EDVARD MUNCH. Der Schrei
"Ich ging mit zwei Freunden die Straße hinab. Die Sonne ging unter – der Himmel wurde blutrot, und ich empfand einen Hauch von Wehmut. Ich stand still, todmüde – über dem blauschwarzen Fjord und der Stadt lagen Blut und Feuerzungen. Meine Freunde gingen weiter – ich blieb zurück – zitternd vor Angst – ich fühlte den großen Schrei in der Natur.. Ich malte dieses Bild – malte die Wolken wie wirkliches Blut – die Farben schrien.“
Der Eintrag im Tagebuch Munchs aus 1892 erklärt so die Szene des berühmten Bildes, dessen von Munch gewählter deutsche Titel "Der Schrei der Natur" war.
Auch eine Version dieses berühmtesten Werks des Künstlers ist in der aktuellen Schau in der Albertina in Wien zu sehen, die sich 12 Jahre nach der letzten Munch-Ausstellung in der Albertina vor allem dem druckgraphischen Werk Munchs widmet. Im Filmbeitrag spricht Albertina Direktor Klaus Albrecht Schröder über dieses wohl berühmteste Werk des norwegischen Malers. (Text: Cem Angeli)
Das könnte Sie auch interessieren
EDUARD ANGELI. Hüzün, Melancholie
19. Juni 2012
JOHANNES HEUER. Malbedarf
9. März 2022
MICHAELINA WAUTIER. Malerin
4. Jänner 2026
THE CINDY SHERMAN EFFECT. Identität und Transformation in der zeitgenössischen Kunst
22. Februar 2020
JIM DINE. A Serious Man
19. August 2016
EVA SCHLEGEL. SPACES. Atelierbesuch
22. Juni 2018
BASQUIAT. Im Albertina Museum
10. Oktober 2022
