Kunst bewegt Menschen
CastYourArt handelt von Menschen, die sich für Kunst begeistern. In wöchentlich erscheinenden Video- und Audiobeiträgen schafft CastYourArt Zugang zu Kunst, zu ihren Gedankenräumen und Ideen, zu Institutionen und Akteuren, zu Wirtschaftlichkeit, Widersprüchlichkeit, Scheitern und Erfolg. CastYourArt - Kontakt
CastYourArt gratis auf Ihrem Computer
Melden Sie sich an und wir stellen Ihnen die aktuellsten Beiträge von CastYourArt automatisch als Gratisdownload im iTunes Store zur Verfügung. CastYourArt - Abonnement
CastYourArt für iPhone und Handy
Wir haben CastYourArt für unterwegs entwickelt. Wählen Sie www.castyourart.com/mobile in ihrem iPhone- oder Handybrowser und Sie sind dabei. CastYourArt - Mobile
CastYourArt English
Follow this link to visit the English-language CastYourArt. CastYourArt - english webpage
The First Hit of PHANTOMAK - The Ear Problem. No Problem.
27. August 2010, 16:54:27 unter Ankündigung, Ausstellungen, CastYourArt, Deutsch, Galerien, Wien, ÖsterreichCastYourArt präsentiert
The First Hit of PHANTOMAK:
The Ear Problem. No Problem.
Künstler: TOMAK und Alek Kawka.
Montag, den 13. September eröffnet in den Räumlichkeiten von CastYourArt und PURPUR Architektur in der Gumpendorfer Straße 55 die Ausstellung “The First Hit of PHANTOMAK: The Ear Problem. No Problem.” mit Arbeiten der Künstler TOMAK und Alek Kawka.
Gezeigt werden zwanzig gemalte Bilder, Auseinandersetzungen des Künstlers TOMAK mit den Themen Kopf, Skulptur, Identität und Maskerade, sowie zehn Photoarbeiten, mit denen die Künstlerin Alek Kawka die Entwicklung des Projekts PHANTOMAK reflektiert.
Eröffnung: Montag, 13. September 2010 um 18.00 Uhr
Ausstellung: Dienstag, 14. September - Freitag 8. Oktober 2010 | 12.00 - 17.00 Uhr
Gumpendorfer Str. 55, 1060 Vienna
Kontakt - Der Name ist Programm.
21. Juli 2010, 10:20:03 unter Englisch, Interviews, Kontakt, Erste Group Sammlung, Podcast, Sammlungen, Video, Wien, ÖsterreichKontakt ist die Kunstsammlung der Erste Bank Gruppe mit Schwerpunkt zeitgenössische Kunstproduktion in Osteuropa. Aber nicht nur. Viele aktuelle Tendenzen werden klarer, es gibt vieles zu entdecken…
Dieser Beitrag konnte mit freundlicher Unterstützung des Programm für Kunst und Zivilgesellschaft der Erste Bank verwirklicht werden.

Die Kunstsammlung der Erste Bank hat als Schwerpunkt die neuere Kunst in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, wobei von Anfang an Medien wie Film und Video einbezogen wurden. Aufgrund fehlender vernetzungs- und produktionsfördernder Strukturen fand in den meisten Ländern des ehemaligen Realsozialismus unter den Künstlern oftmals weniger Austausch statt als mit der internationalen Kunstwelt. Weiterlesen »
MUSA - Die Stadt als Kunstfreund
20. Mai 2010, 11:41:09 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Museen, Museum auf Abruf, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichDie Sammlung der Kulturabteilung der Stadt Wien zeigt eine enorme Bandbreite an Zugängen figuralen Schaffens zur menschlichen Figur. Mit anderen Worten: Die Skulptur steigt vom Sockel – oder auch nicht

Das Museum auf Abruf MUSA beherbergt viele der von der Kulturabteilung der Stadt Wien im Laufe der Jahre getätigten Ankäufe und zeigt sie nun in der Ausstellung “Raum_Körper Einsatz”. Die auch durch Initiativen wie „Kunst am Bau“ oder “Galerie im Grünen” entstandene Sammlung bietet einen Eindruck von Positionen der Skulptur und ihres Wandels im letzten halben Jahrhundert und liest sich wie ein who’s who der österreichischen Nachkriegskunst. Weiterlesen »
Christian Eisenberger - Der Reiz künstlerischer Gebärde.
20. Januar 2010, 16:58:45 unter Ausstellungen, Deutsch, Englisch, Interviews, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichWarum reizt das Unbesorgt-Sein an Menschen und Dingen? Weil es den Anschein von Verwahrlosung oder von Kindsein macht. Ein Portrait des Künstlers Christian Eisenberger.

