In der aktuelle Ausstellung PHANTOMAK präsentiert CastYourArt in Kooperation mit der TU Wien und der Galerie Heike Curtze die neue Skulpturenreihe des Künstlers Tomak. Darüber hinaus gibt es in der Ausstellung auch den neuen Werkkatalog des Künstlers zu sehen. Die Ausstellung hat vom 4.-14. Februar 2012 Mo-Sa von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Ort ist die TU Wien, Kuppelsaal (4. Stock), Karlsplatz 13, 1040 Wien. Wir haben für Sie vorab einen Filmbeitrag zum Projekt PHANTOMAK veröffentlicht.
Fernando Botero - Abu Ghraib
25. Oktober 2011, 17:20:59 unter Ausstellungen, Bank Austria Kunstforum, Deutschland, Festivals, Interviews, Kunsträume, Podcast, Video, Wien, ÖsterreichAnlässlich der Ausstellung “Botero” im Bank Austria Kunstforum spricht die Kuratorin Dr. Evelyn Benesch über den Abu Ghraib Zyklus des Malers.

Der kolumbianische Maler Fernando Botero hat in den Jahren 2004-2005 an einem Bilderzyklus mit dem Namen Abu Ghraib gearbeitet. Seit dem Jahr 2004 nachdem Fotos aus dem Gefängnis Abu Ghraib veröffentlicht wurden steht dieser Name als ein Symbol für eine Weltpolitik, die unter dem Namen der Gerechtigkeit Folter und Misshandlungen zulässt. Die Heucheleien rund um die Geschehnisse von Abu Ghraib haben den Maler dazu veranlasst, diesen Zyklus zu malen. Museen in den USA haben bei Botero Ausstellungen diesen Zyklus einfach ignoriert. Als die liberale kalifornische Universität Berkeley den Zyklus schließlich zeigte, hat Botero ihr als Dank die gesammte Serie vermacht. In der Ausstellung “Botero”, die noch bis zum 15. Jänner 2012 im Bank Austria Kunstforum läuft, ist auch “Abu Ghraib”, sein aus Wut entstandener Zyklus menschlicher Brutalität zu sehen. (wh)
Allyson Mitchell - Pelzige Kritik
12. Mai 2010, 14:43:54 unter Artists in Residency, Englisch, ISCP, New York, Podcast, Portraits, USA, VideoKünstlerportrait Allyson Mitchell. Ihre aktivistische Kunst eckt an und provoziert und zieht dich hinein mit ihrer Wärme, Offenheit und ein klein bisschen Kunstpelz.

In der Welt Allyson Mitchells ist Kunst weder sonderlich pretiös noch sehr formell. Vielmehr schafft sie Kunst zum angreifen, Kunst, die befühlt werden kann und auf der man manchmal auch herumgehen kann. Zieh deine Schuhe aus in ihrem Atelier am ISCP im New Yorker Stadtteil Brooklyn, spazier über eine Patchwork Welt aus gehäkelten Topflappen, Toilettendeckel-Überzügen und Deckchen Weiterlesen »
Maria Teresa Ponce - Die anwesende Abwesenheit
27. Mai 2009, 08:45:16 unter Ecuador, Englisch, Podcast, Portraits, Quito, VideoMaria Teresa Ponce sagt, sie kennt das, wenn Menschen nostalgische Gefühle für ihr Land entwickeln, das sie verlassen haben und in dem Freunde, Familie, Orte, Erlebnisse und die eigene Geschichte zurückgeblieben sind. Mit neun hat sie Ecuador verlassen, ist in die USA gezogen, hat dort ihre Jugend verbracht, hat Architektur studiert. Dann, als fertige Architektin, ist sie zurückgezogen nach Ecuador. Im Land war Wirtschaftskrise, keine Arbeit für junge Architekten.
