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THE 80S. Die Kunst der 80er Jahre

Kategorie: Ausstellung 22. Oktober 2021

Nach der Konzeptkunst und anderen theorielastigen Kunstströmungen der 1960er und -70er werden die 1980er in der Kunstgeschichte zumeist als die Dekade der Wiederentdeckung der Malerei betrachtet. In den Debatten über die Einstufung dieser Epoche ist oft die Rede von Regression oder reaktionärer Ästhetik, vom ökonomischen Druck des Kunstmarkts, dem Bedarf der Galerien nach vermarktbaren Produkten und flagranten Beispielen von Hochstapelei.

Die von Direktorin der Albertina Modern, Angela Stief, zusammen mit Martina Denzler kuratierte Retrospektive zeigt die Kunst der 80er anhand von 165 Werken in 13 Räumen als eine Kunst, die aus dem Reservoir der Vergangenheit schöpft und Neues daraus generiert.
Die Kunst der Achtziger ist gekennzeichnet von einem Pluralismus der Stile, farbenfroh und extrem facettenreich. Nach Anfängen in der Architektur, Literatur und Philosophie der 1970er setzt die Postmoderne in der Bildenden Kunst in dieser Dekade richtig ein. Es findet eine Rückwendung zur Figuration und Erzählung und eine Abkehr von der distanzierten intellekt-lastigen Abstraktion des vorhergehendes Jahrzehnts ein.

Nach der Ausstellung "The Beginning", die auf österreichische Kunst fokussiert war, sind ein großer Teil der diesmal ausgestellten 60 Künstler/innen von internationaler Provenienz. Dabei sind berühmte Namen, von Jeff Koons, Keith Haring bis Basquiat oder Cindy Sherman ebenso dabei, wie weniger vertraute, aber nicht minder interessante Positionen wie Isolde Joham, Herve Di Rosa oder Alois Mosbacher.

Neben Mosbacher finden sich noch weitere österreichische Künstler in der Schau, wie etwa die neoexpressionistischen Neuen Wilden um Schmalix, Brandl, Scheibl oder Anzinger.
Die Einflüsse auf das künstlerische Schaffen der 80er sind vielfältig: Street Art, Werbung, Massenmedien, Kitsch, Comics spielen eine große Rolle in den Arbeiten der neuen Kunstrichtungen, wie Wild Style (Julian Schnabel, David Salle), New Image Painting oder Neo-Pop (Keith Haring, Kenny Scharf).

Eine weitere wichtige Strömung jener Zeit, die Appropriation Art, die Kunst des Kopierens und Aneignens, wird in ihrer Vielfalt ebenfalls gewürdigt, etwa durch Arbeiten von Cindy Sherman, Mike Bidlo oder Franz Gertsch.

Die aus zu zwei Drittel aus Leihgaben bestehende Ausstellung bietet mit seiner methodischen und ästhetischen Vielfalt einen überaus bunten Überblick über eine Dekade, die, der These der Ausstellungsmacher zufolge, eine kunsthistorische Schlüsselperiode für das Verständnis der Kunst unseres 21. Jahrhunderts darstellt. (Text: Cem Angeli)

Die Ausstellung ist in der Albertina modern noch bis 13. Februar 2022 zu sehen.

https://www.albertina.at/


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