ANDREA KESSLER. Revolutions per Minute
RPM, Revolutions per Minute, zeigt eine interaktive Installation der Wiener Architektur- und Medienkünstlerin Andrea Kessler. An dünnen Fäden schwebend, aufgespannt im Raum, reagieren übereinander liegende Flächen aus weißem, elastischem Stoff auf die Annäherungen der Betrachter. Sie driften auseinander und verengen sich, sie bilden Falten, sie werfen fließend Räume auf. Die Ästhetik des lebendigen Raumes zieht an. Dass sich bewegt, was wir als statisch antizipieren, und dabei auch noch kreischende Geräusche von sich gibt, weckt aber auch Grausen. Bewegter Raum hat etwas von der Unheimlichkeit jener Pflanzen, die sich von selbst bewegen, oder Geräusche von sich geben.
Mit Revolutions per Minute erprobt Andrea Kessler architektonische Herausforderungen. Die fließende Adaption von Räumen, deren Reaktion auf soziale Prozesse sind Visionen für eine Welt, die immer dichter, immer individueller, immer mobiler wird. Die Installation lädt zu spielerischem Umgang ein. Im Spiel erproben wir en miniatur mögliche Realitäten. Dabei gewöhnen wir uns nicht nur, wir stoßen auch auf Fragen - nach der Machbarkeit, nach der Sinnhaftigkeit, nach der Richtung unserer Dynamik. (wh)
Das könnte Sie auch interessieren
RUDOLF RISCHER. Von Bühnen und Bildern
23. Februar 2018
FABIENNE VERDIER. Die Sammlung Looser
20. August 2018
RAFFAEL. Ein Universalgenie der Hochrenaissance
10. Oktober 2017
ROBERT GABRIS. Anerkennungspreisträger STRABAG Artaward International 2021
30. November 2021
FASZINATION PAPIER. Träger und Akteur
7. Jänner 2026
YOSHITOMO NARA. All my little words
24. Mai 2023
AXEL HÜTTE. Imperial - Majestic - Magical
28. März 2018