Diese Krise war für sie die Schwelle zur Kunst. Sie hat begonnen zu Fotografieren. Hat erlebt, dass sie sich mit Fotografie neue Welten erschließen kann, solche, die sie interessiert haben, aber zu denen sie kaum Zugang hatte. Angefangen von ihrer fotografischen Arbeit, die die Gefängnisinnenwelt samt ihrer Bewohner erforscht, und die sie anschließend digital in ein abbruchreifes Spitalsgebäude, in die Ruinen öffentlicher Gesundung montiert, bis hin zu ihren Landschaftsaufnahmen entlang einer Pipeline auf dem Weg vom Amazonas Regenwald an die Pazifikküste, die den Eindruck wecken, dass Reichtum und wirtschaftlicher Prosperität in einem hermetisch dichten Rohr durch und außer Landes geführt werden. Das Aufsuchen von Lebensräumen und die Bereitschaft sich diesen Räumen samt ihren Bewohnern auszusetzen ist für die Arbeiten der Künstlerin charakteristisch geblieben.

Dem dokumentierenden Moment ist das Bewusstsein für Inszenierung hinzugekommen, in manchen ihrer Projekte zeichnet sich ein intervenierender Zugang ab. Maria Teresa Ponce arbeitet mit dem Medium Fotografie, das heißt sie setzt es ein, nicht nur um Bilder zu produzieren, sondern um zu erfahren und ein Gefühl für Zusammenhänge zu wecken, die leicht übersehen werden. Manchmal sagt die Künstlerin, befinde sie sich an der Grenze zum Aktivismus, der Begriff Fotografin jedenfalls greift ihr zur künstlerischen Selbstverortung zu kurz. (wh)
Neue Galerie New York - Erinnerung ist mein Kaffee
17. Dezember 2008, 17:53:10 unter Audio, Englisch, Interviews, Museen, Neue Galerie New York, New York, Podcast, USAIm kulturellen Schmelztiegel New York, der Stadt mit internationalem Flair, ist auch die Österreichische und Deutsche Kulturgeschichte vertreten. Ihr Stand befand sich angebotshalber jedoch in der zweiten marktwirtschaftlichen Reihe, das hat seine Gründe in kriegsbedingt schwierig zu klärenden Besitztumsverhältnissen und auch in über Jahre hinweg gelebter diesbezüglicher staatspolitischer Ignoranz. Kultur ist unweigerlich ein geschichtliches Produkt, das gilt auch für den österreichischen und deutschen Umgang mit den Produkten derselben, blickt man die Jahre zurück.
Österreichische und deutsche moderne Kunst der Vorkriegszeit, wie auch einige ihrer Besitzer, haben in den Vereinigten Staaten neuen Platz und auch ein Zuhause gefunden. Seit 2001 ist Exponaten dieser Kunstrichtung ein Museum an der Fifth Avenue gewidmet, einer Straße im vormals deutschen Bezirk New Yorks. Die Neue Galerie ist eine kleine aber reiche Institution, gegründet von zwei Enthusiasten dieser Kunstrichtung: Dem Geschäftsmann und Philantropen Ronald Lauder, sowie Serge Sabarsky, seines Zeichens Kunsthändler und Pionier österreichischer und deutscher expressionistischer Kunst in New York.
Die Gründung der Neuen Galerie New York.
Das Wiederauftauchen des Expressionismus in New York.
Über das derzeit zweitteuerste Gemälde der Welt.
Die Reputation der Neuen Galerie geht auf die sorgfältige Darbietung dieses in den USA bislang unterrepräsentierten Kunstgenres zurück, herauszuheben ist in diesem Zusammenhang der Ankauf des Klimt Gemäldes “Portrait von Adele Bloch-Bauer I”, das die Institution wohl zu Recht als die “Mona Lisa” ihrer Kollektion benennt. Fragen der Restitution und Provenienz wurden und wird im Museumsprogramm hoher Stellenwert beigemessen.
