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WONDERLAND. Eröffnung und Ausstellungseinblick aus der Albertina Modern

Kategorie: Ausstellung 2. Juni 2021

Die Ausstellung, deren Titel dem eines Bildes von Fiona Rae entlehnt ist, könnte von ihrem Inhaltsreichtum her durchaus eine Kombination von mehreren, voneinander unabhängigen Ausstellungen mit diversen Querverbindungen und Bezügen sein - ist sie doch ein Überblick über die wesentlichen Richtungen der Moderne, die gleichzeitig das enorme Spektrum des Sammlungsbestands der Albertina widerspiegelt. Aus diesem setzt sich die Schau zusammen, etwa zu einem Drittel aus der Essl-Sammlung, dazu die von Haselsteiner und Batliner, aber auch Neuerwerbungen und Künstler-Schenkungen sind vertreten.

In sieben Kapiteln - ohne Chronologie - setzt die von Angela Stief und Klaus Albrecht Schröder kuratierte Schau Schwerpunkte in den verschiedenen Räumen und kontrastiert dabei künstlerische Positionen.

Bei einer Übersicht über die Moderne führt wohl kein Weg an der Pop Art vorbei, so beginnt der Rundgang neben der erwähnten Fiona Rae mit Andy Warhol, inklusive seiner Serien von Mao und den Campbell-Suppendosen. Auch großformatige Werke von Roy Lichtenstein mit interessanten Spiegeleffekten oder Alex Katz mit "Chance", lebensgroß aus Gemälden ausgeschnittenen Figuren in Strandkleidung, empfangen den Besucher mit starken Eindrücken.

Im selben Raum gibt es "Neo Pop" wie das extra groflformatige Streichholz von Harold Ancart oder die humorvolle Skulptur koitierender Skelette von Marc Quinn.

Der "Anarchie der Kunst" ist der Raum gewidmet, den sich die Künstlergruppe Gelitin, Franz West und Erwin Wurm teilen. Gelitins Plastilin-Interpretation der Mona Lisa oder die knallrote Sitzskulptur von Franz West dürften hier für so manche Irritation sorgen.

Im zentralen Saal gibt es eine Zusammenschau der deutschen Groflkaliber der Malerei, die ihre Kunst vielfach der kritischen Auseinandersetzing mit der deutschen Geschichte verschrieben haben: Baselitz, Penck, Anselm Kiefer, Jörg Immendorff und Markus Lüpertz, konfrontiert mit interessanten Skulpturen des israelischen Künstlers Ofer Lellouche.

Wie zur Herausforderung seiner Behauptung wird Georg Baselitz, der meinte "dass Frauen nicht malen können" in einem großen Saal Maria Lassnig mit ihren Body Awareness - Bildern gegenübergestellt. Wie die Konfrontation ausgeht, wird jeder Besucher für sich selbst entscheiden.

Ein Eckraum ist großformatigen Schwarzweiss-Porträtfotos von Gottfried Helnwein gewidmet, mit den ausdrucksstarken Konterfeis von Mick Jagger, Michael Jackson, Keith Haring und Clint Eastwood - sowie einem maskenhaften Andy Warhol.

Albert Oehlen's starken neoexpressionistischen Mischtechnik-Bildern ist ein ganzer Raum überlassen, einen weiteren teilen sich Markus Schinwald und Franz Zadrazil mit seinen morbid-humorvollen Häuserfronten. In einem anderen Raum steht unter dem Titel "Melancholie der Einsamkeit" Malerei von Christian Brandl und dem Künstlerduo Muntean / Rosenblum in reizvoller Gegenüberstellung.

In der 120 sehr unterschiedliche hochkarätige Arbeiten umfassenden Ausstellung eröffnet sich dem Betrachter Welten und Gegenwelten aus Utopie und Dystopie, Figuration und Abstraktion, politischer Position und Humor, Melancholie und Expressionismus, Malerei, Fotografie und Skulptur.

Ganz im Sinne von Lewis Carrols Alice in Wonderland - im Reich der Kunst wird auch das Verrückte und Unmögliche möglich. (Text: Cem Angeli)

https://www.albertina.at/


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