jahr 2440″, die Utopie einer idealeren, in ferner Zukunft gelegenen Welt. Schon vorher hat es Utopien gegeben. Neu an Merciers Utopie ist jedoch, dass der Mensch die ideale Welt nicht nur durch Zufall erreicht, beispielsweise einen Sturm, der den Schiffbrüchigen an den Strand des idealen Ortes spült, sondern über eine von seinen Handlungen getragene, lineare Geschichte. “Einige Köpfe waren gleich am Anfang erleuchtet, aber der Großteil der Nation war noch leichtsinnig und kindlich. Nach und nach wurde der Geist herangebildet. Wir müssen noch mehr tun, als wir bisher geschafft haben. Wir haben nicht viel mehr erreicht als die Hälfte der Leiter.” resümiert der Künder aus der Zukunft den Zwischenstand auf halbem Weg zur Verwirklichung der Utopie. Merciers Erzählung der vom Menschen getragenen, stufenweisen Umsetzung einer Idealvorstellung ist eine moderne Vision – menschliches Vermögen, Vernunftbegabung und der Glaube an den technisch rationalen Fortschritt stehen im Vordergrund.

Die modernen Fortschrittsvisionen sind an ihrer Realisierung zerplatzt. Diese Erkenntnis hat sich in den darauf folgenden Jahrhunderten eingestellt. Das moderne Projekt steckt auf der Hälfte einer Stufenleiter fest, die nur weiter, nicht aber notwendig vorwärts führt, und der Glaube an den gemeinsamen Weg der Menschheit in die ideale Welt, an den “Traum aller Träume” wie Mercier seine Vision nennt, verblasst. Im Großen wie im Kleinen haben sich die Vorstellungen optimalerer Welten vervielfacht, und statt der einen Bewegung, um sie zu erreichen, findet ein reges Nebeneinander und ständiger Wechsel der Mittel und Wege statt.
Die Skulpturen und öffentlichen Interventionen des kanadischen Künstlers Michel de Broin beziehen sich gewissermaßen auf diesen Zwischenstand auf der Hälfte der Stufenleiter. Sie greifen die schon ein wenig angestaubten, aber noch immer unseren Alltag bestimmenden Umsetzungen der großen modernen Fortschrittsgeschichte auf – zum Beispiel Autos, jene Statussymbole des Fortschritts, die meist nur von einer Person genutzt werden, unendlich Benzin fressen und die Umwelt zerstören. Zugleich aber beziehen sie sich auch auf die vielfach neuen Rezepte zur Erreichung besserer Zeiten – Verlangsamung im Zeichen des Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft ohne Energieverlust, postindustriellen Visionen der Nachhaltigkeit – und die ihnen entsprechenden Mittel der Umsetzung, die unser Leben bevölkern.
Seine Arbeiten setzen solche Optimierungsvisionen um und in Szene und führen, manchmal durch Übersteigerung oft aber auch nur durch Verbildlichung, ihre inneren Tendenzen und Widersprüchlichkeiten vor. Das reißt Lücken in die einschränkenden Festlegungen alter und neuer Zielverbissenheit ohne zu schulmeistern. Sein Stil entspricht eher jenen, die den Unterricht schwänzen, weil spielerische Entdeckerlust sie hinaustreibt und deren Schabernack aufzeigt, wo Fortschrittszwang und Leistungsfähigkeit die Welt zu sehr am Zügel reißt. (wh)
Mankind at the Donau Festival
21. Mai 2008, 13:40:21 unter Donau Festival Krems, Englisch, Festivals, Interviews, Krems, Podcast, Video, ÖsterreichIm Fall von Mankind wird die Menschheit von zwei Künstlerinnen gestellt. Wie jede andere Menschheit hat auch diese ihre Vorgeschichte. Der eine Teil von Mankind, D. Kimm, ist eine aus Montréal stammende Dichterin und Musikerin. Bereits vor ihrer Zeit bei Mankind organisierte sie Literaturfestivals und verschrieb sich als Leiterin von “Les Filles électriques” der Aufführung von Poesie in ihren schriftlichen, gesprochenen und elektronischen Formen. Der andere Teil der Menschheit hat Wurzeln in Ottawa, heißt Alexis O`Hara und sammelte als Musikerin elektronischer Klangzunft, Onomatopoetin und Poetry Slammerin bereits Erfahrung in der Verdichtung menschlicher Belange.
Mankind performt life elektronisches Klanggut mit eigenen, zu Loops geschleuderten, Stimmlagen, poetischen Konversationen und on the go produzierten Geräuschkulissen zu einem Klangkino von besonderer visueller, akustischer und inhaltlicher Dichte. Ihren eigenen Worten zu Folge ist Mankind “Überschallkino mit visuellem Bonus”. Das Publikum erlebt filmische Qualität ohne Rewind-Knopf. Der improvisatorische Charakter ihrer Performances führt ständig Neues vor Augen und durchbricht die gläserne vierte Wand, die im herkömmlichen Theater die Kunst vom Zuschauerraum trennt.

Mankind, der Name des Duos, ist inhaltlich-programmatischer Natur. Das menschliche Sein zieht sich als roter Faden durch ihre stets themenbezogenen Inszenierungen. Gelebte und gewünschte Alltäglichkeiten werden entworfen. Was dem Profanen zu Grunde liegt - verheimlicht oder geheiligt – kommt in den Blick. Mankind durchleuchten die Wunschmaschine Leben. Was sie uns vorfertigt an Schönem und Schwierigem wird audioszenisch gesichtet, improvisatorisch erweitert, gebrochen, mitunter auch zerstört. “We seek out Beauty as well as Trouble. We transcend the Palpable and the Impalpable. Our Weakness is our Strength.” heißt es im künstlerischen Manifest, ” We are Mankind.”. (wh)
Die Aufnahmen zur Episode entstanden am Donaufestival Krems.