Kunst und Geschichte sind untrennbar miteinander verbunden, und die Neue Galerie hat in den USA einen eigenen Stellenwert, geht es um dieses Prinzip. Hat sich der Kreis deutscher und österreichischer Kunst hinsichtlich ihrer in die USA emigrierten Besitzer und deren Erben, aufgrund des Engagements der Neuen Galerie und ihrer Gründer geschlossen? Wie steht es um die Relation von marktwirtschaftlichem Wert von Arbeiten, ihrer Geschichte und ihrer künstlerischen Wichtigkeit. Im Sabarsky”, einem Wiener Kaffeehaus im Gebäude der Neuen Galerie, hat CastYourArt Scott Gutterman, den Vertreter der Direktion, getroffen und mit ihm ein Gespräch über die Institution und kunstgeschichtliche Verhältnismäßigkeiten geführt. (jn/wh)
The Nature Theater of Oklahoma
22. Oktober 2008, 10:27:05 unter Englisch, Festivals, Podcast, Portraits, Tanzquartier Wien, VideoIn “Amerika”, Kafkas unvollendet gebliebenem Roman, wird der sechzehnjährige Karl, nachdem ihn ein Dienstmädchen verführt und von ihm ein Kind erwartet, auf Wunsch seiner Eltern nach Amerika geschickt. In New York beginnt der soziale Abstieg des von seinen Eltern verstoßenen Jungen. Auf der Suche nach Zugehörigkeit macht er die Erfahrung, in eine Welt geraten zu sein, in der nur der eigene Vorteil zählt und mit emotionalen Bedürfnissen kalkuliert wird. Soziale Anerkennung und emotionale Nähe wird ihm nur um den Preis der Unterwerfung und Selbstausbeutung zugestanden. Im letzten Kapitel des nie vollendeten Romans stößt Karl in den Straßen New Yorks auf ein Plakat des Nature Theater of Oklahoma, das jedem eine Arbeit und Heimat verspricht. Karl schreibt sich ein und zieht mit dem Theater Richtung Westen. Folgt man Max Brod, der den Roman nach Kafkas Tod veröffentlichte, war das Theater als der Ort geplant, an dem Karl Teilhabe und damit heim und zu sich selbst findet.

“All Welcome! Anyone who wants to be an artist, step forward! We are the theater that has a place for everyone, everyone in his place!” Es ist die auf dem Theaterplakat spürbare Großzügigkeit, vor dem Hintergrund der kalkulierenden und Menschen deformierenden Welt Karls, die den Geist der Theatergruppe Nature Theater of Oklahoma rund um Kelly Copper und Pavol Liska anspornt und zur Namensgebung beitrug. Ihr Theater ist ein Ort, der Teilhaben lässt, an dem sich die Szenerien vor dem Publikum entwickeln und eher gespielt wird, als ein Stück aufzuführen. In Kafkas Amerika ist es das einladende Moment des Theaters, das die Sinne für die soziale Kälte im Umgang der Menschen schärft. Auch im Spiel der aus New York kommenden Theatergruppe werden Alltäglichkeiten, die zu gewöhnlich sind, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden, zum Thema gemacht. Die Schauspieler spielen sie. Sie kreieren aus alltäglichen Bewegungen, die nach dem Zufallsprinzip des Würfelns oder Kartenlegens neu zusammengesetzt werden, Tanz und neuen Sinn und überführen wie in No Dice Telefongespräche in Theaterdialoge.
Die Vorgehensweisen der Theatergruppe resultieren in einem völlig ungewöhnlichen und humorvollen Theatererlebnis und sie öffnen darüber hinaus die Sinne und Neugier für Gesten, die wir täglich zu leben gewohnt sind, aber nur selten sehen. Bei den Salzburger Festspielen 2008 wurde das Nature Theater of Oklahoma dafür mit dem Young Directors Award ausgezeichnet. (wh)
Füsun Onur - Silent Music
24. September 2008, 18:40:08 unter Englisch, Istanbul, Podcast, Portraits, Türkei, VideoDie Offenheit ihrer Eltern, sowohl für Positionen des traditionellen Islam als auch die Wertewelt der jungen laizistisch orientierten Republik, sei an die Kinder weitergegeben worden. Ihr Aufwachsen war Freiraum für eigenständiges Denken und Ansporn zu selbstbestimmtem Auftreten. Studiert hat Füsun Onur an der Akademie der bildenden Künste Istanbul bei Hadi Bara, die in den fünfziger Jahren mit ihrer Arbeit einen Weg abseits der Bildhauerei als offizieller Denkmalkunst einschlug. Im Anschluss folgt ein fünf Jahre dauernder Postgraduate-Studienaufenthalt in den USA und die Rückkehr nach Istanbul, wo sie in Kuzguncuk ihre künstlerischen Arbeiten fortsetzt.
