KRIS MARTIN. Festum II
Das Wiener Kunsthistorische Museum zeigt in ihrer zweiten Ausstellung im von Jasper Sharp kuratierten Theseus Tempel eine Arbeit des belgischen Künstlers Kris Martin. CastYourArt hat Kris Martin anlässlich der Ausstellungseröffnung interviewt.
Seine Arbeit ist eine unkonventionelle Bodeninstallation. Tausende winzige Bronzescheiben, von deren glatten Oberflächen das Tageslicht reflektiert, hat der Künstler am Boden des Tempels verstreut. Sie erinnern an Papierkonfetti, wie es traditionell bei Hochzeiten, Umzügen und anderen gemeinschaftlichen Festlichkeiten geworfen wird – in kurzen, ekstatischen Augenblicken, nach denen es am Boden liegenbleibt, zertrampelt wird und am Ende des Festes weggewischt wird. Die Arbeit trägt dem lateinischen Wort für Festlichkeit folgend den Titel „Festum“. Ihre Präsentation in einem klassischen Tempel, einem Bauwerk, das für religiöse und geistige Tätigkeiten, für Gebet, Opfer und Weihegaben an die Götter steht, eröffnet eine zusätzliche Interpretationsebene.
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