DEGAS, CÉZANNE, SEURAT. Das Archiv der Träume aus dem Musee d'Orsay
130 Arbeiten umfasst eine Auswahl von Zeichnungen aus dem Pariser Musee d’Orsay, die bis 3. Mai unter dem Titel "Degas, Cezanne, Seurat - Das Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay" in der Albertina zu sehen sind. „Archiv der Träume“, so der Titel der Schau, bietet neben bekannten Meisterwerken auch viel hierzulande weniger Bekanntes und gibt so einen Einblick in den Reichtum der französischen Kunstgeschichte.
Der Titel stammt ebenso wie die Zusammenstellung der Schau von Werner Spies, dem ehemaligen Direktor des Centre Georges Pompidou in Paris. Er hatte bei der Auswahl aus dem über 90.000 Werke umfassenden Archiv vollkommen freie Hand und wurde dabei von der Kuratorin des Musée d’Orsay, Leïla Jarbouai, unterstützt.
Es ist den Ausstellungsmachern gelungen, die Widersprüchlichkeit des 19. Jahrhunderts im nach Themen angeordneten Rundgang zu zeigen, wobei zusätzlich zu den „Stars“ der französischen Kunstgeschichte wie Degas, Cézanne, Seurat, Moreau, Boudin, Manet, Doré oder Odilon Redon (mit der freundlichen Spinne) auch hierzulande weniger bekannte Künstler wie Felicien Rops, Fernand Khnopff, Léon Spillaert oder Honoré Daumier zu sehen sind, sogar ein Selbstporträt von Charles Baudelaire ist dabei.
Im sehenswerten Ausstellungskatalog gibt es ein besonderes Extra: 100 Künstler, Filmemacher, Autoren und Architekten haben persönlichen Beiträge zu einzelnen Arbeiten beigetragen, unter anderen Alex Katz, Luc Bondy, Mario Vargas Llosa, Anish Kapoor, Tony Cragg, Paul Auster, David Lynch, Peter Handke, Jeff Koons und viele mehr. (Text: Cem Angeli)
Das könnte Sie auch interessieren

MICHELA GHISETTI. Eine Retrospektive im Albertina Museum
21. Dezember 2021
MARTIN NOËL. Die Retrospektive
19. Dezember 2021
Wiener Secession - Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.
6. Dezember 2011
RUDOLF POLANSZKY. Translineare Strukturen
9. Juni 2015
RAINER GANAHL. I wanna be Alfred Jarry
10. Mai 2012
ALEXANDRE DIOP. Kunst, Spiel und Wut.
24. September 2024
IWAN KONSTANTINOWITSCH AIWASOWSKI. Ein russisches Märchen
23. März 2011