Mit der Kraft, sich ihre eigene Sicht der Dinge jenseits der Realität des Faktischen nicht nur zu ersinnen, sondern für diese auch Raum zu schaffen, hat die Künstlerin Füsun Onur eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der modernen türkischen Kunst gespielt. Dass Anfang der siebziger Jahre avantgardistische Strömungen Einzug in den vornehmlich traditionell orientierten Kunstbetrieb der Türkei nehmen, ist unter anderem dem künstlerischen Einsatz Füsun Onurs zu danken. Ihr unabhängiger Zugang hat nicht nur moderne Künstler dieser Zeit gestärkt, sondern auch die jüngere Generation türkischer Kunst beeinflusst und inspiriert.

Entdeckt wird die nicht nur im eigenen Land, sondern auch international lange Zeit übersehene moderne türkische Kunst in den Istanbul Biennalen der neunziger Jahre. Mit dem internationalen Interesse rücken auch die Installationen der Künstlerin Füsun Onur ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Seit den neunziger Jahren hat sie in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Japan, Russland und weiteren Ländern ausgestellt.
Ihre Arbeit ist Vergegenwärtigung. Herangehen an die Dinge ohne Rücksichtnahme, ohne Traditionslast, legt frei. Das Jetzt ist wichtig, das gilt auch für ihr eigenes künstlerisches Tun – “I never look back. When it’s done, it’s done.” Ihre Arbeiten entstehen in präziser gedanklicher Konzeption, erst wenn das Kunstwerk fertig ist, und das bedeutet für Füsun Onur fertig gedacht, werden Gedanken an die Umsetzbarkeit verschwendet. Gedankliche Ausgangspunkte ihrer künstlerischen Arbeit finden sich in der Materialität der Dinge, in alltäglichen oder zufällig gefundenen Gegenständen, in räumlichen Vorgaben. Ihr Skulpturbegriff ist weit gesteckt, in jüngster Zeit sucht sie nach Lösungen, ihre Kunst als musikalische Partitur zu gestalten. Ihre Skulpturen, sagt sie, sind so etwas wie stille Musik – Stück um Stück aufgeführt, nie das gleiche.
Im Yapi Kredi Verlag ist jüngst die Publikation “For Careful Eyes” über das Werk der Künstlerin erschienen. Verfasst von Margrit Brehm in der von René Block herausgegebenen Reihe “Contemporary Art in Turkey”. (wh)
Fuckhead - Dieses schöne Lied
18. Juni 2008, 16:14:11 unter Deutsch, Donau Festival Krems, Festivals, Krems, Podcast, Video, ÖsterreichDieses schöne Lied verstört, zumindest seit die Gruppe Fuckhead dessen fortschreitende Dekonstruktion mit großen Gesten zelebriert. Gefesselt schon in jungen Jahren vom Adrenalinkick in der Moshpit, waren die Musiker und Performer Aigner, Bruckmayr, Strohmann, Kern, Jöchtl und Pittermann ursprünglich als Noise-Rockband angetreten. Mit ihrer Musik und den zusehends in die Auftritte integrierten, Tableaux Vivants artigen Schlussbildern grenzte sich Fuckhead von den Authentizitäts-Attitüden der Nieten-Punk Generation Ende der achtziger Jahre ab. Der ironische Umgang mit Authentizitätsbildern in ihren politischen aber auch die Männlichkeit betreffenden Färbungen ist ihnen bis heute geblieben.
