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STADT UND LAND ZWISCHEN TRAUM UND REALITÄT. Eine Führung durch die Ausstellung aus dem Albertina Museum

Kategorie: Ausstellung 13. Mai 2021

Die von Eva Michel kuratierte Albertina Schau ist sowohl chronologisch als auch geografisch angeordnet, immer wieder wird sichtbar wie sich die Auffassung von Stadt- und Landschaftsansicht durch die Epochen änderte und zwischen Idealismus und Realismus variierte. Im Mittelalter dienten Bilder sakralen Zwecken, wo Hintergründe und Landschaften eine geringe Rolle spielen, erst mit der beginnenden Neuzeit änderte sich das.

Der Großteil der gezeigten Werke stammt aus der Sammlung von Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822), dem Namenspatron der Albertina, dessen Sammlerinteresse vor allem Landschaftszeichnungen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts galt.

Die Ausstellung beginnt im 15. und 16. Jahrhundert mit Bruegel, Dürer (mit Aquarellen von "Isprug" -Innsbruck, entstanden während seiner Italienreise um 1495), oder Albrecht Altdorfer ("Die große Fichte").

Das 17. Jahrhundert gilt vor allem in den Niederlanden als das goldene Zeitalter der Landschaft: Hier zeigt die Albertina die absoluten Highlights der Schau mit den Landschaftsdarstellungen, Seestücken, und Winterszenen der niederländischen Meister.

Das französische Rokoko mit Idyllen und antiken Motiven von Francois Boucher oder Waldansichten von Nicolas Poussin und Claude Lorrain bilden einen besonderen Schauwert, vom 18. Jahrhundert und seinen Architekturfantasien sind Ansichten Venedigs, etwa von Canaletto oder Francesco Tironi beeindruckend.

Als der Einfluss des Menschen und der Industrialisierung auf die Natur sichtbar wurde bildete sich auch ein veränderter Blick auf die Wirklichkeit. Die Natur im Wandel wird thematisiert von Karl Postl, Heinrich Theodor Wehle oder Jacob Wilhelm Mechau. Schlüsselwerke der romantischen Landschaft (Caspar David Friedrich) aber auch Renoir zeigen die enorme Bandbreite der Sammlung.

Ein vertrauter Anblick für viele Wiener Kunstfreunde wird wohl die österreichische Aquarellkunst des 19. Jahrhunderts sein, wie etwa Rudolf und Jakob von Alts Wien-Ansichten (Jakob Alts berühmter "Blick auf Wien von der Spinnerin am Kreuz" von 1817).

Gegen Ende des Rundgangs, in der Moderne angekommen, finden sich Grafiken von Alfred Kubin und van Gogh, Aquarelle von Cézanne, Egon Schieles "Alte Häuser in Krumau", Interpretationen der modernen Großstadt von Lyonel Feininger und Abstraktionen des Naturbildes von Paul Klee, August Macke oder Emil Nolde.

An all diesen Naturbildern, Veduten, Topographien und Seestücken der letzten fünf Jahrhunderte lässt sich ablesen, welche Tendenzen und Strömungen der soziale Wandel, Fortschritt, Wissenschaft und Industrialisierung in der Entwicklung dieses Genres ausgelöst hat: Idealisierung und Realismus, Romantik und Klassizismus, Fortschrittsglaube und Pessimismus – der Wandel künstlerischer Sichtweisen auf die Wirklichkeit spiegelt die Entwicklungen in der abendländischen Kulturgeschichte wider. (Text. Cem Angeli)

Die Ausstellung läuft noch bis 22. August 2021.

https://www.albertina.at/


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