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In der aktuelle Ausstellung PHANTOMAK präsentiert CastYourArt in Kooperation mit der TU Wien und der Galerie Heike Curtze die neue Skulpturenreihe des Künstlers Tomak. Darüber hinaus gibt es in der Ausstellung auch den neuen Werkkatalog des Künstlers zu sehen. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal (4. Stock), Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.

CastYourArt Video- und Audiobeiträge


Jan Fabre - Homo Fabre: im Reich der Blauen Stunde

16. Mai 2011, 14:33:42 unter Ausstellungen, Channel, Deutsch, Englisch, Interviews, Kunsthistorisches Museum Wien, Museen, Podcast, UNIQA, Video, Wien, Österreich

Zwischen Fabelwesen und menschlichen Formen, zwischen Traum und Alptraum, bewegt man sich in einer Welt wo das Leben krabbelt und die Insekten wimmeln. Man befindet sich im Land der blauen Stunde. Jan Fabre’s Arbeiten sind im Kunsthistorischen Museum, Wien bis 28. August 2011 zu sehen. Dieser Beitrag konnte mit freundlicher Unterstützung des UNIQA ArtCercles verwirklicht werden.


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Interview mit Jasper Sharp, Kurator der Ausstellung “Die Blaue Stunde” von Jan Fabre im Kunsthistorisches Museum Wien (en)


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Jan Fabre ist ein Künstler, den wir getrost als interdisziplinäres Multitalent bezeichnen können, er ist Maler, Zeichner, Regisseur, Dramatiker, Choreograf, Autor und Herausgeber – er schöpft aus allen Bereichen der Kreativität: Kunst, Wissenschaften, Philosophie, Literatur, Religion … nichts entgeht ihm. Weiterlesen »



Hermann Nitsch - Die Passion ist das Negativ der Orgiastik

9. Juni 2010, 08:12:38 unter Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, Österreich

Künstlerportrait Hermann Nitsch. Für mich ist die Tatsache, dass die Welt ist, das Wichtigste. Die Kunst der Feier der Existenz.


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„Ich liebe auch eure Feste nicht: zu viel Schauspieler fand ich dabei, und auch die Zuschauer gebärdeten sich oft gleich Schauspielern.“ (Nietzsche, Zarathustra)

Als soziale Wesen sind wir gezwungen uns zurück zu nehmen und unser Benehmen zu zivilisieren. Erziehen bedeutet zu einem beträchtlichen Teil, uns in den gesitteten, auf Produktivitätsoptimierung ausgelegten Sozialraum hineinzugewöhnen. In dieser individuellen und kollektiven Anpassungsleistung rücken Seiten, die zwar Teil von uns, aber nicht alltagstauglich sind, in den Hintergrund. Wir bauen ethische, moralische und ästhetische Tabus auf und kanalisieren die Bändigung unserer Wildheit durch idealisierte Leidenschaft. Die Psychoanalyse nennt diesen Prozess eine Projektion. Weiterlesen »



The Nature Theater of Oklahoma

22. Oktober 2008, 10:27:05 unter Englisch, Festivals, Podcast, Portraits, Tanzquartier Wien, Video

In “Amerika”, Kafkas unvollendet gebliebenem Roman, wird der sechzehnjährige Karl, nachdem ihn ein Dienstmädchen verführt und von ihm ein Kind erwartet, auf Wunsch seiner Eltern nach Amerika geschickt. In New York beginnt der soziale Abstieg des von seinen Eltern verstoßenen Jungen. Auf der Suche nach Zugehörigkeit macht er die Erfahrung, in eine Welt geraten zu sein, in der nur der eigene Vorteil zählt und mit emotionalen Bedürfnissen kalkuliert wird. Soziale Anerkennung und emotionale Nähe wird ihm nur um den Preis der Unterwerfung und Selbstausbeutung zugestanden. Im letzten Kapitel des nie vollendeten Romans stößt Karl in den Straßen New Yorks auf ein Plakat des Nature Theater of Oklahoma, das jedem eine Arbeit und Heimat verspricht. Karl schreibt sich ein und zieht mit dem Theater Richtung Westen. Folgt man Max Brod, der den Roman nach Kafkas Tod veröffentlichte, war das Theater als der Ort geplant, an dem Karl Teilhabe und damit heim und zu sich selbst findet.


