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In der aktuelle Ausstellung PHANTOMAK präsentiert CastYourArt in Kooperation mit der TU Wien und der Galerie Heike Curtze die neue Skulpturenreihe des Künstlers Tomak. Darüber hinaus gibt es in der Ausstellung auch den neuen Werkkatalog des Künstlers zu sehen. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal (4. Stock), Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.

CastYourArt Video- und Audiobeiträge


Wiener Secession - Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.

6. Dezember 2011, 14:24:10 unter Deutsch, Englisch, Kunsträume, Podcast, Secession, Video, Wien, Österreich

Das Gebäude der Wiener Secession gilt als bauliche Manifestation der Ideen der Künstlervereinigung rund um Gustav Klimt, Koloman Moser, Carl Moll und anderen, die sich dem konservativen Kunstdiktat des damaligen Künstlerhauses verwehrten. Ein Beitrag über diesen ebenso historischen wie zeitgenössischen Ort der Kunst.


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Die Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession ist heute weltweit das älteste unabhängige, der zeitgenössischen Kunst gewidmete Ausstellungshaus. Das von Architekt Joseph Maria Olbrich entworfene Gebäude, gilt als bauliche Manifestation der Ideen jener Künstlervereinigung rund um Gustav Klimt, Koloman Moser, Carl Moll, Josef Hoffmann, Olbrich und anderen, deren Mitglieder sich im Übergang zum zwanzigsten Jahrhundert dem konservativen Kunstdiktat des damaligen Künstlerhauses verwehrten. Weiterlesen »



Die 60er Jahre - Eine phantastische Moderne

29. März 2011, 18:02:38 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Museen, Museum auf Abruf, Podcast, Video, Wien, Österreich

„Die 60er Jahre: Eine phantastische Moderne“ zeigt im Wiener MUSA den Zeitgeist eines Jahrzehnts, das von radikalen Umbrüchen gekennzeichnet war. So gut wie alle großen Namen der österreichischen Kunst sind vertreten.


[08:37 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Nicht nur in der Politik, auch in der Kunstlandschaft kam es in den sechziger Jahren weltweit zu einem Umbruch. Dieser Umbruch lässt sich auch in der österreichischen Kunstproduktion jener Zeit nachvollziehen. Zu Beginn des Jahrzehnts wurde die Kunst in ihren Aussagen vielfach politisch und provokant, es entstanden Werke, die Grenzsituationen zwischen Alltags- und Kunstwirklichkeit thematisierten. Hierin liegt auch die Annäherung von Unterhaltungs- und Hochkultur begründet - es folgte eine grundsätzliche Infragestellung des bisherigen Kunstbegriffs. Oftmals sind die Bildinhalte jener Zeit im Alltäglichen begründet, sie spiegeln die Realitäten der Zeit, sie forcieren und reflektieren den kulturellen Wandel. Weiterlesen »



Sexcession - Sex in der Stadt

17. März 2010, 10:13:28 unter Deutsch, Interviews, Podcast, Video, Wien, Österreich

Swingerclub in der Secession, Blaues Spermium und Bar Rectum im Museumsquartier! Sexplosion in der Stadt? Going Artsy - wir holen uns die Kunstkritik vom Bürgersteig.


[4:14 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Der Schweizer Künstlers Christoph Büchel bespielt die Kellerräume der Secession mit einem Swingerclub. Die „Bar Rectum“, das dunkelblaue Spermium „Darwin“ und die „BikiniBar“ des niederländischen Atelier van Lieshout Weiterlesen »



Wien 1900 - Die Neupräsentation der Sammlung Leopold

14. Januar 2009, 18:33:18 unter Ausstellungen, Englisch, Leopold Museum, Museen, Podcast, Video, Wien, Österreich

Es war eine künstlerische Ausnahmezeit, eine Ära im Übergang zum zwanzigsten Jahrhundert von außerordentlicher schöpferischer Dichte. Ausgehend von den künstlerischen und intellektuellen Kreisen Wiens entstehen in dieser Zeit in der Malerei, Literatur, Wissenschaft, Philosophie, Musik, Architektur, Bildhauerei und des Designs Arbeiten, die maßgeblich sind für eine Evolution des Geschmacks und des Wissens, die weit ins zwanzigste Jahrhundert reicht.

Das Wiener Leopold Museum verfügt mit den Kunstwerken von Rudolf und Elisabeth Leopold über eine der umfangreichsten und vielfältigsten Werksammlungen dieser Zeit. Unter der kuratorischen Leitung Diethard Leopolds sowie des Kunsthistorikers Peter Weinhäupl und unter Mitwirkung des Sammlerehepaares wurde vor kurzem die Präsentation dieser Arbeiten überdacht und neu konzipiert.


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Auch wenn es die ausgestellten Arbeiten zugelassen hätten, es stand nicht eine, einzelne Objekte zu Superstars inszenierende Schau im Vordergrund der Neupräsentation. Unter dem Titel “Wien 1900″ ging es den Kuratoren um die Chance, anhand von Interieurs, Kunstwerken, Auszügen aus philosophischen und literarischen Texten sowie Kompositionen eine Ära zu fassen. Wer durch die Ausstellung geht, wird Einflussnahmen, Widersprüche und Gemeinsamkeiten zwischen Disziplinen erkennen und es treten den Intellekt, die Psyche, die Körperlichkeit und das Verhältnis zu den Alltagsgegenständen betreffende Besonderheiten jener Wiener Zeit zum Vorschein, die mit dem Ende des ersten Weltkriegs und dem Tod Klimts, Schieles, Mosers und Wagners ausklingt.

