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REBECCA HORN. Die Ausstellung im Bank Austria Kunstforum Wien

Kategorie: Ausstellung 28. Oktober 2021

Rebecca Horn wurde 1944 im hessischen Michelstadt geboren, begann 1964 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg zu studieren, ein Stipendium ermöglichte ihr von 1971 bis 1972 einen Studienaufenthalt in London. Bekannt wurde Horn 1972 als jüngste Teilnehmerin der epochemachenden "documenta 5", sie erhält im Jahr 1986 den “documenta”-Preis. 1992 wird Rebecca Horn der Medienpreis des ZKM Karlsruhe verliehen sowie der Kaiserring der Stadt Goslar. Seit 1989 lehrt sie als Professorin an der Berliner Hochschule der Künste. In den letzten Jahren hatte sie Einzelausstellungen in bedeutenden Museen und Privatgalerien Englands, Frankreichs, Deutschlands und der USA.

Seit den 1960ern hat die Rebecca Horn ihren eigenen multimedialen künstlerischen Kosmos geschaffen, ihre Arbeit ist ein stetig mutierendes Geflecht aus Motiven, Objekten und Themen, wobei die Auseinandersetzung mit den Grenzen des Körpers und der Wahrnehmung und ihrer Überwindung vor allem im Fokus ihrer frühen Werke stand.

Ein Trauma ist dabei zentral für das Verständnis ihres Werks: Als Horn in den 1960er Jahren in Hamburg studierte, verwendete sie für ihre Skulpturen Glasfaser, und zerstörte mit dieser giftigen Substanz ihre Lunge. Sie musste zwei Jahre in einem Sanatorium in Isolation verbringen. In jener Zeit beschäftigten sie Themen wie Isolation, Körper, Heilung und Bewegung, sie begann mit Performance und kinetischer Bildhauerei zu arbeiten. Körpererweiterungen, Körperinstrumente, Verbände, Masken, Prothesen, Federn - die Poetik psychischer und physischer Eingeschlossenheit bestimmte ihr Werk.

Mit ihren Performances, Spielfilmen und kinetischen Skulpturen bis zu ihren Installationen, Zeichnungen und Gedichten ist Horns Werk extrem facettenreich. Obwohl ihr Werk Spuren von Fluxus und feministischer Avantgarde aufweist, blieb sie Einzelgängerin, die sich keiner Bewegung anschließen wollte.

Kuratorin Bettina M. Busse ist es gelungen, wesentliche Arbeiten ab 1970 ins Wiener Bank Austria Kunstforum zu bringen. Das vielfältige Spektrum der künstlerischen Medien, die Rebecca Horn nutzt wird in dieser Retrospektive gezeigt: Papierarbeiten, Foto und Film bis hin zu kinetischen Skulpturen und großen Installationen. In verschiedenen Räumen des Kunstforums inklusive dem Keller, wo auch Langspielfilme der Künstlerin zusehen sind, wird Horns Werk in seinem Facettenreichtum ausgelotet. Sie ist Filmemacherin, Dichterin, Grafikerin, Aktivistin, Performerin, Bildhauerin und Installationskünstlerin.

Horn schuf lebendig wirkende Skulpturen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr verselbständigen. Der Betrachter der Werke ist in das Geschehen einbezogen. Es heißt, dass die kinetische Kunst durch ihre Programme begrenzt ist und im Gegensatz zur Malerei und Bildhauerei nicht erneuert werden kann, wenn sie einmal gesehen wurde. Horns Arbeit ist der unwiderlegbare Beweis, dass dies nicht stimmt.
Ihr Interesse gilt der Interaktion zwischen Objekt oder Akteur, zwischen Betrachter und Raum - in Rebecca Horns Worten: “Es gibt nur Teilnehmer” (Carl Haenlein, “Rebecca Horn. The Glance of Infinity”). (Text: Cem Angeli)

https://www.kunstforumwien.at


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