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“All Welcome! Anyone who wants to be an artist, step forward! We are the theater that has a place for everyone, everyone in his place!” Es ist die auf dem Theaterplakat spürbare Großzügigkeit, vor dem Hintergrund der kalkulierenden und Menschen deformierenden Welt Karls, die den Geist der Theatergruppe Nature Theater of Oklahoma rund um Kelly Copper und Pavol Liska anspornt und zur Namensgebung beitrug. Ihr Theater ist ein Ort, der Teilhaben lässt, an dem sich die Szenerien vor dem Publikum entwickeln und eher gespielt wird, als ein Stück aufzuführen. In Kafkas Amerika ist es das einladende Moment des Theaters, das die Sinne für die soziale Kälte im Umgang der Menschen schärft. Auch im Spiel der aus New York kommenden Theatergruppe werden Alltäglichkeiten, die zu gewöhnlich sind, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden, zum Thema gemacht. Die Schauspieler spielen sie. Sie kreieren aus alltäglichen Bewegungen, die nach dem Zufallsprinzip des Würfelns oder Kartenlegens neu zusammengesetzt werden, Tanz und neuen Sinn und überführen wie in No Dice Telefongespräche in Theaterdialoge.

Die Vorgehensweisen der Theatergruppe resultieren in einem völlig ungewöhnlichen und humorvollen Theatererlebnis und sie öffnen darüber hinaus die Sinne und Neugier für Gesten, die wir täglich zu leben gewohnt sind, aber nur selten sehen. Bei den Salzburger Festspielen 2008 wurde das Nature Theater of Oklahoma dafür mit dem Young Directors Award ausgezeichnet. (wh)



SIGNA - Die Komplex-Nord Methode

8. Oktober 2008, 17:58:17 unter Deutsch, Festivals, Graz, Podcast, Portraits, Steirischer Herbst, Video, Österreich

Als Künstlerduo SIGNA versorgen die Dänin Signa Soerensen und der Österreicher Arthur Koestler unsere Welt mit ihresgleichen. Sie installieren Abzüge des Originals, dreidimensionale Parallelwelten, bewohnbare Kartographien: Eine heruntergekommene Absteige als die ausweglose Welt sechs osteuropäischer Prostituierter beherrscht vom Abstieg und der Brutalität ihrer Peiniger. Ein mystisches Albtraum Universum bestehend aus vierzig Räumen voll der religiösen, politischen und sozialen Rituale. Der Trakt einer geschlossenen psychiatrischen Station, geführt von der Ärztin Dr. Dorine Chaikin und ihrem Team, das amnesiekranke Patienten einem Verfahren aus Fürsorge und Disziplin unterwirft.


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Die Parallelwelten von SIGNA sind Abzüge, die ihre geschichtliche und geographische Haftung verloren haben. Die Farbgebungen, die Kostüme, die Möbel, die bis ins kleinste Detail bruchlosen Requisiten wecken zeitliche und regionale Assoziationen, das wo und wann bleibt unbestimmt. Wer diese Welten betritt, schreibt sich ein, für sechs, zwölf oder vierundzwanzig Stunden und führt seinen Part am Geschehen aus. Kraft seiner Phantasie, seiner Persönlichkeit und seiner Grenzen beginnt ein Spiel zwischen sich und sich fremd sein.

Im Rahmen des diesjährigen Steirischen Herbst hat das CastYourArt Team um einen Besuchstermin im Komplex-Nord des Dorine Chaikin Institutes gebeten und eine der seltenen Drehgenehmigungen erhalten.(wh)



Alfred Weidinger - Oskar Kokoschkas expressive Kunst

27. März 2008, 10:58:03 unter Audio, Belvedere, Deutsch, Interviews, Museen, Podcast, Wien, Österreich

“Er wurde in der Kunstschau entdeckt. Er ist seit dem der Outsider, der von der Kritik beschmutzt wird. Er ist der einzige Moderne in Wien. Er sieht Gespenster, geheimste Seelenleiden. Er wühlt mit Vorliebe in Wunden. Er wird im Irrsinn enden. Das ist alles zusammengetragen aus meinen Kritiken …” schreibt Oskar Kokoschka 1911 an seinen Berliner Freund Herwarth Walden. Den Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift “Der Sturm” hatte er auf Vermittlung des Schriftstellers und Publizisten Karl Kraus zuvor kennen gelernt. Seit einem Jahr arbeitete er gelegentlich mit Walden zusammen.

Kokoschka, zur Zeit dieses Briefes gerade fünfundzwanzig, hatte schon in jungen Jahren Erfolg. Er war expressiv, als Maler und Schriftsteller, als aufstrebender Künstler wie auch als Liebender. Sein zügelloser Ausdruck, seine Distanzierung vom Jugendstil, seine Direktheit polarisierten und provozierten das künstlerische Establishment und die Gesellschaft, nicht nur in Wien, zu heftigen Reaktionen. Die Presse hieß ihn den “Oberwildling von Wien”, als 1909 sein Drama “Mörder - Hoffnung der Frauen” aufgeführt wurde, führte das zu seiner Verweisung von der Kunstgewerbeschule.
Sein Genie forderte aber auch Anerkennung. Adolf Loos hatte sein künstlerisches Potential früh erkannt und ermutigte ihn zu ersten Schritten in die Malerei. Karl Kraus war ihm freundschaftlich nahe. Ebenso der Berliner Kunsthändler und spätere Leiter der Neuen Galerie in Linz Wolfgang Gurlitt.

