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VALIE EXPORT. Retrospektive

Kategorie: Ausstellung 4. Juli 2023

“Action Pants: Genital Panic”: Die VALIE EXPORT - Retrospektive in der Albertina empfängt Besucher gleich mit einer der berühmtesten und kontroversesten Arbeiten der österreichischen Künstlerin. Auf der Fotografie von 1969 trägt sie eine Maschinenpistole und zeigt dem Betrachter provokant ihren freiliegenden Schambereich.

Ursprünglich fand diese provokante Aktion in einem Münchner Kinosaal statt. Später verteilte die Künstlerin Poster davon an öffentlichen Plätzen.

Von der „Aktionshose“ bis zum „Tapp und Tastkino“, von der „Mappe der Hundigkeit“ bis zu den „Körperkonfigurationen“: VALIE EXPORTs Werk beinhaltet viele ikonische Arbeiten, Die 163 Werke der von Walter Moser kuratierten Schau überspannen die Periode von 1968 bis 2008, wobei die Fotoarbeiten von 1968 bis 1998 der Hauptfokus sind.

Etwa ein Drittel stammt aus der eigenen Sammlung der Albertina, der Rest aus dem Studio Valie Export, das von der Galerie Ropac verwaltet wird. Es handelt sich um die erste Soloausstellung der Künstlerin in der Albertina.

In den „Körperkonfigurationen“ (ab 1972) nutzte EXPORT ihren Körper als Gerät, passte ihren Körper in die gebauten Strukturen ein, und scheitert an der übereinstimmung mit der architektonischen Geometrie. Titeln wie „Zudrückung“, „Einarmung“, „Zupassung“ oder „Aufstellung“, betonen die Gegensätze zwischen gebauter Umgebung, den sozialen Bedingungen und dem Individuum.

Auch das Thema Schmerz, am Beispiel des tätowierten Strumpfbandes in der „Body Sign Action“ im Jahr 1970, war Teil ihrer Auseinandersetzung mit der Rolle des weiblichen Körpers in der Gesellschaft, wobei seine Befreiung als schmerzhafter Prozess dargestellt wird.

Seit 1967 führt die 1940 in Linz geborene Waltraud Lehner ihren Künstlernamen, der auch Konzept, Logo und patentierte Marke ist. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule übersiedelte sie nach Wien und schloss dort eine Textilschule ab.

Immer wieder fügt Export der feministischen und aktionistischen Ebene die Medienreflexion hinzu, indem sie Performance und Fotografie miteinander verschränkt. Der weibliche Körper steht im Zentrum, den Valie Export in vielen Werken als künstlerisches Mittel nutzte und in den öffentlichen Raum einfügte, fremden Menschen auslieferte,  Schmerzenfügte. In ihrem Film Remote Remote reißt sich Export mit einem Messer die Nagelhaut auf.

Mit einem Pappkarton vor der Brust und Künstlerkollege Peter Weibel daneben, der mit einem Megafon die Passanten zur Teilnahme auffordert, liess sie ihre Brüste berühren – Valie Exports Performance „Tapp- und Tastkino“ von 1968 ist heute weltberühmt.

Vaie Export schockierte mit ihren Aktionen und kämpfte als junge Künstlerin gegen die geltenden Konventionen, sie wurde auch oft angefeindet und bedroht.

Heute zählt sie zu den wichtigsten Personen der österreichischen Kunstgeschichte.

Die Ausstellung läuft noch in der Albertina bis 1. Oktober 2023.

https://www.albertina.at


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