OLIVER LARIC. Schwellenwesen
In seiner Ausstellung Schwellenwesen im Kunsthistorischen Museum Wien widmet sich Oliver Laric den fließenden Grenzen von Identität, Mythos und Darstellung. Für KHM-Generaldirektor Jonathan Fine greifen Larics Skulpturen zentrale Fragen auf, die die Menschheit seit der Antike beschäftigen: Figuren zwischen Mensch und Tier, zwischen Göttlichem und Sterblichem, zwischen männlichen und weiblichen Zuschreibungen.
Zugleich sieht Fine in dieser Ausstellung seinen kuratorischen Ansatz verwirklicht, historische Sammlungen aus einer zeitgenössischen Perspektive neu zu lesen. Der Dialog mit zeitgenössischer Kunst öffnet nicht nur neue Zugänge zur Vergangenheit, sondern ermöglicht es auch, Themen wie Übersetzung, Original und Kopie oder hybride Identitäten aus heutiger Sicht neu zu befragen. In der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern versteht das Kunsthistorische Museum diese Auseinandersetzung als Chance, seine Sammlungen lebendig zu halten und immer wieder neu zu kontextualisieren.
Unser Film gibt Einblick in den Denkprozess hinter Larics hybriden Formen, in die pragmatische Offenheit ihrer Herstellung und in den reflektierten Umgang mit Identität und Reproduktion. Von Seoul bis Athen, von den Museumshallen bis in soziale Medien hinein existieren diese Schwellenwesen in mehreren Realitäten zugleich — und laden dazu ein, darüber nachzudenken, was es bedeutet, zwischen Kategorien, Formen und Zeiten zu existieren.
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