Aus seiner leidenschaftlichen Beziehung mit Alma Mahler fand Kokoschka Antrieb für zahlreiche seiner Werke. Als Alma Mahler von ihm schwanger wurde und der Künstler in seiner wahnsinnigen Verliebtheit auf Ablehnung stieß, trieb es ihn in Todesabsicht als Freiwilligen in den ersten Weltkrieg.

Erst nach und nach hat sich Oskar Kokoschka vom Trauma verlorener Liebe und von seinen Kriegsverletzungen erholt, berichtet Alfred Weidinger, ausgewiesener Kokoschka Kenner und Chefkurator des österreichischen Museums Belvedere. Wir haben ihn um eine Einschätzung der Person und des Maler Oskar Kokoschka, seines Umfelds und seiner Entwicklung gebeten. Das Ergebnis unserer Unterhaltung hören Sie in unserer dreiteiligen Podcastserie über Oskar Kokoschka. (wh)

Alfred Weidinger - Oskar Kokoschkas expressive Kunst, Interview Teil 1


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Alfred Weidinger - Oskar Kokoschkas expressive Kunst, Interview Teil 2


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Alfred Weidinger - Oskar Kokoschkas expressive Kunst, Interview Teil 3


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Mara Mattuschka - Du meines Herzens Vibrator

19. März 2008, 15:19:20 unter Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, Österreich

Sie produziert jährlich Filme. Sie steht vor der Kamera. Sie führt Regie, in den letzten Jahren zusammen mit dem Choreografen Chris Haring. Dass sie Chris Haring getroffen hat, ist ein Segen, erzählt Mara Mattuschka. Er ist großzügig. Er hat ein offenes, Menschen und ihre Sichtweisen integrierendes Arbeitssystem. Haring inszeniert in nackten Räumen. Sie macht daraus einen Film, der in Setting und Dramaturgie den Filmgesetzen entspricht. Ihren Umgang mit Perspektive als Malerin erstreckt sie ins Filmische. Blicke nah am Körper, von unten, von oben. Blicke, die perspektivisch verzerren. In digitaler Nachbearbeitung entwirft sie Orte, Architekturen und Räumlichkeit. “Legal Errorist”, “Part Time Heroes” und “Running Sushi” heißen die Filme ihrer Zusammenarbeit. Ein vierter folgt.

Frühere filmische Arbeiten nennt sie psychologische Dramolette. Ihre Inhalte bewegen sich an der Grenze zwischen Tragik und Komik. Sie tritt als Performance-Künstlerin auf. Sie ist Madame Ping Pong, sie ist Mimi Minus, Mahatma Gobi und Ramses die II. Identität ist irgendwie lax, im Spielen, in der Selbstdarstellung wird das klarer. Man entwickelt im Spielen eine gewisse Lockerheit zu sich selbst und zu den Problemen im Alltag. Das sei das, was Otto Mühl im Prinzip wohl angestrebt habe.


[8:13 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Mara Mattuschka macht Filme, spielt, singt, malt. Bulgaren, sagt sie, Bulgaren haben einen Hang dazu alles zu können. Mara Mattuschka stammt aus Bulgarien. Malerei und Animationsfilm hat sie bei Maria Lassnig gelernt. Ihre künstlerischen Ausdrucksformen sind vielfältig. Ihr Werk lebt von Fülle, ihre Charaktere sind meist nackt, psychologisch offenherzig. Wahrheit hat viele Seiten. Sie bezeichnet sich als post-postmodern – sie spielt und es geht ihr zugleich um Wahrheit.

Das 20. Jahrhundert, der Zwang zum Experiment und Brechen von Regeln ist für sie vorbei. Es gebe eine neue Renaissance, eine Rückwendung zum Menschen, die eigentlich schon mit der Diskussion um die Geschlechterrollen begonnen habe. Diese neue Renaissance sei wunderbar, das Wort Kreativität hasst sie. So vielseitig sie arbeitet, so viel Energie hat sie. Erholung zwischen ihren Arbeiten gibt’s im Cafe. Das ist wienerisch, dort atmet sie durch vom Kasachok des Lebens. (wh)

    

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