Wenn ein Baum fällt, tief drinnen in einem Wald und niemand kann es bezeugen. Ist es dann wirklich geschehen? Und wenn jemand ein Kunstwerk macht, irgendwo am Fuße eines Berges und niemand anderer war dabei. Weiterlesen »
Douglas Henderson - Visible Sound
22. Juli 2009, 11:51:43 unter Audio, Berlin, Deutschland, Englisch, PortraitsDouglas Henderson nähert sich seiner Arbeit eher als abstrakter Maler, denn als Komponist. Ein Portrait des New Yorker Performers und Komponisten.
Teil 1. Visible Sound
Teil 2. Playback
Studiert hat der amerikanische Klangkünstler Douglas Henderson Komposition und Theorie an der Princeton Universität bei Milton Babbitt, dem Synthesizer Pionier und Pulitzer Preisträger, bei Elie Yarden und J.K. Randall, Mitherausgeber des Magazins Perspectives of New Music. Weiterlesen »
Tomak - Es gibt keine pessimistische Kunst
29. April 2009, 09:04:50 unter Deutsch, Interviews, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichÖl auf Leinwand, Zeichnungen, Texte, Performances – die Techniken künstlerischen Ausdrucks, sagt der in Wien lebende Künstler Tomak, muss man sich erarbeiten, hart erarbeiten. Zufrieden geben sich die Bequemlichen. Aber wer anderen zupass sein will, der schafft keine Kunst, denn er scheut Antrieb und Gegenwind.
Vorantreiben wollen und bestehen können, wenn harscher Wind aufkommt, beides sind Fundamente seiner künstlerischen Selbstpositionierung. Kunst, die es verdient, Kunst genannt zu werden, entspringt der Stärke und der Sensibilität. Man muss hart sein und Auflehnungsbereit gegenüber Trägheit, nur indem man sich vom Schwachen trennen kann gibt man dem Starken Raum. Diese Haltung verlangt der Künstler sich selbst ab und er mutet sie anderen zu. Sich zu Frieden geben? “Warum nicht etwas Fragwürdiges, etwas Verstörendes erzeugen? Ich ziehe in den Krieg.”