CastYourArt hat Diethard Leopold in seiner Wiener Praxis besucht und mit ihm zu den Aufnahmen der Ausstellung über Konzeption und persönlichen Zugang gesprochen. Ein Ausstellungsblick ins künstlerische Wien um 1900 des Wiener Leopold Museums, mit Familienfaktor. (wh)



Thomas Hirschhorn - Das Auge

23. Juli 2008, 10:56:48 unter Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Podcast, Secession, Video, Wien, Österreich

Heiß laufen, ausrasten, durchdrehen – rot sehen. Gefährlich rot, Stopprot, rot sind der Schmerz und das Leid, Flaggenrot, rot wie die Liebe und die Lust, glutrot, blutrot. “Das Auge” sieht rot. Ausschließlich. So lautet die Setzung des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn. Er hat “Das Auge” in der Wiener Secession raumfüllend installiert.


[6:58 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Thomas Hirschhorn ist Philosophiefan. Er bewundert Foucault. In einer seiner frühen Arbeiten fragt Foucault nach der “Ordnung der Dinge”, die uns die Welt übersichtlich macht, manche Dinge in ein Verhältnis zueinander rückt und andere wiederum als unvergleichbar kennzeichnet. Die Ordnung der Dinge, meint der Philosoph, versteht sich nicht von selbst. Auch anderes wäre möglich. Zur Anschauung zitiert Foucault aus J. L. Borges Buch “Das Eine und die Vielen” eine Enzyklopädie, die die Welt deutlich anders ordnet. Ein Beispiel: Die Klasse der Tiere wird dort kategorisiert in: einbalsamierte Tiere, Milchschweine, Sirenen, Fabeltieren, herrenlose Hunde, Tiere die dem Kaiser gehören, solche die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet werden können, Tiere die von weitem wie Fliegen aussehen usw.

Was diese Ordnung für uns unmöglich macht, sagt der Philosoph, ist nicht die Tatsache, dass zur Klasse der Tiere auch die Fabeltiere gezählt werden. Die Unmöglichkeit ergibt sich daraus, dass sie Fabeltiere neben Milchschweinen und diese wiederum neben einbalsamierte Tiere und herrenlose Hunden etc. stellt, dass sie also Dinge auf eine Ebene bringt, von der wir uns beim besten Willen nicht vorstellen können, was diese Ebene sein könnte, auf der diese Dinge nebeneinander und zueinander in ein Verhältnis geraten.

Was ist die Ebene, auf der in unserer realen Welt die Dinge nebeneinander geraten, fragt der Philosoph Foucault. In seiner Wiener Ausstellung antwortet Thomas Hirschhorn, der Fan des Philosophen und Künstler: Rot. ‘Das Auge’ sieht rot – ausschließlich rot. ‘Das Auge’ sieht rot ist eine Setzung des Künstlers, die alles Rote auf eine Ebene und zueinander in ein Verhältnis bringt.

Hirschhorns rote, gegen die Unübersichtlichkeit einer immer komplizierter werdenden Welt gesetzte Ordnung gibt zu denken. Das hängt damit zusammen, dass der Künstler die Dinge zwar auf eine Ebene stellt, zugleich aber verweigert, ihren Zusammenhang dem Betrachter ordnend darzulegen: “‘Das Auge’ sieht aber ‘Das Auge’ versteht nicht.” So gesehen ist seine Installation ähnlich radikal wie die erwähnte Enzyklopädie Borges. Sie ist eine Setzung, die die Dinge auf einen gemeinsamen Boden stellt und ihnen ein Verhältnis nahe legt, das wir zu verstehen suchen – “Das Auge” versteht nicht, es prätendiert Verhältnisse nur. Hirschhorn selbst meint deshalb zu recht, seine Kunst sei prätentiös und ambitiös und in gewissem Sinne sei es auch irrsinnig, dieses ganze Ding des Zusammenhangs aufzeigen zu wollen.

Sein Werkzeug ist das Umfassende, das Zuviel, das Irrsinnige, sein Darüber-hinaus-gehen über das, was in gewisser Weise erlaubt, ordentlich oder akzeptiert ist. Statt ordnender Reduktion setzt er er ein Übermaß an Ordnung, er verknüpft wie wild. Das ist rhizomorph. Hirschhorn ist Philosophiefan. Er hat auch dem französischen Philosophen Gilles Deleuze ein Monument gesetzt. Zusammen mit Félix Guattari postuliert Deleuze 1976: “1. und 2. – Prinzip der Konnexion und der Heterogenität. Jeder beliebige Punkt eines Rhizoms kann und muß mit jedem anderen verbunden werden. Ganz anders dagegen der Baum oder die Wurzel, wo ein Punkt und eine Ordnung festgesetzt wird.”
(wh)

    

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