DIE KUNST DER PARISER SALONS. Das Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay
In der für die Albertina Ausstellung Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay getroffenen Auswahl finden sich wichtige Stilrichtungen des 19. Jahrhunderts wie Historismus und Realismus, Impressionismus, Neoimpressionismus und Symbolismus, Karikatur und Salonmalerei.
In Frankreich, so Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, bildete die Salonmalerei mit ihrer historisierend-mythologischen Themenwahl und ihrer klassizistisch-akademischen Malweise den Hintergrund, vor dem sich die künstlerische Moderne in Opposition zu ihr entwickelte. Seit dem 17. Jahrhundert waren die Salons mit ihren jährlichen Ausstellungen - wie die heutigen Kunstmessen - die Bühne für aufstrebende oder bereits etablierte Künstler, die bei Jury und Publikum bejubelt oder gnadenlos verrissen werden konnten.
Viele später bekannte Maler, die bei diesen Salons zurückgewiesen wurden, gründeten in Opposition dazu Gegenveranstaltungen, etwa den Salon der réfusés (Zurückgewiesenen), die für die Entwicklung der Avantgarde maßgeblich wurden. (Text: Cem Angeli)
Das könnte Sie auch interessieren
Glenn Murcutt - architecture for place
11. November 2011
PROVOKE. Zwischen Protest und Performance
24. Februar 2016
BENJAMIN BURKHARD. Zwischen Schönheit und Entropie
26. September 2025
KOMET. Answers to Questions Never Asked
7. November 2016
BRIGITTE KOWANZ. Now I See
22. Juni 2010
ALBERTINA TOURS & TALKS: Hubert Scheibl und Antonia Hoerschelmann führen durch die Ausstellung
29. November 2021
THE BEGINNING. Kunst in Österreich 1945 bis 1980. #9 Feministische Avantgarde
23. Oktober 2020