“Er widerspricht mit jedem Wort, dieser jasagendste aller Geister.” Das Bild das Nietzsche vom Künstler entwirft ist Tomak gedanklich nahe. Nietzsche habe das Theatralische, das ihm gefällt. Der städtische Bourgeois-Bohemian und der provinzielle Stammtischproletarier hingegen sind ihm verhasst. Zwar sind auch sie theatralisch, jedoch in negativstem Sinn: Sie tragen Intellekt und Revolte nur zur Schau, schaffen homöopathische Kunst, leben einen homöopathischen Kampf.
Als Künstler setzt man sich aus, das ist definitorisch gemeint. Man darf sich nicht ausnehmen, wenn man es ernst meint. Verletzungen muss man als Künstler in Kauf nehmen, sie sind als Teil der Forschung zu sehen. Die Abstraktion des Medizinischen verwende er, um psychologische Zustände zu fassen. “Im Gesicht zeichnet sich mein Leben ab, und so zeichne ich dem Leben ab”. In seine Bilder baut er sich selbst mit ein, entblößt bis aufs Fleisch. Wer sehen will, will nicht geschont werden, heißt es bei Nietzsche “Die furchtbaren und fragwürdigen Dinge darstellen, ist selbst schon ein Instinkt der Macht und Herrlichkeit am Künstler: er fürchtet sie nicht! Es gibt keine pessimistische Kunst. Die Kunst bejaht. Hiob bejaht.” (wh)
Ahmet Ögüt - Vor deinen Augen
12. November 2008, 11:20:38 unter Englisch, Istanbul, Podcast, Portraits, Türkei, VideoZeitgenössische Kunst war in der Türkei lange Zeit ein nationales Geschehen und wurde nicht zuletzt deshalb international weitgehend ignoriert. Das hat sich geändert. In den siebziger und achtziger Jahren haben KünstlerInnen wie Füsun Onur, Ayse Erkmen, Gülsün Karamustafa, Hale Tenger u.a. begonnen, traditionsbedingte oder nationalstaatliche Festlegungen zu durchbrechen und internationale Einflüsse einzubringen. Mit der stärker werdenden internationalen Aufmerksamkeit der neunziger Jahre und den Istanbul Biennalen bot sich der progressiveren zeitgenössischen Kunst der Türkei Präsentationsfläche und Öffentlichkeit, was das Bewusstsein für den Wert dieser Kunst vor Ort, wie auch deren Entwicklung förderte.
Die jüngere Generation türkischer Künstler hat von diesen Veränderungen inhaltlich aber auch beruflich profitiert. Der Zugang zum internationalen Kunstbetrieb ist für Kunst aus der Türkei heute offener als noch vor wenigen Jahren.
Einer der international beachteten türkischen Künstler der nach 2000er Generation ist Ahmet Ögüt. Ausstellungsbeteiligungen in San Francisco, Berlin, Sydney, Athen, Eindhoven, Seoul, Helsinki, Santa Fe, Nimes, Malmö, Stockholm, Zagreb, London, Banja Luka, Stuttgart. Einzelausstellungen in Basel und Barcelona, drei Biennalen, zahlreiche Online- und Printbeiträge. Die vergangenen zwölf Monate des 27 jährigen Künstlers mit Arbeits- und Wohnort Istanbul und Amsterdam waren künstlerisch dicht gedrängt.

Malerei, Performance, Video, Skulptur, Fotografie, Zeichnung, Installation. Ahmet Ögüt wendet verschiedene künstlerische Mittel an, um vielseitig Zugang zu seinen Ideen zu schaffen. In seinen Arbeiten greift er Gewohntes auf. Handlungen, Gegenstände, Situationen, die uns jeden Tag unterkommen, die für uns nicht weiter beachtenswert sind, weil wir sie schon längst erfasst haben. Die gewitzten Interventionen, mit denen Ahmet Ögüt am Gewohnten ansetzt, bringen jedoch Unerwartetes zum Vorschein: Einlagerungen staatlicher Macht, Festschreibungen gesellschaftlicher Unterschiede und soziale Kälte aber auch Idealismus, Hoffnung, individueller Widerstand und Ohnmacht werden in den Alltäglichkeiten sichtbar. Es setzt, sagt Ahmet Ögüt über die Wirkung seiner Kunst, eine Erinnerung ein an etwas, das wir schon wissen, aber zu sehen vergessen haben.
Statt dem oftmals hermetischen Weg der Theorie wählt der Künstler die Einstiegshilfe des Anektdotischen und Spielerisch-Absurden, um Menschen anzusprechen. Bei aller Leichtigkeit sind seine Arbeiten jedoch kritikvoll und weisen eine klare Schlagseite der Parteilichkeit für die entdeckerische, sich-öffnende, ausprobierende Seite im Menschen auf. Er wolle nicht belehren, sondern erinnern, und sei in seinem künstlerisch-politischen Selbstverständnis nicht an den großen Erzählungen interessiert, sondern an den Anekdoten. Diese könne man schnell erfassen. Sie verlangten nicht viel Zeit, um verstanden zu werden. So bleibe für jeden genug Zeit um darüber nachzudenken. (wh)
The Nature Theater of Oklahoma
22. Oktober 2008, 10:27:05 unter Englisch, Festivals, Podcast, Portraits, Tanzquartier Wien, VideoIn “Amerika”, Kafkas unvollendet gebliebenem Roman, wird der sechzehnjährige Karl, nachdem ihn ein Dienstmädchen verführt und von ihm ein Kind erwartet, auf Wunsch seiner Eltern nach Amerika geschickt. In New York beginnt der soziale Abstieg des von seinen Eltern verstoßenen Jungen. Auf der Suche nach Zugehörigkeit macht er die Erfahrung, in eine Welt geraten zu sein, in der nur der eigene Vorteil zählt und mit emotionalen Bedürfnissen kalkuliert wird. Soziale Anerkennung und emotionale Nähe wird ihm nur um den Preis der Unterwerfung und Selbstausbeutung zugestanden. Im letzten Kapitel des nie vollendeten Romans stößt Karl in den Straßen New Yorks auf ein Plakat des Nature Theater of Oklahoma, das jedem eine Arbeit und Heimat verspricht. Karl schreibt sich ein und zieht mit dem Theater Richtung Westen. Folgt man Max Brod, der den Roman nach Kafkas Tod veröffentlichte, war das Theater als der Ort geplant, an dem Karl Teilhabe und damit heim und zu sich selbst findet.

