DIE KUNST DER PARISER SALONS. Das Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay
In der für die Albertina Ausstellung Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay getroffenen Auswahl finden sich wichtige Stilrichtungen des 19. Jahrhunderts wie Historismus und Realismus, Impressionismus, Neoimpressionismus und Symbolismus, Karikatur und Salonmalerei.
In Frankreich, so Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, bildete die Salonmalerei mit ihrer historisierend-mythologischen Themenwahl und ihrer klassizistisch-akademischen Malweise den Hintergrund, vor dem sich die künstlerische Moderne in Opposition zu ihr entwickelte. Seit dem 17. Jahrhundert waren die Salons mit ihren jährlichen Ausstellungen - wie die heutigen Kunstmessen - die Bühne für aufstrebende oder bereits etablierte Künstler, die bei Jury und Publikum bejubelt oder gnadenlos verrissen werden konnten.
Viele später bekannte Maler, die bei diesen Salons zurückgewiesen wurden, gründeten in Opposition dazu Gegenveranstaltungen, etwa den Salon der réfusés (Zurückgewiesenen), die für die Entwicklung der Avantgarde maßgeblich wurden. (Text: Cem Angeli)
Das könnte Sie auch interessieren
MICHAEL KIENZER. Zwischen Dingen und Materialien
12. August 2009
HONORÉ DAUMIER. Gesellschaft im Spiegel
16. März 2026
MICHELA GHISETTI. Eine Retrospektive im Albertina Museum
21. Dezember 2021
JÓSEFINA ALANKO. Hauptpreisträgerin STRABAG Artaward International 2023
9. Jänner 2024
HERBERT BOECKL. Der Künstler macht einen Fleck und gibt ihm unbewusst eine wesentliche Gestalt
4. November 2009
ANTON CORBIJN. Favourite Darkness
14. März 2025
FRANZ XAVER ÖLZANT. Idee, Prozess, Form
8. April 2015
