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In der aktuelle Ausstellung PHANTOMAK präsentiert CastYourArt in Kooperation mit der TU Wien und der Galerie Heike Curtze die neue Skulpturenreihe des Künstlers Tomak. Darüber hinaus gibt es in der Ausstellung auch den neuen Werkkatalog des Künstlers zu sehen. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal (4. Stock), Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.

CastYourArt Video- und Audiobeiträge


Inci Eviner - Kunst bringt neue Bewegung in unser Bewusstsein

10. Februar 2011, 22:13:30 unter Englisch, Istanbul, Podcast, Portraits, Türkei, Video

Es ist beinahe unmöglich zu atmen und sich zu bewegen innerhalb des sprachlichen Systems, in das wir eingeschrieben sind. Kunst bringt neue Bewegung in unser Bewusstsein. Ein Künstlerportrait von Inci Eviner.


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Inci Eviner, geboren 1956 in Polatli, südwestlich von Ankara hat ihre künstlerische Ausbildung an der Staatlichen Akademie für bildende Kunst sowie an der Mimar Sinan Universität absolviert. International Karriere macht Inci Eviner seit Mitte der neunziger Jahre. Im Rahmen von Einzelausstellungen und Residencies wurden ihre Arbeiten in Paris, New York, Rotterdam, Bellagio und Tokyo von namhaften Galerien und Kunsthäusern gezeigt, hinzu kommen zahlreiche Gruppenausstellungen rund um den Globus. Zur Zeit lebt und arbeitet die Künstlerin in Istanbul. Dort hat sie auch eine Professur für Combined Art an der Yildiz Universität inne. Weiterlesen »



Gürkan Coskun KOMET - Regisseur der Alpträume

29. September 2010, 14:12:49 unter Englisch, Frankreich, Französisch, Istanbul, Paris, Podcast, Portraits, Türkei, Video

In Komets (Gürkan Coskun) Szenarien hat der Maler für sich die Rolle des Regisseurs und Traumwandlers vorbehalten. Ein Künstlerportrait.


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Wer sind diese seltsamen Wesen die diese Welt bewohnen, diese Fabeltiere die so seltsam in der Gegend stehen? Sie scheinen Figuren aus einem Traum, scheinen mit ihrem Ausdruck den Schlüssel zu irgendeinem Geheimnis zu halten, irgendeine Wahrheit strebt danach erkannt zu werden. Weiterlesen »



Prinz Eugen von Savoyen - Abwehr und Integration

17. Februar 2010, 13:48:51 unter Ausstellungen, Belvedere, Channel, Deutsch, Interviews, Museen, Podcast, Portraits, UNIQA, Unternehmen, Video, Wien, Österreich

Es scheint als hätte der militärische Stratege mit Sinn fürs Repräsentative im feinsinnigen Kunstfreund ein inneres Gegenüber gehabt. Marie-Louise von Plessen, Kuratorin, und Ilber Ortayli, Direktor des Topkapi Palast Museums, über Prinz Eugen von Savoyen anlässlich der Ausstellung im Belvedere. Dieser Beitrag konnte mit freundlicher Unterstützung des UNIQA ArtCercles verwirklicht werden.


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Eugen, wie der zum Helden stilisierte und zum Zwecke der Identifikation volksnah aufs Vornämliche gekürzte Prinz in Österreich auch gern genannt wird, war ein ausgewiesener Kunstliebhaber und hinterließ eine enorme Sammlung hochkarätiger Bilder, Kupferstiche, Bücher und Handschriften. Seine Kunst hat er sich als Kriegsherr der Habsburger verdient, Weiterlesen »



Esra Ersen - Kurzinterview anlässlich der tanzimat Ausstellung

5. Februar 2010, 21:01:10 unter Augarten Contemporary, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Kunstwerke, Podcast, Video, Wien, Österreich


[2:18 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

In ihrer Kunst interessiert sich Esra Ersen für Formen der Identität und ihrer Veränderung unter dem Einfluss unterschiedlicher politischer Machtstrukturen. Ihre Arbeit “Karussell”, die sie in der Ausstellung tanzimat im Augarten Contemporary (21.1.-16.5.2010) zeigt hat sie mit Studierenden der Hochschule Köln produziert. Diese wurden von der Künstlerin aufgefordert Modelle türkischer Köpfe aus Ton zu formen.