“All Welcome! Anyone who wants to be an artist, step forward! We are the theater that has a place for everyone, everyone in his place!” Es ist die auf dem Theaterplakat spürbare Großzügigkeit, vor dem Hintergrund der kalkulierenden und Menschen deformierenden Welt Karls, die den Geist der Theatergruppe Nature Theater of Oklahoma rund um Kelly Copper und Pavol Liska anspornt und zur Namensgebung beitrug. Ihr Theater ist ein Ort, der Teilhaben lässt, an dem sich die Szenerien vor dem Publikum entwickeln und eher gespielt wird, als ein Stück aufzuführen. In Kafkas Amerika ist es das einladende Moment des Theaters, das die Sinne für die soziale Kälte im Umgang der Menschen schärft. Auch im Spiel der aus New York kommenden Theatergruppe werden Alltäglichkeiten, die zu gewöhnlich sind, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden, zum Thema gemacht. Die Schauspieler spielen sie. Sie kreieren aus alltäglichen Bewegungen, die nach dem Zufallsprinzip des Würfelns oder Kartenlegens neu zusammengesetzt werden, Tanz und neuen Sinn und überführen wie in No Dice Telefongespräche in Theaterdialoge.
Die Vorgehensweisen der Theatergruppe resultieren in einem völlig ungewöhnlichen und humorvollen Theatererlebnis und sie öffnen darüber hinaus die Sinne und Neugier für Gesten, die wir täglich zu leben gewohnt sind, aber nur selten sehen. Bei den Salzburger Festspielen 2008 wurde das Nature Theater of Oklahoma dafür mit dem Young Directors Award ausgezeichnet. (wh)
SIGNA - Die Komplex-Nord Methode
8. Oktober 2008, 17:58:17 unter Deutsch, Festivals, Graz, Podcast, Portraits, Steirischer Herbst, Video, ÖsterreichAls Künstlerduo SIGNA versorgen die Dänin Signa Soerensen und der Österreicher Arthur Koestler unsere Welt mit ihresgleichen. Sie installieren Abzüge des Originals, dreidimensionale Parallelwelten, bewohnbare Kartographien: Eine heruntergekommene Absteige als die ausweglose Welt sechs osteuropäischer Prostituierter beherrscht vom Abstieg und der Brutalität ihrer Peiniger. Ein mystisches Albtraum Universum bestehend aus vierzig Räumen voll der religiösen, politischen und sozialen Rituale. Der Trakt einer geschlossenen psychiatrischen Station, geführt von der Ärztin Dr. Dorine Chaikin und ihrem Team, das amnesiekranke Patienten einem Verfahren aus Fürsorge und Disziplin unterwirft.

Die Parallelwelten von SIGNA sind Abzüge, die ihre geschichtliche und geographische Haftung verloren haben. Die Farbgebungen, die Kostüme, die Möbel, die bis ins kleinste Detail bruchlosen Requisiten wecken zeitliche und regionale Assoziationen, das wo und wann bleibt unbestimmt. Wer diese Welten betritt, schreibt sich ein, für sechs, zwölf oder vierundzwanzig Stunden und führt seinen Part am Geschehen aus. Kraft seiner Phantasie, seiner Persönlichkeit und seiner Grenzen beginnt ein Spiel zwischen sich und sich fremd sein.
Im Rahmen des diesjährigen Steirischen Herbst hat das CastYourArt Team um einen Besuchstermin im Komplex-Nord des Dorine Chaikin Institutes gebeten und eine der seltenen Drehgenehmigungen erhalten.(wh)








