DIE KUNST DER PARISER SALONS. Das Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay
In der für die Albertina Ausstellung Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay getroffenen Auswahl finden sich wichtige Stilrichtungen des 19. Jahrhunderts wie Historismus und Realismus, Impressionismus, Neoimpressionismus und Symbolismus, Karikatur und Salonmalerei.
In Frankreich, so Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, bildete die Salonmalerei mit ihrer historisierend-mythologischen Themenwahl und ihrer klassizistisch-akademischen Malweise den Hintergrund, vor dem sich die künstlerische Moderne in Opposition zu ihr entwickelte. Seit dem 17. Jahrhundert waren die Salons mit ihren jährlichen Ausstellungen - wie die heutigen Kunstmessen - die Bühne für aufstrebende oder bereits etablierte Künstler, die bei Jury und Publikum bejubelt oder gnadenlos verrissen werden konnten.
Viele später bekannte Maler, die bei diesen Salons zurückgewiesen wurden, gründeten in Opposition dazu Gegenveranstaltungen, etwa den Salon der réfusés (Zurückgewiesenen), die für die Entwicklung der Avantgarde maßgeblich wurden. (Text: Cem Angeli)
Das könnte Sie auch interessieren
PIETER BRUEGEL. Das Zeichnen der Welt
20. September 2017
THINK GLOBAL, BUILD SOCIAL. Bauen für eine bessere Welt
3. April 2014
FRANZ HUBMANN. Künstlerporträts. Die Schenkung Helmut Klewan
12. Juli 2021
DAVID HOCKNEY. Insights
11. Februar 2022
ROY LICHTENSTEIN. Zum 100. Geburtstag
27. März 2024
LETIZIA WERTH. Mountains and Waterfalls
20. Mai 2019
CARLOS SANDOVAL. In Bewegung
8. April 2009