Gulsun Karamustafa - Kurzinterview anlässlich der tanzimat Ausstellung

4. Februar 2010, 19:30:40 unter Augarten Contemporary, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, Österreich


[2:33 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Gülsün Karamustafa ist eine zeitgenössische Künstlerin und Filmemacherin aus der Türkei. Im Jahr 2009 war sie als artist in residence am Augarten Contemporary in Wien. Für die Ausstellung tanzimat im Augarten Contemporary (21.1.-16.5.2010) hat die Künstlerin eine Arbeit mit dem Titel “modernity unveiled/interweaving histories” produziert. Im Interview mit CastYourArt spricht Karamustafa über ihre neue Arbeit.



tanzimat - Gegenwart ist der Ort von Geschichte

27. Januar 2010, 09:06:57 unter Augarten Contemporary, Ausstellungen, Deutsch, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, Österreich

Wo und wie wird eigentlich Geschichte gemacht und warum bleiben manche Bilder von dem was war so nachhaltig in unseren Köpfen haften? Ein Beitrag zur Ausstellung „tanzimat“ im Augarten Contemporary in Wien.


[7:26 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Der Fez, ein karminroter, kegelförmiger, oben abgeflachter Hut mit goldener Quaste – man kennt ihn beispielsweise vom Meinl Logo – verbinden wir in unserer Vorstellung meist mit einer längst vergangenen, orientalischen Welt. In Wirklichkeit wurde dieser Hut erst spät, im 19. Jahrhundert unter Sultan Mahmud II im Zuge der Modernisierung des türkischen Staatswesens zur charakteristischen Kopfbedeckung der Osmanen. Weiterlesen »



Ahmet Ögüt - Vor deinen Augen

12. November 2008, 11:20:38 unter Englisch, Istanbul, Podcast, Portraits, Türkei, Video

Zeitgenössische Kunst war in der Türkei lange Zeit ein nationales Geschehen und wurde nicht zuletzt deshalb international weitgehend ignoriert. Das hat sich geändert. In den siebziger und achtziger Jahren haben KünstlerInnen wie Füsun Onur, Ayse Erkmen, Gülsün Karamustafa, Hale Tenger u.a. begonnen, traditionsbedingte oder nationalstaatliche Festlegungen zu durchbrechen und internationale Einflüsse einzubringen. Mit der stärker werdenden internationalen Aufmerksamkeit der neunziger Jahre und den Istanbul Biennalen bot sich der progressiveren zeitgenössischen Kunst der Türkei Präsentationsfläche und Öffentlichkeit, was das Bewusstsein für den Wert dieser Kunst vor Ort, wie auch deren Entwicklung förderte.
Die jüngere Generation türkischer Künstler hat von diesen Veränderungen inhaltlich aber auch beruflich profitiert. Der Zugang zum internationalen Kunstbetrieb ist für Kunst aus der Türkei heute offener als noch vor wenigen Jahren.

Einer der international beachteten türkischen Künstler der nach 2000er Generation ist Ahmet Ögüt. Ausstellungsbeteiligungen in San Francisco, Berlin, Sydney, Athen, Eindhoven, Seoul, Helsinki, Santa Fe, Nimes, Malmö, Stockholm, Zagreb, London, Banja Luka, Stuttgart. Einzelausstellungen in Basel und Barcelona, drei Biennalen, zahlreiche Online- und Printbeiträge. Die vergangenen zwölf Monate des 27 jährigen Künstlers mit Arbeits- und Wohnort Istanbul und Amsterdam waren künstlerisch dicht gedrängt.


