Ausstellung Aron Demetz - La Natura Umana verlängert!
Unsere Ausstellung "La Natura Umana" mit Arbeiten des Bildhauers und Biennale Venedig (2009) Teilnehmers Aron Demetz geht in die Verlängerung. Zu sehen sind die Arbeiten in unseren Räumlichkeiten in der Gumpendorfer Straße 55, 1060 Wien noch bis 3. Februar 2012. Geöffnet ist die Ausstellung Mo-Fr von 13.00-19.00 Uhr (18. u 19. Januar haben wir geschlossen). Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Hier gehts zum Künstlerportrait von Aron Demetz
PHANTOMAK lebt! Skulpturen des Künstlers Tomak an der TU Wien
Die nächste Ausstellung PHANTOMAK mit Arbeiten des Künstlers Tomak steht bereits in den Startlöchern. Am 1. Februar 2012 um 19.00 Uhr wird im Rahmen einer feierlichen Eröffnung an der Technischen Universität Wien die Skulpturenreihe PHANTOMAK der Öffentlichkeit präsentiert. Darüber hinaus wird auch der neue Werkkatalog des Künstlers Tomak vorgestellt. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.
Stylianos Schicho - “… weil uns eigentlich kalt ist”
3. September 2008, 10:46:05 unter Deutsch, Podcast, Portraits, Video, Wien, ÖsterreichIm Blick von oben erscheint die Erde als ein unbevölkertes Rund. Zoomt man hinein, fällt der Blick auf Landstriche und Städte, Häuser und Straßenzüge, Spielplätze und Parkanlagen, Cafes und Geschäfte, bevölkert von Menschen, klein wie Ameisen, mit sich beschäftigt, geschäftig in einer Vielzahl von Bewegungen. Der Blick von oben relativiert das Geschehen. Er nimmt den Einzelnen das Individuelle und löst sie auf in den Zügen der Masse. Solche Übersicht des Betrachters beruht wesentlich auf dem Moment seiner Unbeobachtetheit, seiner Unnahbarkeit und Distanz.
Was aber, wenn die Neugier steigt? Wenn der Blick immer näher kommt, sich für das Leben im Ganzen im Detail interessiert? Er riskiert, dass Augenpaare sich plötzlich anstarren, seine Blicke sich mit jenen treffen.
Die Bilder des Malers Stylianos Schicho öffnen solche Augenblicke des Erstarrens, in denen die Zeit zum Stillstand kommt und sich zugleich alles überstürzt. Der Beobachter verliert Überblick und wird hineingezogen in die Ameisenwelt. Und die Beobachteten, sie sehen sich plötzlich reflektiert. Sie nehmen sich wahr in einem fremden Blick, der ihre Unbekümmertheit und zugleich ihren Kummer relativiert.

Wo überwachender Blick über Technologie verläuft, bleibt er selbst als entdeckter anonym. Der Blick ist da, der Betrachter fehlt. In solch panoptischer Situation, in der Blicke von Menschen auf Linsen treffen, bleibt direkte Auseinandersetzung aus. Eher setzen Bewegungen des Zurückziehens ein: Das Verhalten-Werden der Beobachteten unter dem beobachtenden Blick. Das immer versteckter werden der Überwacher. Das sich entblößen vor der Kamera. Der immer größere Hunger fürs Detail.
Er selbst, sagt Stylianos Schicho, sehe diese Entwicklung eher pessimistisch. Loslassen dürfe man trotzdem nicht. Möglich sei, einen Moment des Aufwachens und des Gewahr-Werdens für uns zu fixieren. (wh)




