english version Facebook Twitter

FUCKHEAD. Dieses schöne Lied

Kategorie: Porträt 18. Juni 2008

Dieses schöne Lied verstört, zumindest seit die Gruppe Fuckhead dessen fortschreitende Dekonstruktion mit großen Gesten zelebriert. Gefesselt schon in jungen Jahren vom Adrenalinkick in der Moshpit, waren die Musiker und Performer Aigner, Bruckmayr, Strohmann, Kern, Jöchtl und Pittermann ursprünglich als Noise-Rockband angetreten. Mit ihrer Musik und den zusehends in die Auftritte integrierten, Tableaux Vivants artigen Schlussbildern grenzte sich Fuckhead von den Authentizitäts-Attitüden der Nieten-Punk Generation Ende der achtziger Jahre ab. Der ironische Umgang mit Authentizitätsbildern in ihren politischen aber auch die Männlichkeit betreffenden Färbungen ist ihnen bis heute geblieben.

Ironie muss verstanden werden, um als solche wahrgenommen zu werden. Das hat nicht immer funktioniert. Zu Beginn ihrer Karriere stand Fuckhead bald als Projektionsfläche vieler in vielfach bösem Ruf. Den Linken war Fuckhead zu rechts, den Rechten zu schwul, dem Underground fehlte es an politischer Programmatik und für die Kunstwelt war Fuckhead zu unanpassbar, um sie in Kunsttheoriezirkel und -geschäft zu integrieren.

Musik und Performanceanteil halten sich bei Fuckhead die Waage. Legen die einen mehr Gewicht aufs Musikalische, finden sich die anderen vor allem im Visuellen wieder. Im Mittelpunkt der visuellen Szenerie stand lange Zeit die Erprobung des eigenen Körpers. Mit Bruckmayrs durch die Brust gezogene Stahlseilhängung war für die Band eine Grenze erreicht, die weitere Ausrichtung ihrer Performance stand in Frage. "Wir haben uns in letzter Zeit wieder etwas bunter aufgestellt", kommentieren die Mitglieder von Fuckhead die Neupositionierung. Das Publikum hat diesen Wechsel angenommen, die Vibes sind positiv und die Adrenalindusche Fuckhead lebt. Insbesondere wenn, wie am Donaufestival in Krems, der kalifornische Body-Art Performer Ron Athey die falschen Perlen anal veräußert, mit denen die europäischen Eroberer die Ureinwohner Amerikas in bereichernder Absicht für sich eingenommen hatten. (Text: Wolfgang Haas)

https://www.fuckhead.at/


Wir bieten - Im Kunstsektor

Audio- und Videoproduktion Full-Service
Durch unsere Leidenschaft für die Kunst und die langjährige Erfahrung im Bereich der Audio- und Videoproduktion schaffen wir es, schwierige Inhalte einfach, authentisch und ästhetisch anspruchsvoll zu inszenieren. Hohe Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Effizienz zeichnen unseren Produktionszugang aus.

Das CastYourArt Full-Service Angebot für Künstler*innen, Galerien, Museen, Ausstellungshäuser und andere Akteure im Kunstsektor beinhaltet Projektentwicklung, ein durchdachtes Storytelling für einen glaubwürdigen Stil, die Post-Produktion bis zur Einbindung in die Internet-Präsenzen.

Wenn Sie an CastYourArt „Redaktionelle Geschichten mit Mehrwert“ interessiert sind, dann schreiben Sie uns.

Kontakt

KA21 GmbH/ CastYourArt

Office Vienna
Haberlgasse 95/13
1160 Wien

Fon +43 1 99 717 21
E-Mail: office[at]castyourart.com


Weitere Info

Newsletter

Jetzt abonnieren: Der neue CastYourArt Newsletter