[5:53 min] herunterladen auf: Handy | Computer & iPod | Feedback senden

Malerei, Performance, Video, Skulptur, Fotografie, Zeichnung, Installation. Ahmet Ögüt wendet verschiedene künstlerische Mittel an, um vielseitig Zugang zu seinen Ideen zu schaffen. In seinen Arbeiten greift er Gewohntes auf. Handlungen, Gegenstände, Situationen, die uns jeden Tag unterkommen, die für uns nicht weiter beachtenswert sind, weil wir sie schon längst erfasst haben. Die gewitzten Interventionen, mit denen Ahmet Ögüt am Gewohnten ansetzt, bringen jedoch Unerwartetes zum Vorschein: Einlagerungen staatlicher Macht, Festschreibungen gesellschaftlicher Unterschiede und soziale Kälte aber auch Idealismus, Hoffnung, individueller Widerstand und Ohnmacht werden in den Alltäglichkeiten sichtbar. Es setzt, sagt Ahmet Ögüt über die Wirkung seiner Kunst, eine Erinnerung ein an etwas, das wir schon wissen, aber zu sehen vergessen haben.

Statt dem oftmals hermetischen Weg der Theorie wählt der Künstler die Einstiegshilfe des Anektdotischen und Spielerisch-Absurden, um Menschen anzusprechen. Bei aller Leichtigkeit sind seine Arbeiten jedoch kritikvoll und weisen eine klare Schlagseite der Parteilichkeit für die entdeckerische, sich-öffnende, ausprobierende Seite im Menschen auf. Er wolle nicht belehren, sondern erinnern, und sei in seinem künstlerisch-politischen Selbstverständnis nicht an den großen Erzählungen interessiert, sondern an den Anekdoten. Diese könne man schnell erfassen. Sie verlangten nicht viel Zeit, um verstanden zu werden. So bleibe für jeden genug Zeit um darüber nachzudenken. (wh)



Noah Fischer – Am Stand der Technik

5. November 2008, 08:43:20 unter Englisch, New York, Podcast, Portraits, USA, Video

Wer sich unseren Podcast ansieht, auf dem Laptop, einem iPod oder dem Handy, blickt in einen Monitor. Menschen verbringen Stunden, um sich Inhalte am Bildschirm anzusehen. Der Blick fällt nur selten auf den Monitor selbst, die Anwesenheit dieses physikalischen Objekts ist selbstverständlich. Dass die greifbaren Objekte, durch die wir mit der Informationswelt verbunden bleiben, austauschbar sind, ist essentieller Bestandteil unserer mobilen Welt. Wir schaffen sie an. Sie sind Spielzeuge, die uns kurzfristig begeistern um anschließend in den toten Blickwinkeln unserer Aufmerksamkeit zu verstauben.

Noah Fischers lenkt Aufmerksamkeit auf die verwaisten Objekte des Informationszeitalters, jener Ära, die erst vor dreißig Jahren begann. Aufmerksam wurde der Künstler auf die ausgedienten Computerbildschirme durch die häufiger werdenden Elektronikmüllberge in den Straßen New Yorks. Was gestern noch state of the art des Möglichen und für viele Grund genug war, sich vor Geschäften in Warteschlangen zu reihen, ist schon heute wertloser Elektronikschrott – die Halbwärtszeit der Wertschätzung sinkt beständig.


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Mit seiner Arbeit “Monitor” führt Noah Fischer die in immer hektischeren Erneuerungszyklen produzierten Warenauswürfe unserer Hi-Tech Gesellschaft auf Lo-Tech Wurzeln zurück. Bildschirme werden zu Relikten, Möbelstücken, Lampen umfunktioniert. Zu Stücken, die unsere Sinne erfreuen und uns einladen, ihre zu aktiven Zeiten unbeachtet gebliebene Form, Materialität und Farbe zu begreifen. Neben ihren superschlanken Nachfolgern erscheinen die dicklichen alten Stücke als Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Einige von ihnen – man kann es kaum glauben – tragen die Namen ihrer stolzen Designer ins Plastik eingraviert.

