DIE KUNST DER PARISER SALONS. Das Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay
In der für die Albertina Ausstellung Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay getroffenen Auswahl finden sich wichtige Stilrichtungen des 19. Jahrhunderts wie Historismus und Realismus, Impressionismus, Neoimpressionismus und Symbolismus, Karikatur und Salonmalerei.
In Frankreich, so Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, bildete die Salonmalerei mit ihrer historisierend-mythologischen Themenwahl und ihrer klassizistisch-akademischen Malweise den Hintergrund, vor dem sich die künstlerische Moderne in Opposition zu ihr entwickelte. Seit dem 17. Jahrhundert waren die Salons mit ihren jährlichen Ausstellungen - wie die heutigen Kunstmessen - die Bühne für aufstrebende oder bereits etablierte Künstler, die bei Jury und Publikum bejubelt oder gnadenlos verrissen werden konnten.
Viele später bekannte Maler, die bei diesen Salons zurückgewiesen wurden, gründeten in Opposition dazu Gegenveranstaltungen, etwa den Salon der réfusés (Zurückgewiesenen), die für die Entwicklung der Avantgarde maßgeblich wurden. (Text: Cem Angeli)
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