Ironie muss verstanden werden, um als solche wahrgenommen zu werden. Das hat nicht immer funktioniert. Zu Beginn ihrer Karriere stand Fuckhead bald als Projektionsfläche vieler in vielfach bösem Ruf. Den Linken war Fuckhead zu rechts, den Rechten zu schwul, dem Underground fehlte es an politischer Programmatik und für die Kunstwelt war Fuckhead zu unanpassbar, um sie in Kunsttheoriezirkel und -geschäft zu integrieren.

Musik und Performanceanteil halten sich bei Fuckhead die Waage. Legen die einen mehr Gewicht aufs Musikalische, finden sich die anderen vor allem im Visuellen wieder. Im Mittelpunkt der visuellen Szenerie stand lange Zeit die Erprobung des eigenen Körpers. Mit Bruckmayrs durch die Brust gezogene Stahlseilhängung war für die Band eine Grenze erreicht, die weitere Ausrichtung ihrer Performance stand in Frage. “Wir haben uns in letzter Zeit wieder etwas bunter aufgestellt”, kommentieren die Mitglieder von Fuckhead die Neupositionierung. Das Publikum hat diesen Wechsel angenommen, die Vibes sind positiv und die Adrenalindusche Fuckhead lebt. Insbesondere wenn, wie am Donaufestival in Krems, der kalifornische Body-Art Performer Ron Athey die falschen Perlen anal veräußert, mit denen die europäischen Eroberer die Ureinwohner Amerikas in bereichernder Absicht für sich eingenommen hatten. (wh)
Die Aufnahmen zur Episode entstanden am Donaufestival Krems.
Mankind at the Donau Festival
21. Mai 2008, 13:40:21 unter Donau Festival Krems, Englisch, Festivals, Interviews, Krems, Podcast, Video, ÖsterreichIm Fall von Mankind wird die Menschheit von zwei Künstlerinnen gestellt. Wie jede andere Menschheit hat auch diese ihre Vorgeschichte. Der eine Teil von Mankind, D. Kimm, ist eine aus Montréal stammende Dichterin und Musikerin. Bereits vor ihrer Zeit bei Mankind organisierte sie Literaturfestivals und verschrieb sich als Leiterin von “Les Filles électriques” der Aufführung von Poesie in ihren schriftlichen, gesprochenen und elektronischen Formen. Der andere Teil der Menschheit hat Wurzeln in Ottawa, heißt Alexis O`Hara und sammelte als Musikerin elektronischer Klangzunft, Onomatopoetin und Poetry Slammerin bereits Erfahrung in der Verdichtung menschlicher Belange.
Mankind performt life elektronisches Klanggut mit eigenen, zu Loops geschleuderten, Stimmlagen, poetischen Konversationen und on the go produzierten Geräuschkulissen zu einem Klangkino von besonderer visueller, akustischer und inhaltlicher Dichte. Ihren eigenen Worten zu Folge ist Mankind “Überschallkino mit visuellem Bonus”. Das Publikum erlebt filmische Qualität ohne Rewind-Knopf. Der improvisatorische Charakter ihrer Performances führt ständig Neues vor Augen und durchbricht die gläserne vierte Wand, die im herkömmlichen Theater die Kunst vom Zuschauerraum trennt.

Mankind, der Name des Duos, ist inhaltlich-programmatischer Natur. Das menschliche Sein zieht sich als roter Faden durch ihre stets themenbezogenen Inszenierungen. Gelebte und gewünschte Alltäglichkeiten werden entworfen. Was dem Profanen zu Grunde liegt - verheimlicht oder geheiligt – kommt in den Blick. Mankind durchleuchten die Wunschmaschine Leben. Was sie uns vorfertigt an Schönem und Schwierigem wird audioszenisch gesichtet, improvisatorisch erweitert, gebrochen, mitunter auch zerstört. “We seek out Beauty as well as Trouble. We transcend the Palpable and the Impalpable. Our Weakness is our Strength.” heißt es im künstlerischen Manifest, ” We are Mankind.”. (wh)
Die Aufnahmen zur Episode entstanden am Donaufestival Krems.