In einer Phase, in der Videoproduktionen den Puls der Zeit junger künstlerischer Medienproduktion darstellen, stellt Noah Fischer mit seinen Arbeiten die Monitorkunst buchstäblich auf den Kopf und bringt eine ausgesprochen moderne Duchamp-hafte Geste ein –die Unterschrift auf den ausgewählten Massenobjekten stammt von ihm. (jn/wh)



Füsun Onur - Silent Music

24. September 2008, 18:40:08 unter Englisch, Istanbul, Podcast, Portraits, Türkei, Video

Die Offenheit ihrer Eltern, sowohl für Positionen des traditionellen Islam als auch die Wertewelt der jungen laizistisch orientierten Republik, sei an die Kinder weitergegeben worden. Ihr Aufwachsen war Freiraum für eigenständiges Denken und Ansporn zu selbstbestimmtem Auftreten. Studiert hat Füsun Onur an der Akademie der bildenden Künste Istanbul bei Hadi Bara, die in den fünfziger Jahren mit ihrer Arbeit einen Weg abseits der Bildhauerei als offizieller Denkmalkunst einschlug. Im Anschluss folgt ein fünf Jahre dauernder Postgraduate-Studienaufenthalt in den USA und die Rückkehr nach Istanbul, wo sie in Kuzguncuk ihre künstlerischen Arbeiten fortsetzt.

Mit der Kraft, sich ihre eigene Sicht der Dinge jenseits der Realität des Faktischen nicht nur zu ersinnen, sondern für diese auch Raum zu schaffen, hat die Künstlerin Füsun Onur eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der modernen türkischen Kunst gespielt. Dass Anfang der siebziger Jahre avantgardistische Strömungen Einzug in den vornehmlich traditionell orientierten Kunstbetrieb der Türkei nehmen, ist unter anderem dem künstlerischen Einsatz Füsun Onurs zu danken. Ihr unabhängiger Zugang hat nicht nur moderne Künstler dieser Zeit gestärkt, sondern auch die jüngere Generation türkischer Kunst beeinflusst und inspiriert.


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Entdeckt wird die nicht nur im eigenen Land, sondern auch international lange Zeit übersehene moderne türkische Kunst in den Istanbul Biennalen der neunziger Jahre. Mit dem internationalen Interesse rücken auch die Installationen der Künstlerin Füsun Onur ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Seit den neunziger Jahren hat sie in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Japan, Russland und weiteren Ländern ausgestellt.

Ihre Arbeit ist Vergegenwärtigung. Herangehen an die Dinge ohne Rücksichtnahme, ohne Traditionslast, legt frei. Das Jetzt ist wichtig, das gilt auch für ihr eigenes künstlerisches Tun – “I never look back. When it’s done, it’s done.” Ihre Arbeiten entstehen in präziser gedanklicher Konzeption, erst wenn das Kunstwerk fertig ist, und das bedeutet für Füsun Onur fertig gedacht, werden Gedanken an die Umsetzbarkeit verschwendet. Gedankliche Ausgangspunkte ihrer künstlerischen Arbeit finden sich in der Materialität der Dinge, in alltäglichen oder zufällig gefundenen Gegenständen, in räumlichen Vorgaben. Ihr Skulpturbegriff ist weit gesteckt, in jüngster Zeit sucht sie nach Lösungen, ihre Kunst als musikalische Partitur zu gestalten. Ihre Skulpturen, sagt sie, sind so etwas wie stille Musik – Stück um Stück aufgeführt, nie das gleiche.

Im Yapi Kredi Verlag ist jüngst die Publikation “For Careful Eyes” über das Werk der Künstlerin erschienen. Verfasst von Margrit Brehm in der von René Block herausgegebenen Reihe “Contemporary Art in Turkey”.  (wh)

    

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